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Hier findest Du eine Übersicht aller verfassten Kommentare zu Episoden unserer Podcasts

  • From Tutti on Cantina Talk #03 – Die Letzten Jedi

    Boshuda,

    ich höre den Cantina Talks gerne zu und bin fasziniert von den verschiedenen Meinungen. Allerdings entstehen oft keine tiefgehenderen Diskussionen, weil plötzlich jemand anderes sagt: „Das und das hat mir aber auch nicht gefallen.“ Oft ist das leider auch die ganze Argumentation, die dahinter steckt, vielleicht noch mit einer Bemerkung wie: „Ich hätte besser gefunden, wenn…“. Leider sind die meisten Kritikpunkte dann nicht mit dem dazugehörigen Nerdwissen gefüllt, das für micht nun mal dazu gehört.

    Hier ein paar Anmerkungen zu verschiedenen Aussagen.

    Einerseits heißt es „Disney will nur Geld machen“ oder ist „Alles nur Fanservice“ und andererseits regen sich offensichtlich sehr viele Leute, Fans und „normale“ Zuschauer, über TLJ auf.
    –> Das wirkt paradox. Warum sollten sie einen so kontrovers aufgenommenen Film machen, wenn sie nur Geld wollen?

    Man weiß nicht, was eigentlich passiert in der Sequel-Trilogie, weil einem das „Große Ganze“ nicht klar ist. In der OT war das besser. Durch den Anfangstext in der OT wurde einem klar, dass das Imperium herrscht, in der ST wird das bei der Ersten Ordnung nicht klar.
    –> Ich zitiere den Beginn des Anfangtexts von Episode VIII: „Die Erste Ordnung beherrscht die Galaxis, und der letzte Hoffnungsschimmer in Gestalt einer kleinen Rebellenflotte droht zu erlöschen.“
    –> Nach ein paar Nachforschungen habe ich herausgefunden, dass es wohl eine Garnison vom Imperium auf Tatooine gibt, allerding wird das im Film nicht vermittelt.
    Deshalb würde ich mal sagen, dass das hier Tatsachen sind: Die Sturmtruppen, die anwesend sind, sind nur auf Tatooine/Jakku unterwegs um die Droiden/den Droiden zu finden, sonst wären sie nicht da. Nach Zerstörung des 1. Todessterns/der Starkiller Basis hätten vom Imperium/von der Ersten Ordnung nur noch ein paar Sternzerstörer übrig sein können. Mehr als das sehen wir in beiden Filmen nicht vom Imperium/von der Ersten Ordnng.
    –> Nächster Film: Nein, das Imperium/die Erste Ordnung haben noch immer sehr viele Sternzerstörer und können die Galaxis beherrschen.

    Jetzt haben sie den Hyperraumsprung als Fluchtmöglichkeit unmöglich gemacht, das ist ja ein Stolperstein für die Zukunft.
    –> Einfache, beispielhafte Lösung: Rose und Finn beschäftigen sich mit dem Problem, wenn sie nicht unter Zeitdruck stehen, sobald sie einen sicheren Unterschlupf gefunden haben z.B. und entwickelen ein Gerät, dass das Problem der Verfolgung irgendwie löst –> Anti-Hyperraum-Verfolgungs-Gerät.

    Warum ist das Holdo Manöver keine Standard-Militär-Taktik? Wie ihr selbst schon angemerkt habt bei der Diskussion mit dem Treibstoff bewegen wir uns hier im Nerd-Territorium und deshalb finde ich es auch etwas seltsam, dass keiner der Diskussionsteilnehmer sich eingehender mit dem Thema beschäftigt hat, sondern wieder nur gesagt wird, dass das doof ist, es anders hätte gemacht werden müssen und das es in Zufkunft Probleme gibt. Es folgen mögliche Erklärungen, warum es eben nicht immer gemacht wird:
    –> 1.) Die Raddus hat Prototyp-Schilde, die das vielleicht erst ermöglichen.
    –> 2.) Die Raddus kann nur so exakt durch die Supremacy springen, weil sie sehr nah dran ist und ihr keine Beachtung geschenkt wird, weil General Hux denkt, dass die Raddus nur etwas versucht, um von den Transportern abzulenken.
    –> 3.) Schon mal von Sternzerstörern der „Immobilizer 418 Interdictor-Klasse“ gehört. Die sind Kanon und können Schiffe aus dem Hyperraum ziehen.
    –> 4.) Es war einfach nur Zufall/Glück, dass es geklappt hat. Keine erzählerische Meisterleistung, aber möglich.

    „Maz Kanata ist in Kampfhandlungen in ihrem Lokal bei der Kommunikation in TLJ“. Offensichtlich ist ihr Schloss gemeint.
    –> TFA gesehen? Das Schloss wurde zerstört.

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  • From tpommer on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

    Interessant finde ich die Unterteilung der Analyse in ob der Film in Bezug zu TFA funktioniert und ob er als Film an sich funktioniert. Ich höre dabei heraus, dass es mir da genau anders herum geht, als euch.
    Ich habe kaum inhaltliche Probleme mit dem Film und kann was Anknüpfungen zu TFA angeht, da vieles einfach akzeptieren, dass das nun eben so inhaltlich weitergeht.
    Stattdessen habe ich aber Probleme mit dem Film als Film an sich. Ich halte ihn für einen insgesamt zu langen, langweiligen, scheinbar lieblos gemachten Superhelden-Film von der Stange, der versucht für alle Zuschauer etwas zu bieten aber – und wahrscheinlich genau deshalb – nicht auch nur irgend einem Anspruch gerecht wird, etwas besonderes zu sein. Er reiht sich für mich als Film daher genau in das Marvel/Superhelden/Franchise Kino ein, mit dem ich nichts zu tun haben will, während TFA hier einfach besser war als das.

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    • From Darth Jorge on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

      Das Argument, dass der Film streckenweise zu langweilig wäre, höre ich in letzter Zeit häufiger. Da ich beim Sehen bisher immer so „erregt“ war, was nichts mit der Spannung des Films zu tun hatte, kann ich das gar nicht objektiv einschätzen. Bin mal gespannt, wie ich das empfinden werde, wenn ich den Film als BD-Veröffentlichung rezipiere…

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  • From Jidai-Geek'i on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

    Ich fand den ersten Podcast zu TLJ zwar auch ganz gut. Allerdings gehöre ich auch zu denen,die sich noch andere Aspekte gewünscht hätten.
    Ich habe dann keinen Kommentar dazu geschrieben, weil ich verunsichert war, ob meine Meinung hier überhaupt interessiert. Denn in meinen Augen kritische aber total sachliche und gute Kommentare wurden nicht beachtet, während Einzeiler wie „TLJ gut, Podcast gut <3 Haters gonna hate :P" von den Machern selbst geliked wurden.
    Aber der zweite Podcast hat mich beruhigt. Schön, dass die Meinungsvielfalt weiter einen Platz hier hat. Ich konnte auch aus dieser Episode mehr für mich ziehen. Wenn man die Meinungen der beiden Podcast in einem gebracht hätte, wäre es sicher interessanter gewesen. Aber ich danke trotzdem für zwei tolle Episoden!

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  • From SecondUnitTamino on RT #52 – Die letzten Jedi (I)

    Ich gehe mal chronologisch mit euren Punkten im Cast mit:

    Ich glaube nicht, dass die teils so starke Ablehnung des Films generell daher kommt, dass Rian Johnson hier eine recht eigene Vision von Star Wars hatte. Zumindest ist das bei mir überhaupt nicht der Fall, ganz im Gegenteil sogar. Im Grunde wünsche ich mir genau das von einem modernen Star Wars Film. Dieses Widerkäuen der exakt gleichen Tropes bis in alle Ewigkeit langweilt mich einfach. Rogue One ging da für meinen Geschmack in die genaue richtige Richtung (dessen viele Probleme liegen ganz woanders). Das Problem ist hier aber nun vielmehr, dass dieser völlig neue Ansatz 1. mitten innerhalb einer Trilogie passiert und sich der Film damit enorm schlecht an den ersten Teil anschließt, der im Gegenteil das prototypische, moderne Soft Reboot ist; und der Film 2. in sich selbst einfach nicht gut geschrieben ist und viele unverständliche bis hin zu vollkommen unsinnigen Aspekten beinhaltet.

    Der Grund, warum ich den Film nicht völlig mies finden kann, ist bei mir ebenso die Dynamik zwischen Rey, Kylo und Luke. Warum gerade Luke’s Figur bei so vielen auf absurd starke Kritik stößt, verstehe ich eigentlich nicht so wirklich. Das ist dann wohl wirklich das zu Beginn vermutete generelle Ablehnen von neuen Ansätzen alter Tropes bzw. Figuren. Ich jedenfalls kann mir vorstellen, dass Luke’s Figur sich nach 30 Jahren (!) so entwickelt.

    Das Grund-Szenario des Films ist einfach nur abstrus. Je mehr man darüber nachdenkt, desto konstruierter und absurder wirkt es. Ich will das jetzt hier nicht nochmal alles ausführen, da gibt’s ja auch schon zig Videos drüber. Natürlich ist es schön, dass es mal eine ganz andere Idee ist, die mal nichts mit Todessternen zu tun hat, aber es macht wirklich in quasi jeder Hinsicht keinen Sinn. Und leider ist dieses Szenario eben die Haupt-Plotline des Films. Ich kann da nicht einfach sagen Star Wars war schon immer ein Märchen und deswegen kann auch der absurdeste Murks passieren und ich nehme das einfach so hin. Das war einfach zu abstrus um da mitgehen zu können. Das mit dem Hyperdrive geht auch einfach gar nicht nicht. Klar sah das super aus und war audiovisuell eines der Highlights des Films. Aber das macht auch auf so vielen Ebenen keinen Sinn, sowohl in Bezug auf die alten Filme als auch auf den Films selbst. Vorher sind doch zwei Schiffe schon abgeschossen worden, warum wurden denn die nicht auch schon als Raketen „umfunktioniert“. Außerdem verstehe ich nicht, wieso man einen der Fan-Favorites Admiral Ackbar off-screen sterben lässt, nur um sich eine neue Figur (mit lila Haaren, warum…) auszudenken, die dann diesen heroischen Moment bekommt. Das wäre doch der perfekte Moment für den Admiral gewesen, wenn er denn sterben soll.

    Diese ganze Geschichte um Phasma fand ich auch nicht sonderlich gravierend. Es wirkt zwar schon etwas merkwürdig, eine neue Nebenfigur nach 2 Filmen so zu verheizen, bevor sie auch nur irgendetwas Relevantes getan hat, aber letztendlich tut es dem Film nicht wirklich weh. Da gibt es nun wirklich andere Baustellen.

    Die Leia-Szene fand ich etwas cringy, aber jetzt bei weitem nicht so peinlich, wie sie wohl viele empfunden haben. Man wollte hier wahrscheinlich einfach eine gewisse Steigerung zu alten Macht-Fähigkeiten schaffen, ähnlich wie bei Lukes Projektion oder Yodas Feuerstoß. Damit hatte ich kein Problem.

    Yoda mal wieder als Puppe hat mir auch richtig gefallen. Ich seh das auch gar nicht als plattes Statement ala „guck mal, wir machen wieder oldschool“, sondern eine Puppe sieht für meinen Geschmack einfach viel, VIEL besser aus als jedes CGI. Vielleicht ist das in 15 Jahren nicht mehr so, aber momentan ist da immer noch ein riesiges Uncanny Valley (vgl. Tarkin in Rogue One). Gerade in Geisterform wie hier funktioniert die Puppe wirklich perfekt, da der Schimmer die Künstlichkeit fast perfekt kaschiert. Sein Auftritt war auch inhaltlich wie vieles im Film eine interessante Grundidee, also das Ablehnen der Mystifizierung der Yedi-Kultur (was sich auch als Meta-Kommentar auf das Star Wars Fandom verstehen lässt, zumindest kam es bei mir sehr so an), aber es bricht schon wirklich krass mit allem früheren, für das Star Wars und die Yedi standen.

    Den Punkt dass es doch toll ist, wenn man von einem neuen Film einer Saga auch mal überrascht werden kann, würde ich generell voll unterschreiben (hier in Bezug auf Luke z. B. auch), nur in Bezug auf Snoke ist das schon etwas fragwürdig, da hier für meinen Geschmack schon ziemlich klar zu erkennen ist, dass Abrams mehr mit ihm machen wollte, nur Johnson einfach keinen Bock darauf hatte und ihn daher einfach sterben lässt, ihn also quasi mal eben „aus dem Film schiebt“. Ich fand die Figur in TFA schon total unnötig und werde se daher definitiv nicht vermissen, aber erst den großen neuen Villain einzuführen und ihn dann einfach wieder zu verfeuern geht in Hinsicht auf die gesamte Trilogie einfach überhaupt nicht. Wie er stirbt, ist zudem total dämlich. Dass er Kylos Betrug überhaupt nicht kommen sieht, ist schon ziemlich peinlich. Ich vermute aber mal, dass in Teil 9 noch irgendwas mit ihm kommen wird ala Flashback etc. Das wird Abrams nicht so auf sich beruhren lassen.

    Mark Hamills Performance war in der Tat klasse und auch besser als alles was er früher abgeliefert hat.

    Tja, der Humor. Das Thema ist sehr, sehr subjektiv. Hier bin ich als einziges in der Diskussion wirklich gar nicht bei euch. Für mich persönlich hat das den Film wirklich in gewisser Weise zerstört. Ich fand auch Hucks einfach nur furchtbar. Ich mag Gleeson als Darsteller, aber diese Figur hier ist einfach nur peinlicher Klamauk. Es passt einfach nicht zusammen, wenn der Film mit einem „deine Mudda“-Witz auf seine Kosten beginnt, und ich danach noch emotional bei dem Tod einer Figur dabei sein soll. Das läuft einfach nur GAR NICHT zusammen. Humor bei Star Wars funktionierte bei mir z. B. beim Roboter in Rogue One sehr gut. Das waren ein paar trockene Sprüche hier und da, aber nichts so peinliches wie hier quasi jeder Witz. Die tonalen Brüche sind einfach krank. Ich verstehe echt überhaupt nicht, wie man sich daran nicht enorm stören kann, aber wie gesagt, Humor ist einfach nochmal besonders subjektiv.

    Ja, die Fan-Reaktionen sind schon krass. Ich würde zwar selber nicht mal sagen, dass ich den Film gut fand, aber hassen tue ich ihn (bis auf den Humor) nun wirklich nicht. Gefühlt nervte mich TFA eigentlich viel mehr, also dass er so ultra safe war und einfach gar keine Überraschungen hatte. Dennoch ist TFA nach normalen, quasi „objektiven“ filmischen Maßstäben (ich nenne das mal so) der VIEL bessere Film. Darüber kann man für meinen Geschmack auch kaum anderer Meinung sein. Alles, was normalerweise einen gelungenen Film ausmacht, also Character-Arcs, Story Progression, Tone etc. ist schlichtweg auf einem höheren Level in TFA – und dennoch war das ein Film, auf den ich überhaupt keinen Bock hatte. TLJ ist quasi das exakte Gegenteil: furchtbar geschrieben, tonal völlig all over the place, aber dafür durchaus interessant in seinen Ansätzen.

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  • From Ruben on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

    Star Wars: The Last Jedi verdient sicherlich ein oder gar mehrere Essays. Dazu fehlt es bei mir aber MINDESTENS an Zeit und Muse, weshalb ich einfach ein paar Gedanken zu dem Werk in den Ring werfen möchte, welche vielleicht neue Impulse setzen können:

    – The Last Jedi ist ein Bruder im Geiste zu den Episoden I bis IV, denn auch hier handelt es sich letzten Endes um einen der größten Autorenfilme des Hollywoodkinos. Rian Johnsons Vision, welche er als alleiniger Urheber des Drehbuchs zu Papier gebracht hat, konnte er scheinbar unverfälscht in Bild und Ton umsetzen, wie schon Lucas vor ihm. Ein Film dieser Größenordnung ist zwar immer ein Produkt der Arbeit hunderter, wenn nicht gar tausender Leute., aber Buch und Regie haben zweifelsohne mit den größten Einfluss auf das Endergebnis. Und somit ist Episode 8 eben ein sehr eigener, aber auch künstlerisch unheimlich erfüllender Film geworden.
    – Ich bin ein Freund des Auslassens, der Ellipse. Ein Film muss mich nicht mitnehmen, mir nichts vorkauen. Er soll mich im besten Falle hingegen als mündigen Zuschauer ernst nehmen und Raum für eigene gedankliche Brückenschläge lassen. Klar also, dass Rian Johnson in meinen Augen hier ganz Arbeit geleistet hat…

    – Der Film hätte auch The Great Escape heißen können, denn alles und jeder ist auf der Flucht: Der Widerstand vor der Ersten Ordnung. Luke vor seiner Vergangenheit und dem Schaden, welchen er der Galaxis zuzufügen fürchtet. Poe vor Zurückhaltung und Verantwortung für andere. Kylo vor seinem (guten) Erbe und den Geistern, welche er durch die Tötung Han Solos rief. Und Rey vor einem Leben ohne tieferen Sinn und Bedeutung.

    – Apropos Flucht: Die vermeintlich so langsame Verfolgungsjagd zwischen der Ersten Ordnung und der dahinschwindenden Widerstandsflotte stellt eine unheimlich originelle Form des Countdowns dar und simuliert auf wunderbare Art und Weise das Gefühl, auf einer schmelzenden Eisscholle zu stehen. Und physikalische Plausibilität sollte zwar keine allzu große Aufmerksamkeit genießen, da aber die Masse eines Körpers bei relativistischen Geschwindigkeiten immer stärker zunimmt, ist es sehr wohl nachzuvollziehen, dass unter Verwendung eines konventionellen Antriebs ein Raumschiff dem anderen nur schwerlich näherkommen kann, wenn der Gejagte am Limit kratzt.

    – The Last Jedi ist zwar kein ausgewiesener Kinderfilm (Snokes Ende etwa ist ja eine sehr spezielle Form des Weihnachts-Zweiteilers…), aber ein Film für die Kinder und Familien unserer Zeit. In Rey und Kylo können sich alle wiederfinden, welche in zerrütteten oder sogar gar keinen Familienverhältnissen leben oder sich von den Eltern entfremdet haben. Snoke hingegen steht stellvertretend für all das, was das Kindswohl gefährdet, seien es die Manipulationsversuche der Konsumgüterindustrie oder rechtlich fragwürdiger Organisationen oder auch der Pädophile am anderen Ende des Chatrooms. Und in der Ersten Ordnung sehen wir das Ergebnis, wenn Schulhofschläger, Mobbingtäter und selbsternannte Eliten sich zusammentun. Gleichzeitig ist insbesondere Yodas Botschaft an Luke ein Appell an alle Erziehenden, ihren Kindern zu vertrauen.

    – Diese Message enthielt ja auch, dass jemand durchaus stolpern und hinfallen kann. Er muss danach nur wieder aufstehen und aus der Erfahrung lernen. Deshalb durfte auch der erleuchtete Luke aus Episode VI später stolpern und sich vermeintlich zurückentwickeln. Er darf diesen Lapsus nur nicht sein weiteres Leben über Gebühr bestimmen lassen. Und deshalb darf der geneigte Zuschauer dies auch als Meta-Botschaft Rian Johnsons verstehen; denn er hat unseren Kindheitshelden hier nicht wirklich für alle Zeiten durch den Dreck gezogen und zerstört…

    – Interessanterweise wirkten bei The Force Awakens nahezu alle Parallelen zu vorherigen Episoden wie Versatzstücke oder uninspirierte Abziehbilder. Hier auf einmal entsteht zumindest bei mir das Gefühl, dass dies einfach zum ewigen Zyklus im Kampf zwischen Gut und Böse gehört. Es wird immer wieder ein unterdrückendes Imperium, eine Erste Ordnung geben. Und stets werden sich Rebellen und Widerstandskämpfer, die irgendwann doch nur noch Rebellen genannt werden, sich der Übermacht entgegenstellen. Und immer wieder wird es eine (neue) Hoffnung geben.

    – Wie sagte schon Maximilian Schells Charakter in Johsons großartigem Brothers Bloom? „Stephen, still the grand architect with your symbols. Red for temptation, white for salvation.” Und so setz auch bei The Last Jedi der Regisseur mit großen Pinselstrichen an und taucht den Thronsaal des großen Verführers Snoke in blutiges Rot, wohingegen Kylo Rens zweite Option, Rey, in vergleichsweise weiße Kleidung gehüllt ist. Und die salzweiße Oberfläche Craits verheißt Rettung für den Widerstand. Die Versuchung hingegen, in einem sinnlosen Heldenmanöver sich der Ersten Ordnung entgegenzuwerfen, hinterlässt blutrote Narben im Salz. Und somit ist auch klar, weshalb Johnson Luke Skywalker so schnell wie möglich seine weiße Robe ablegen lassen musste, denn er konnte mit seiner Geisteshaltung zu Beginn des Films einfach nicht die (Er-)Lösung sein.

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  • From McSpain on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

    Für mich die erste Folge die ich nicht bis zu Ende hören wollte. Vermutlich großes Lob an Ben und Tim hier der anderen Seite der Debatte so großen Platz einzuräumen, aber mir hat dieses rumgereite auf jedem kleinen Kritikpunkt und die dann auch noch ziemlich identische Meinung der beiden Gäste wenig gebracht und auch in den Argumenten wenig überzeugt. Deckt sich aber natürlich auch mit der übermäßigen und völlig unpassenden Kritik an der letzten Folge in der ihr 3 schon sehr gut alle wichtigen Pros und Cons des Films angesprochen habt (ohne jedes kleine Detail zu überhöhen). Ja ihr 3 hattet dann am Ende Spaß an dem Film, was ein Teil des Fandoms aktuell wohl nicht verstehen kann, aber gut. Mache euch keinen Vorwurf hier diese andere Perspektive gebracht zu haben.

    Hoffe beim nächsten mal auf ausgewogenere Gäste und das sonst übliches Hörvergnügen. Gern vielleicht auch nochmal ein paar Theorien und Analysen über den Film und seine Verbindungen zur Gesamtsaga.

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    • From Jidai-Geek'i on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

      Das ist eine sehr negativ und unausgewogen formulierte Kritik an einem Podcast, der den Film sehr sachlich kritisiert. Kann dir überhaupt nicht zustimmen! Und insbesondere für analytische Diskussionen sind gerade die Gäste die richtigen. Puren Fantalk bekomme ich in anderen Podcasts oder hier bei den Communityfolgen.

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      • From McSpain on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

        Ich für meinen Teil empfand die Kritiken am letzten Cast deutlich unausgewogener und an der Realität des Casts vorbei. Aber ich schätze wie auch beim Film gehen die Meinungen da stark auseinander. Nebenbei muss eine „Analytik“ nicht automatisch kritisch sein. Ich würde mir abseits der Community-Cast Episode auch gerne eine Folge über den Soundtrack, Themen und Figuren wünschen.

        Tiefe geht ja auch ohne eine grundlegende Gegenhaltung.

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    • From SecondUnitTamino on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

      Sollte es nicht zumindest deutlich spannender sein, sich gerade die gegenteilige Meinung zur eigenen anzuhören? Ich konnte mir die letzte Folge jedenfalls auch anhören, obwohl ich weit größere Probleme mit dem Film hatte als die Diskussionsteilnehmer und ich eine kritischere Stimme im Cast vermisst habe.

      Es klingt für mich nicht so, als ob du wirklich an einer Diskussion zum Film interessiert bist, wenn du den Podcast einfach abbrichst, nur weil er anscheinend zu sehr von deiner Meinung entfernt ist. Es ist ja nun nicht so, dass hier einfach grundlos auf irgendetwas herumgehackt wird. Es werden doch Argumente geliefert, Postionen ausgeführt etc. Wo ist hier dein Problem?

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      • From McSpain on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

        Was ich vielleicht vergessen habe zu ergänzen: Ich bin auf SWU sehr aktiv und habe da im TLJ-Diskussionsbereich die zweitmeisten Beiträge im Rekord-Kommentarstrang geschrieben. Normalerweise ist Jörg da auch sehr aktiv, war aber Gesundheitsbedingt (und wenn ich es richtig gedeutet habe auch wegen der gereizten Stimmung) in diesen Debatten nicht so aktiv wie sonst.

        Insofern habe ich nichts gegen „Gegenteilige“ Meinungen, die waren schon im ersten Podcast als sehr viel über Probleme des Films gesprochen wurde schon präsent. Mir bringt es nur keinen zugewinn mehr, da ich die besprochenen Punkte und Ansichten schon in vielen anderen Formen gesehen und mich auch dazu geäußert habe.

        Das soll natürlich nicht heißen, dass es keinen Zugewinn für andere Zuhörer hat oder hatte. Nur mir bringt es nichts, da ich in dem Teil den ich hörte keine neuen Erkenntnisse brachte. Ich hätte mir auch 3 Stunden lang Notizen machen können und dann hier die angesprochenen Punkte durchdebattieren oder direkt zu Postings verlinken können, die dazu schon auf diversen Plattformen gemacht habe (oder Artikelserien die sich damit ausführlich beschäftigen).. Aber mir (Betonung auf „mir“) bringt das nichts. Und warum sollte ich den Film oder meine Meinung jetzt die nächsten 20 Jahre verteidigen müssen? Gefühlt habe ich für mich das ausreichend getan und vom Gegenteil überzeugen wird man wohl weder mich noch die Gäste in diesen 20 Jahren.

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        • From Darth Jorge on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

          Zitat:
          „Gefühlt habe ich für mich das ausreichend getan und vom Gegenteil
          überzeugen wird man wohl weder mich noch die Gäste in diesen 20 Jahren.“

          Sprich bitte nur für dich… 🙂

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    • From Mara_Jade on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

      Diese Podcast-Folge hat halt dasselbe Problem wie auch TLJ: Sie möchte Macken des Vorgängers ausbessern! 😉 Wäre die erste Folge nicht so positiv gewesen, wäre die zweite Folge nicht so negativ gewesen.

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      • From Darth Jorge on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

        Ich hatte McSpain schon bei SWU erläutert, dass diese Trennung von vornherein so gewünscht war und Christoph und ich entsprechend geladen wurde. Auch in einer anderen Mischung hätte ich es wohl als meine Aufgabe gesehen, die Kritik anzubringen. Aber zumindest wäre die dann von positiven Aspekten unterbrochen worden, denen ich dann manchmal zustimmen – und die ich vielleicht sogar um Facetten erweitern hätte können. Insofern kann ich dir nur zustimmen. 🙂

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        • From Tim on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

          Yo zusammen! =)

          Da es halb hinter die Kulissen geht, wollte ich kurz ergänzen: Der Plan für beide Folgen war älter als der Film, nämlich letztlich wieder, was wir vor einem Jahr für Rogue One gemacht haben – erst eine semi-frühe Reaktionsfolge von der Dauerbesatzung, dann eine tiefergehende Besprechung mit unseren (im allerbesten Sinne!) Star Wars Professoren, sobald wir alle mehr Zeit hatten, den Film zu sehen und arbeiten zu lassen.

          Entsprechend waren beide Konstellationen unabhängig von der jeweiligen Meinung ihrer Teilnehmer (wie fast alle 51 vor ihnen). Aber – wie Jörg oben schon sagte – zumindest die zweite Folge entstand im vollen Wissen um selbige. Anders gesagt: Wir wussten, wen wir uns da ins Haus holen, und wir werden es wieder tun. 😉

          Gleichzeitig kann ich absolut verstehen, wenn jemand die erste Folge zu positiv, die zweite zu negativ, beide Folgen zu einseitig, etc. fand. Das ist immer unser Risiko, jah… Wobei ich noch ergänzen würde, dass die Wechselwirkung in beide Richtungen läuft: Hätten wir nicht schon in der ersten Folge gewusst, dass die Luke-Frage zentral für die zweite wird, hätte ich uns dort länger drauf festgenagelt, was wiederum die zweite entlastet hätte. Ein bisschen eine selbsterfüllende Prophezeiung, und – wie die meisten ihrer Art – nicht ganz ideal.

          Hm. Wir arbeiten daran. Wobei ich aus den zwei Folgen jetzt eher mitnehme, dass wir deutlicher machen müssen, dass jede Meinung ihre Berechtigung hat. Das ist der Teil, der mir – speziell als, nun ja, seit fünf Jahren der Verantwortliche fürs Hörerfeedback – wirklich zu denken gibt. Dass man die eigene Meinung nicht in jeder Folge wiederfindet, gehört irgendwo dazu (und hey, manchmal *bin* ich in Folgen und finde mich trotzdem nicht wieder). Aber wenn man das Gefühl hat, man wäre nicht trotzdem willkommen, *dann* ist das ein Problem, ja. Wir arbeiten dran. =/

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      • From McSpain on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

        Um meine These zu TFA und TLJ dann auf die Casts anzuwenden:
        These und Antithese. Fehlt also noch Episode 9: Synthese.

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  • From Vanuk on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

    Wie erwartet die übliche Klüngelei mit SWU, Meinungen von anderen Fans sind anscheinend nicht interessant. Als langjähriger PSW-User spreche ich wahrscheinlich für unsere Community wenn ich sage, wir kommen uns verarscht vor.

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    • From Master Kenobi on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

      Als Admin des PSW hab ich hier einen sehr guten Einblick. Hier mal die Fakten:

      1. Mehrere User aus dem PSW hatten interesse, beim Podcast mitzumachen. Keiner wurde je gefragt. Mir wurde erklärt, man würde mich ab sofort öfters einladen, auch zu mir hat man den Kontakt anscheinend eingestellt.

      2. Wir haben Radio Tatooine ein eigenes Unterforum zur Verfügung gestellt, und das RT Team läßt es verwaisen. Keiner hält es für nötig, mal irgend etwas zu posten oder auf Beiträge zu reagieren. Ihr loggt Euch ja nicht mal mehr ein.

      3. Das PSW war es, das Radio Tatooine unter den Fans bekannt gemacht hat. Wir haben Euch massiv beworben, immer wieder auf die Podcasts hingewiesen. Die meisten Stammhörer der ersten Zeit kamen von uns. Übrig sind davon praktisch keine mehr, die Resonanz im PSW bzgl Radio Tatooine ist auf praktisch Null gesunken. Die Gründe liegen auf der Hand.

      Übrigens höre ich den Podcast immer noch, ich hab nur keine Lust mehr es noch zu kommentieren.

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  • From Hemator on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

    Sehr schöne und ausgewogene Besprechung, ich habe mich da sehr oft wiedererkannt, sowohl was die Elemente angeht, die mir gefallen, als auch meine Kritikpunkte. Grundsätzlich finde ich es ja gut, dass Rian Johnson neue Wege beschreitet, nur die Art, wie er es tut, sagt mir nicht immer zu.

    Für mich ist das Fehlen von Kontext tatsächlich eine der größten Schwächen und auch Enttäuschungen von „The Last Jedi“, besonders nachdem es hieß, Rian Johnson hätte einige Ideen zu Claudia Grays „Bloodline“ beigesteuert. Nach dem Lauftext erfahren wir dann ja wirklich gar nichts mehr über die größere Galaxis. Für mich fühlt sich der Konflikt hier (und natürlich auch in TFA, mit Ausnahme des Hosnian-Prime-Intermezzos) immer ein wenig an, als würden sich Widerstand und Erste Ordnung irgendwo in einem hinteren Winkel der Galaxis prügeln, ohne dass das wirklich größere Auswirkungen hätte. „The First Order reigns supreme“ – was sagt uns das? In keinem der beiden Filme erleben wir, dass die Erste Ordnung tatsächlich mal wirklich herrscht, sie greift an, macht kaputt und verschwindet wieder, aber sie unterdrückt nicht, sie übt keine Macht aus. Man kann über die Prequels sagen was man will, sie haben zumindest mir immer ein relativ gutes Gefühl dafür vermittelt, wie der aktuelle Status Quo in der Galaxis aussieht, und auch die OT hat das (mit verhältnismäßig beschränkten Mitteln) gut hinbekommen. Die beiden Sequels dagegen – hier ist das größere Bild, der Kontext einfach absolut nicht greifbar.

    Auch die ganze Snoke-Geschichte sehe ich sehr ähnlich. Die Erwähnung von „Darth Sidious“ (nicht „Palpatine“, nicht „der Imperator“) fand ich auch ziemlich kurios. Ohne das Wissen darum, wie Disney an die Sequels herangeht und wie viel da vorausgeplant wird (de facto gar nichts) hätte ich vermuten können, dass diese Erwähnung und der Einsatz des Palpatine-Themas auf etwas hinarbeiten… nun ja, wer weiß. Hat J.J. Abrams nicht irgendwo mal in einem Interview gesagt, Episode IX werde auch die Prequels stärker berücksichtigen, sodass es ein würdiges Finale der gesamten Saga gibt? Als Sidious-Fan hoffe ich jedenfalls darauf, dass Ian McDiamird noch einmal die ikonische schwarze Kutte anlegen darf, völlige egal ob in einem Saga-Film oder Spin-off, ob als Hologramm, Machtgeist oder in Fleisch und Blut.

    Und noch zum Soundtrack: Auch da Zustimmung, wobei ich ihn noch ein wenig höher bewerten würde. Es gab da ein interessantes Interview mit Rian Johnson, wo er sein Vorgehen diesbezüglich erklärt. Normal sind Spotting-Sessions, wo Regisseur, Komponist (und diverse andere Leute) sich den Rohschnitt anschauen und entscheiden, wo Musik gespielt wird, welche Themen wann zum Einsatz kommen etc – so lief es unter Lucas. Johnson hat aber lediglich den Rohschnitt mit einem Temp Track aus bereits bestehender SW-Musik unterlegt und dass dann John Williams gegeben mit der Anweisung: „So ähnlich, mach dein Ding.“ Und manchmal fällt das auch sehr deutlich auf, Yodas Thema ist da ein gutes Beispiel, der längere Einsatz in „The Sacred Jedi Texts“ ist fast identisch mit der Konzert-Suite des Episode-V-Soundtracks. Ein weiteres Kuriosum ist der (zugegeben etwas verfremdete) Einsatz von „Battle of the Heroes“ im letzten Drittel von „Main Titel and Escape“.

    Und auch ich hätte mir mehr Entwicklung für Kylo Rens Thema gewünscht. Ein Thema für die Erste Ordnung wäre auch nicht übel gewesen – es gibt so ein paar Szenen, die danach verlangt hätten, wo dann aber Kylo Rens Thema auftaucht (etwa gleich am Anfang, wo Flotte der Ersten Ordnung über D’Qar aus dem Hyperraum tritt). Zugegebenermaßen war es bei den beiden Vader-Themen nicht anders, aber zumindest in TFA galt das Kylo-Ren-Thema auch wirklich nur ihm. Ein wenig erinnert mich der TLJ-Soundtrack an Howard Shores Score für den dritten Hobbit-Film, da hat Shore auch nur drei neue Themen geschrieben (für Dáin Eisenfuß, die Gundabadorks und die Kriegsvorbereitung), die darüber hinaus nur eine verhältnismäßig kleine Rolle spielen. Allerdings hat Shore mit den bestehenden Themen weitaus mehr gemacht als Williams für Episode VIII. Trotz all dieser Kritikpunkte ist der TLJ-Score immer noch herausragend, kaum ein Komponist beherrscht das Orchester derart und lässt Leitmotive so gut mit- und gegeneinander arbeiten wie Williams (Howard Shore ist der einzige, der da mithalten kann). Gerade „Main Titel and Escape“ und „The Battle of Crait“ sind exzellente Beispiele. Die Entwicklung des Widerstandsmarsches war für mich auch ein Highlight, ebenso wie die faszinierende Fusion aus Lukes TLJ-Thema und dem Imperialen Marsch in der zweiten Hälfte von „The Spark“. Nebenbei: Schön, dass Christoph den Youtube-Kanal Sideways frequentiert, ich finde seine Inhalte zu Filmmusik alle sehr gelungen.

    Ein Element, auf das ich dieses Mal auch sehr gespannt bin, ist Jason Frys Romanadaption des Films, die ja erst im März erscheint – ob das bedeutet, dass hier vielleicht die Inhalte nachgeliefert werden, die ich im Film vermisst habe? Auf jeden Fall ist so ein spätes Datum doch sehr ungewöhnlich und ich verspreche mir deutlich mehr als vom misslungenen Alan-Dean-Foster-Werk zu Episode VII.

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    • From Hemator on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

      Noch ein kleiner Off-Topic-Nachtrag zur ersten Besprechung: Gollum hat in den HdR-Filmen, wie sich das für jemanden mit gespaltener Persönlichkeit gehört, natürlich zwei unterschiedliche Themen, eines für Sméagol und eines für Gollum, wobei das Gollum-Thema (fast immer auf dem Cimbalom gespielt, das macht es recht distinktiv) erst ab „Die zwei Türme“ auftaucht, während das Sméagol-Thema schon in „Die Gefährten“ erklingt. „Gollums Song“ ist eine Erweiterung des Sméagol-Themas. Im Track „Riddles in the Dark“ des ersten Hobbit-Films hat sind beide Gollum-Themen (und das Thema „Geschichte des Rings“, mit dem das Sméagol-Thema ziemlich eng verwandt ist) alle sehr gut herauszuhören.

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      • From McSpain on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

        Hier gibt es noch eine Analyse zum TLJ OST und er greift auf, dass Kylo in TLJ eigentlich drei Themes hat die sich evtl. in Episode 9 zu seinem großen Theme ergänzen könnten:

        https://www.elitedaily.com/p/the-last-jedi-music-reveals-more-about-kylo-ren-than-you-realize-exclusive-7664753

        Sehr schön dazu auch der Absatz über Reys-Eltern. Das ihr Theme eben nur einen Bezug zum Force-Theme und keinen anderem Theme hat.

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  • From Mara_Jade on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

    Hallo zusammen,

    danke, danke, danke für eine wundervolle Folge, die alles, was in der letzten Sendung fehlte, nachgeholt hat! V.a. Jörg, mit dem ich ja zu über 90% übereinstimme, was TLJ angeht, hat seine Position toll argumentiert.

    Ich fand es auch gut, dass der Konsens in die Richtung ging, dass TLJ höchstens als Film funktioniert, der auf sich allein gestellt ist, nicht aber als Fortsetzung von TFA und auch nicht so recht im Kontext der Gesamtsaga. Auch schön, wie Christoph immer wieder betont hat, dass er sämtliches SW-Wissen außerhalb von TLJ bewusst verdrängen und ausblenden muss, um den Film genießen zu können.

    Beim Hören eures Podcasts ist mir eine Erkenntnis nochmals ganz klar geworden: Das Problem von TLJ ist es, dass er sich komplett auf die junge Generation (Rey & Kylo) konzentriert und die alte Generation (Luke & Snoke) nur als Mittel zum Zweck sieht, um gewisse Entwicklungen und Handlungsbögen für die junge Generation anzustoßen. Daher auch Johnsons Aussage, dass es aus Reys Sicht nichts gebracht hätte, wenn Snoke ihr erklärt hätte, dass er Plagueis ist. Aus Reys Sicht ist auch Lukes Verhalten in TLJ nicht unlogisch, da sie ihn ja nur so kennt. Er ist eben eine „Nebenfigur“ mit dienender Funktion, deren Hintergründe nach Johnsons Meinung nicht näher beleuchtet werden müssen. Das würde in einem Stand-alone-Film wunderbar funktionieren. Da muss man die Mentorenfiguren und ihre Hintergründe nicht genau erklären. Es reicht, wenn sie als Charaktere relativ flach bleiben und ihren Zweck erfüllen. Hier liegt dann aber das fundamentale Missverständnis von Rian Johnson: Einen Luke, den wir schon aus der OT kennen, (und evtl. auch einen Snoke, der das bekannte Happy End der OT zerstört hat) kann er nicht so behandeln. V.a. Luke ist eine Figur aus eigenem Recht und es genügt aufgrund der Historie des Franchises eben nicht, ihn einfach so darzustellen, wie es am dienlichsten für die Geschichte von Kylo und Rey ist. Die meisten Kinogänger werden sich vor TLJ auch nicht gefragt haben „Wie geht es mit Kylo und Rey weiter?“, sondern „Was ist mit Luke?“. Das hat Johnson einfach komplett missachtet. Er hätte Lukes Entwicklung meiner Meinung nach nicht seinen Wünschen für die Kylo-Rey-Handlung unterordnen und anpassen dürfen, sondern TATSÄCHLICH zuerst fragen „Who is Luke?“. Die Antwort auf diese Frage hätte dann eine Einschränkungen der Optionen für die Kylo-Rey-Handlung ergeben, die berücksichtigt werden müssen.

    Hier muss ich auch noch kurz einwerfen, wie passend ich die Aussage fand „Man hätte in TLJ auch erzählen können, dass Luke jetzt Verkäufer von gebrauchten Speedern ist, da Leute sich in 30 Jahren schon mal ändern.“ Da musste ich wirklich herzlich lachen, da die lustig und provokant formulierte Aussage den Nagel einfach auf den Kopf trifft. Veränderungen von schon bekannten Figuren müssen einfach immer begründet werden, da wir sie sonst nicht glauben können. Und je krasser die Veränderung, desto besser muss die Begründung sein. Fertig, aus.

    Was mich auch immer wieder erstaunt, ist, wie viele Fans doch TLJ trotz all seiner Probleme in Charakterisierung und Storytelling genießen können. Für mich sind diese beiden Punkte einfach KO-Kriterien. Wenn die nicht stimmen, dann kann da noch so ein Feuerwerk von wahnsinnig tollen Bildern auf mich einprasseln – das lässt mich dann einfach kalt, weil die emotionale Verbindung zu den Figuren fehlt. Die Mängel, die ich in diesen zentralen Aspekten sehe, kann und will ich auch nicht ausblenden, da ich mich persönlich nicht so krampfhaft verbiegen will, nur um einen Film zu mögen. Da bleibe ich lieber den Ansprüchen, die ich an gute Geschichten habe, treu und sage unpopulär, aber ehrlich mir selbst gegenüber: „Dieser SW-Film ist meiner Meinung nach einfach nicht gut.“ Das tut zwar als Fan kurz weh, aber ich bin mittlerweile schon darüber hinweg. Man kann auch Fan sein, ohne krampfhaft alles gut finden zu müssen. Nicht jeder Fan findet jeden SW-Roman oder -Comic gut. Warum sollte das bei den Filmen anders sein?

    In diesem Sinne freue ich mich schon mal auf die Community-Folge, wobei ich noch nicht weiß, ob ich es mir selbst nochmals antun will, all die Punkte, die ich in den vergangenen Wochen zig mal auf Facebook (und auch hier) argumentiert habe, nochmals mit glühenden Verteidigern von TLJ zu diskutieren. Aber zuhören werde ich auf jeden Fall. 🙂

    LG
    Mara_Jade (Ines)

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    • From McSpain on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

      „Was mich auch immer wieder erstaunt, ist, wie viele Fans doch TLJ trotz all seiner Probleme in Charakterisierung und Storytelling genießen können. Für mich sind diese beiden Punkte einfach KO-Kriterien.“

      Ich denke das Problem mit uns TLJ-Mögern ist nicht, dass wir Probleme mit Charakterisierung und Storytelling ignorieren sondern, dass wir die Charakterisierung und das Storytelling in TLJ mögen und sehr gut finden. Wir reden hier ja schließlich von keiner Debatte wie bei TFA. Die ganze Debatte geht schon in eine andere Richtung und die scheint wirklich diesmal an fundamental anderen Ansichten zu liegen. Und vielleicht liegt da auch die Krux in der Diskussion darüber. Es gibt (im Gegensatz zu TFA) nicht mal wirklich eine Basis auf die sich Hater und Lover gerade einigen können.

      Was deinen Kommentar zur Community-Folge angeht kann ich dir als TLJ-Verteidiger nur zustimmen. Ich hatte erst große Lust, aktuell aber keine Energie mehr mich mit dem ganzen Gemeckere und immer und immer wieder zu beschäftigen. Generell ist es schon traurig genug, dass ich einen Film oder mein Mögen eines Filmes Verteidigen muss.

      Aber du musst aufpassen, Jorge will uns glaube ich gegeneinander antreten sehen. 😉

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      • From Mara_Jade on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

        Oh, da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Selbstverständlich verstehe ich es, dass andere das Storytelling und die Charakterisierung gut finden und den Film dann dementsprechend auch genießen. Was ich nicht verstehe, ist die Einstellung „Ich sehe zwar im Storytelling und der Charakterisierung große Probleme, aber ich konnte den Film trotzdem genießen.“ Solche Einstellungen kamen im Podcast teils zutage und darauf habe ich mich bezogen. Wenn ich nämlich Probleme in diesen Bereichen wahrnehme, dann folgt für mich automatisch, dass ich den Film nicht genießen kann, weil diese beiden Felder das Herzstück eines Films sind. Wenn man sie als nicht gelungen wahrnimmt, müsste man eigentlich den gesamten Film als nicht gelungen ansehen. Ich hoffe, das war jetzt verständlicher. 🙂

        Ja, ich weiß, Jorge würde uns sehr gern gegeneinander antreten sehen. 😀 Aber momentan fehlt mir wirklich ein wenig der Elan. Hier uns da poste ich noch kurz meine Meinung zu diversen Diskussionen, aber oft fang ich auch schon an, einen Kommentar zu tippen und denk mir dann „Komm, lass es, du regst dich nur unnötig auf und die, die TLJ gut finden, wird es eh nicht überzeugen.“ Beide Seiten reden halt mehr oder weniger gegen eine Wand, da jeder seine nun schon recht fest gefasste Meinung hat. Man ging halt mit einem guten oder schlechten Gefühl aus dem Kino und das kann man zwar im Nachhinein mit zahlreichen Sachargumenten stützen, aber mit 1000 Gegenargumenten nicht ändern.

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        • From Darth Jorge on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

          Hallo Ines,

          Zitat:
          „Was ich nicht verstehe, ist die Einstellung „Ich sehe zwar im Storytelling und der Charakterisierung große Probleme, aber ich konnte den Film trotzdem genießen.“ Solche Einstellungen kamen im Podcast teils zutage und darauf habe ich mich bezogen.“

          Ich vermute mal, dass du nicht speziell mich damit meinst, aber auch ich habe ja zumindest gesagt, dass man mit dem Film seine Freude haben kann. Ich hoffe, ich habe deutlich gemacht, dass mir dies nur durch diverse Ausblendungen gelingt und ich praktisch Stellenrezeption betreiben muss. Und dies ist dann letztlich keine Aufwertung des Films, sondern macht einmal mehr meine Kritik aus „professioneller“ Sicht deutlich. Geschuldet war dies wohl dem Ansinnen, dass ich auch der Fraktion ein gewisses Verständnis entgegen bringen wollte, die den Film mögen. Und wenn man z.B. den Film separat betrachtet und somit Luke nicht als die Fortführung einer bereits etablierten Person, muss man mit einem für mich ganz kritischen Punkt schon mal keine Probleme haben. Wenn ich „auch“ eine gewisse Freude bei dem Film haben kann, dann liegt das an Set-Pieces wie „Luke auf Crait“, die ich wirklich großartig fand. Aber – wie gesagt – da wären wird dann bei Stellenrezeption.
          Nebenbei bemerkt ist dies jedoch auch ein Vorgehen, dass mir bzgl. „Star Wars“ nicht ganz unbekannt ist. Es gibt nämlich nur wenige SW-Romane die ich durchweg als großartig empfinde. Dagegen gibt es so einige, die ich zumindest wegen gewisser Handlungs-Passagen oder Ideen sehr schätze.

          Zitat:
          „Ja, ich weiß, Jorge würde uns sehr gern gegeneinander antreten sehen.“

          So will ich das gar nicht verstanden wissen. Richtig ist, dass ich gerne deine Meinung dort vertreten sehen/hören würde. McSpain habe ich dieses „Duell“ nur empfohlen, damit er einmal selbst dafür verantwortlich sein kann, dass ein Podcast nicht unausgewogen daherkommt. 🙂

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        • From McSpain on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

          Okay. Vermutlich störte mich dann genau das am Podcast. Eben eine gegenteilige Meinung, die Argumentativ gegen Christoph und Jörg mitgehalten hat.

          Zumindest kann ich dir sagen, dass es mir vom komplett anderen „Lager“ genau so geht wie dir. Elan und Energie ist weg und oft spar ich mir den Kommentar, weil man gegen die festgefahrenen Ansichten nicht ankommt.

          Schon irgendwie schön, dass wir in der Gegensätzlichkeit hier gerade etwas seeeeehr gemeinsam haben. ^^

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          • From Darth Jorge on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

            Hiho McSpain

            Zitat:
            „Elan und Energie ist weg und oft spar ich mir den Kommentar, weil man gegen die festgefahrenen Ansichten nicht ankommt.“

            Das schreibst du (auch bei SWU) zwar immer wieder, doch ich sehe davon nichts. Deine Schlagzahl bzgl. der TLJ-Verteidigung ist ungebrochen hoch und selbst das dummbatzigste Bashing ist es dir noch wert, deine Worte dagegen zu halten. Ist ja auch ok, nur musst du dann auch nicht ins Feld führen, dass du dir das Kommentieren inzwischen häufig sparst.

            Zu deiner Podcast-Kritik, die du ja auch schon bei SWU getätigt hast, habe ich dort ja schon geantwortet. Bei der aktuelleren hier erinnerte ich mich aber wieder an die entsprechende Aftershow-Diskussion. Die Teilnehmer sitzen nach der Podcast-Aufnahme ja noch etwas zusammen und plaudern über alles Mögliche – häufig auch über Themen jenseits von „Star Wars“. Diesmal ging es aber durchaus auch um die Reaktionen auf die letzte Episode und wir spekulierten, wie der gerade aufgenommene Podcast wohl angenommen wird. Ich habe in diesem Zusammenhang durchaus mit Kritik von gewissen Seiten gerechnet und habe dich als Beispiel angeführt. Insofern kann ich nur sagen, dass du meine Erwartungen voll erfüllt hast.
            Wobei, nein, ich muss mich korrigieren. Mit deinem „alte, weiße Männer“-Tweet hast du meine Erwartungen sogar getoppt.

            Aber zurück zum Thema „Verteidiger-Position“:
            Die ist mir wahrlich sympathisch, und ich kann dich bzgl. TLJ beruhigen, denn auch ich werde mich wieder mehr darauf konzentrieren, das zu verteidigen, was ich schätze, anstatt das zu kritisieren, was mir Probleme bereitet. Insofern gehören die TLJ-Diskussionen bald dir… 😀

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          • From McSpain on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

            Nur weil ich viel schreibe heißt es nicht das ich nicht bereit Kommentare spare. 😉

            Habt ihr dort auch besprochen welche Hörer und Kommentatoren diese Cast lieben werden? Das war natürlich auch recht vorhersehbar oder nicht? Ich denke einen Rian Johnson hat kaum jemand hingelegt und irgendwelche Erwartungen durchbrochen.

            Und bitte nicht den Tweet halbieren. Es ging in dem Tweet darum, dass mir in diesem Cast Sissi fehlte die sowohl in Meinung zur ST und auch demographisch als Gegenpol hätte dienen können. Und als ihr dann im Cast angefangen habt ihre Aussagen aus dem vorherigen Cast anzugreifen ohne das die andere Meinung hätte darauf antworten können fand ich das sehr schade und löste besagten Tweet aus.

            Vielleicht hätte ich schon nach den Vorzeichen diesen Cast nicht hören sollen. Aber beim TFA Cast nahm ich damals sogar Christoph in Schutz als er angegangen wurde, da ich die Argumentation und die Vielfalt der Debatte im entsprechenden Cast sehr gut fand. Und ich bleibe dabei, dass Ben, Tim und Sissi im ersten Teil Cast nicht blind alles abgefeiert haben sondern eine sehr gute Rezension des Films mit all seinen Stärken und Schwächen ablieferten. Und bereits da tat es mir leid wie ich hier in den Kommentaren fast schon nach dem Gegen-Cast verlangt wurde und damals Bens fast schon verteidigen Haltungen den Film sehr zu mögen irgendwie Realität wurde.

            Daher braucht es vielleicht wirklich keinen weiteren Streit-Cast mehr weil nur jede Seite die Erwartungen wiederholen würde. Es braucht vermutlich Zeit und dann den Johnson-Wir-Räumen-Hier-Mal-Auf-Cast bzw dann die Synthese des ganzen.

            Ein Glück das wir jetzt einen schnellen Solo und dann etwas Pause kriegen.

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          • From Darth Jorge on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

            @McSpain

            Zitat:
            „Und bitte nicht den Tweet halbieren. Es ging in dem Tweet darum, dass mir in diesem Cast Sissi fehlte die sowohl in Meinung zur ST und auch demographisch als Gegenpol hätte dienen können.“

            Ich weiß nicht so recht, wie dies die Wortwahl relativieren soll, aber wir sollten und hier nicht mit so einem Kram aufhalten. Move along… move along!

            Zitat:
            „Und als ihr dann im Cast angefangen habt ihre Aussagen aus dem vorherigen Cast anzugreifen ohne das die andere Meinung hätte darauf antworten können fand ich das sehr schade“

            Und das ist jetzt schlicht falsch. Selbst wenn ich eine Gegenmeinung formuliert hätte, wäre dies ja völlig legitim. Aber ich führte Sissis „Double Feature“-Aussage ja nur an, weil mich diese entsprechend darüber nachdenken ließ (Credit, wem Credit gebührt!) und fügte sogar noch hinzu, dass sie dies aus einer anderen Perspektive beleuchtet hat, als ich es nun tun würde. Ich sage sogar explizit im Podcast, dass ich ihrer Sicht daher gar nicht widerspreche! Daraus einen „Angriff“, der mir im Bezug auf Sissi nicht im Traume einfallen würde, herauszuhören, ist schon beachtlich!
            Was ist das? Getrübte Sicht, da du – wie auf SWU ja geäußert – dem Podcast bereits im Vorfeld mit Skepsis begegnet bist? Oder Unaufmerksamkeit, da du das Hören ja immer wieder unterbrechen musstest, was so ein „Missverständnis“ dann entschuldigen könnte?

            Aber nein, ich will es gar nicht wissen und dir zur Abwechslung mal das Kommentarsparen erleichtern… 😀

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    • From Darth Jorge on RT #53 – Die letzten Jedi (II)

      Hallo Ines!

      Zitat:
      „In diesem Sinne freue ich mich schon mal auf die Community-Folge, wobei
      ich noch nicht weiß, ob ich es mir selbst nochmals antun will, all die
      Punkte, die ich in den vergangenen Wochen zig mal auf Facebook (und auch
      hier) argumentiert habe, nochmals mit glühenden Verteidigern von TLJ zu
      diskutieren.“

      Ich hoffe, du gibst dir da doch noch einen Ruck, denn ich fände es sinnig und persönlich erfreulich, deine Meinung dort vertreten zu sehen bzw. zu hören. Dass man sich zwangsläufig auch wiederholt, ist imho auch wenig tragisch, denn das ist in einem sich entwickelnden Diskurs unumgänglich und zum Teil auch nötig, um die bisherigen Aussagen um weitere Facetten zu bereichern.

      In diesem Sinne! 🙂

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  • From Florian Tagaren on RT #52 – Die letzten Jedi (I)

    Danke für den tollen Cast

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  • From Ruben on RT Buchclub #11 – Twilight Company / Inferno Squad

    Star Wars: Battlefront II – Inferno Squad

    Sollte das Buch ein Vorgriff auf das dazugehörige Spiel sein, dann handelt es sich bei diesem wohl um so ein Arthouse-Game: Man sitzt im Zwielicht in einer Höhle mit ein paar harmlosen Gestalten herum, und plötzlich ist es vorbei… Aber vielleicht doch erst einmal alles der Reihe nach.
    Das Buch steigt erfrischenderweise ohne großes Vorgeplänkel in die zunächst straffe Handlung ein. Schnell gelangt man von der Zerstörung des Todessterns über die Etablierung des Teams und des Vater-Tochter-Konflikts zu den ersten Einsätzen, welche mehr mit Mission: Impossible oder Alias gemeinsam haben, wenn auch nicht mit so vielen schönen technischen Gimmicks. Doch dann ist es bald schon vorbei mit der Herrlichkeit.
    Der Plan, die Dreamer zu infiltrieren, wird gefasst und bei der Einsatzbesprechung im Detail erklärt. Und dann bekommt man unnötigerweise von der Autorin noch einmal erzählt, wie das alles auch wirklich planmäßig in die Tat umgesetzt wird. Eine ermüdende Redundanz. Aber das ist nur der Anfang. Was ihr im Podcast noch als Witz gebracht habt, dass beispielsweise Two-Tubes sich alleine am Tisch mit ausschließlich Doppelagenten des Imperiums wiederfindet, tritt hier im Endeffekt ein, obgleich natürlich nicht so überzeichnet. Die Dreamer erscheinen obendrein wie ein unfähiger Haufen mit einer Menge Typen, die eigentlich ziemlich harmlos sind und welche Ayden Versio notfalls wohl auch alleine erledigen könnte. Es stellt sich in keinem Moment ein Gefühl der Gefahr oder des möglichen Scheiterns ein. Die Handlung plätschert dahin, das Grau der immerwährenden Dämmerung überträgt sich auf den Leser.
    Letztendlich haben wir es hier – überspitzt gesagt – vielleicht doch eher mit der Kinderversion eines Agententhrillers zu tun. Die Imperialen laufen, mit einer kleinen, aber auch nicht wirklich konsequenten Ausnahme, nie Gefahr, ins Zweifeln zu geraten oder eine Identitätskrise zu kriegen. Die Dreamer schlagen sich dazu eigentlich auch noch quasi alleine. Und es fällt einem relativ leicht, auf der Seite von Ayden & Co. zu sein, denn unfähige Freiheitskämpfer mit terroristischen Methoden taugen nicht gerade zum Sympathieträger. Golden, oder vielleicht auch eher ihre redaktionellen Vorgaben, gehen nicht dahin, wo es wehtut, lassen die Inferno Squad lieber auf korrupte Imperiale los, als dass wir unsere moralisch einwandfreien und geliebten klassischen Rebellen im Fadenkreuz der Erzählung wiederfinden müssten. Und die Figuren aus dem Volkshochschulkurs für kreatives Schreiben (die toughe Soldatin, welche nie von Papi geliebt wurde, ihr obrigkeitshöriger Mustersoldatenfreund, der Technikfreak und das junge Nachwuchswunderkind, welches sich dann – Oh, Wunder – doch noch als Schwachpunkt erweist) tragen ebenso wenig zur Güte des Romans bei. Und was soll das mit dieser dämlichen, langweiligen Höhle? In „Rumo & Die Wunder im Dunkeln“ von Walter Moers, da kriegt man eine Höhle, die sich gewaschen hat, mit Wolpertingern und General Ticktack! Oder auch die „Höhle des Schreckens“ vom mächtigen Skeletor (Folge 5 der Masters of The Universe-Hörspiele), da war noch was los…! Dazu finde ich es – und an dieser Stelle werde ich wieder etwas ernster – in der heutigen Zeit bedenklich, dass hier noch immer suggeriert wird, dass Folter tatsächlich zählbare Ergebnisse bringen kann.
    Natürlich haben meine Ausführungen viel mit meinen persönlichen Vorlieben für rasant voranschreitenden Plot und gepfefferte Dialoge zu tun. Der Roman ist meiner Meinung nach auch nicht per se schlecht, mutiert aber letzten Endes nach etwa einem Drittel zu einem Schnarcher vor dem Herrn…
    Aber vielleicht steckt doch noch etwas Poesie in dem Werk. Sowohl die Dreamer wie auch die Imperialen sind letztendlich aufgrund ihrer Taten verdammt und Tellik IV stellt mit seiner immerwährenden Dämmerung eine Art Vorhölle dar, aus welcher man kaum zu entkommen vermag. Am Ende dann kommen seelenlose und unbarmherzige Maschinen, um die Toten der ewigen Verdammnis zuzuführen. Und solch eine Sicht auf die Dinge fügt dem Werk doch wieder eine ordentliche Portion Salz und Pfeffer hinzu…

    Star Wars: Phasma

    Der neue Kanon hat im Bereich der Romane schon so einiges zu bieten gehabt. Den Politthriller („Bloodline“). Die tragische Liebesgeschichte („Lost Stars“). Die Mühlen des Krieges („Twilight Company“). Den Best Buddies Road Trip („Lords of The Sith“). Oder auch den guten alten Langeweiler („A New Dawn“, „Ahsoka“ u.a.). Aber „Phasma“ füllt unerwarteterweise eine Lücke, welche nie hätte entstehen dürfen – die des waschechten Abenteuers.
    Delilah S. Dawson präsentiert uns hier mit erzählerischer Wucht eine Geschichte, die sich durch eine faszinierende postapokalyptische Welt pflügt, deren einnehmende Atmosphäre zwischen so unterschiedlichen Werken wie Jack Kirbys „Kamandi – Last Boy on Earth“, Robert E. Howards „Conan“ oder auch Ridley Scotts „Alien: Covenant“ (Hey, die ersten zwei Drittel des Films waren von der bedrohlichen Stimmung her vom Feinsten…!) pendelt. Dabei lässt die Autorin uns mit der Titelheldin – deren Blickpunkt wir zum Glück nie einnehmen, so dass stets genügend Mysterium bewahrt wird – im einen Moment mitfiebern, um uns im nächsten dazu zu bringen, sie abgrundtief zu hassen. Und jedem künstlerischen Werk, welches solche Emotionen hervorruft, muss Relevanz zugesprochen werden. Auch einem Franchise-Tie-In-Roman.
    Die Rahmenhandlung freilich kommt erst etwas hölzern daher, entwickelt aber schlussendlich doch genügend Eigenständigkeit, um dem Werk zumindest nicht zu schaden. Und die gewährten Einblicke in die inneren Machenschaften der First Order sind durchaus willkommen.
    Somit verbirgt sich in der etwas generisch wirkenden Muschel, welche die Schale eines weiteren uninteressanten und nicht gewollten biographischen Romans trägt, eine Perle der reinen Lesensfreude, welche sich an meine persönliche Spitze des Unterhaltungswerts im neuen Kanon setzt.

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  • From Isi on RT #52 – Die letzten Jedi (I)

    Habe eine kleine Frage:
    Wie kann Luke Leia die Würfel geben, wenn er sich nur dort „hinprojeziert“ hat?
    Verstehe ich nicht!
    Danke für die Antwort

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  • From Luke Skywalker on RT #52 – Die letzten Jedi (I)

    Hey also Ich hab TLJ jetzt 3 mal gesehen und muss sagen dass der Film einen sehr spaltet. Es gibt Szenen und Sachen in dem Film die sind der Hammer und funktionieren super zb Kylos Aufstieg und diese schon Geschwisterliche bzw familiäre Bindung zu Rey .Generell snokes Schiff und snokes Bedrohlichkeit war sehr gut .Außerdem war de Score klasse voraldingen dass Williams manchmal die Prequels angespielt hat wem ist es aufgefallen?Aber es gibt auch Sachen die mich stören und zwar die dumme Antwort auf Reys Eltern das war ein richtiger Mittelfinger von Johnson an JJ Abrams. Episode 7 spielt deutlich darauf an dass sie eine skywalker ist und Johnson gibt ein scheiß auf die Anspielungen.Aber dann zeigt er die Beziehung zwischen kylo und rey die sehr familiär wirkt und an ihren besten Momenten an vader und Luke erinnert das ergibt null sinn. Voraldingen in 7 sieht ein Schiff fliegt weg und kylo sagt in 8 deine Eltern liegen auf Jakku begraben. Ich kann auch nicht ganz verstehen wieso man Luke hat sterben lassen und man Luke so extrem darstellt Hamill leistet ne super Performance ab die Oscar reif ist aber ist das noch Luke Skywalker?Was hat er mit dem Luke aus 4,5 und 6 zu tun?Luke hat ja gar keine Hoffnung mehr in sich und die Szene mit dem Lichtschwert wegwerfen war grausam.Schön fand ich Yoda zusehen aber warum zeigt man dann nicht auch noch anakin (christensen) und obi wan (mc Gregor).Außerdem hat Johnson Hux jetzt vollkommen zum Clown degradiert mit dem Mutter witz. Aber ich merke ich werde gerade ein wenig zu negativ mir hat der Film trotzdem gefallen aber ist in meiner Reihenfolge von den 3 Disney Filmen auf Platz 3 .Also Platz 1 rogue one Platz 2 TFA
    PS:Ich hoffe die Nachricht geht heute endlich raus gestern ging es nicht keine Ahnung wieso
    Möge die Macht mit euch sein
    LG Luke Skywalker

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    • From McSpain on RT #52 – Die letzten Jedi (I)

      Hi. Interviews seit 2015 von Abrams und RJ deuten stark an, dass beide „Rey ist Niemand“ bevorzugt haben. Abrams hat auch TLJ produziert und daher sein okay zu allem gegeben.

      Das mit dem Schiff ist leicht geklärt. Rey weiß ja immer wer ihre Eltern waren. Aber sie hat sich selbst diese Lügengeschichte über ihre Eltern eingeredet. Damit die Chance besteht, dass sie zurückkehren können.

      Schau mal TFA mit dem Wissen im Hinterkopf. Rey weiß das ihre Eltern nutzlose Trinker waren aber redet sich alles andere nur ein. Es passt. Gerade die Dialoge mit Maz passen.

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      • From Luke Skywalker on RT #52 – Die letzten Jedi (I)

        Hey
        Ich glaube kaum dass JJ Abrams während Episode 7 wusste dass rey eine Niemand ist er hat sich die Frage bewusst offen gelassen so dass Johnson selbst entscheiden kann mache ich sie zur Skywalker oder zum Niemand. Er wollte sich halt damals nicht festlegen. Und die Dialoge mit Maz deuten auf Luke hin Ich sage nur das Lichtschwert gehörte Luke und zuvor seinem Vater und jetzt hat es nach dir gerufen.Schreit meiner Meinung danach du bist ein Teil dieser skywalker Blutline
        LG Luke Skywalker

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        • From McSpain on RT #52 – Die letzten Jedi (I)

          Die Dialoge deuten darauf hin, dass sie ihre Familie vergessen soll und stattdessen zu Luke gehen soll um ihre Bestimmung zu finden. Der Film sagt bereits: „Mädel, deine Eltern sind egal. Schau nach vorne!“

          Es gibt diese Interviews, dass Abrams die „Niemande“-Version bevorzugte, aber es in TFA eben nicht auflöst. Aber schon beim schrieben des Drehbuchs fragte er Johnson was er meint, was die beste Lösung war und sie waren sich einig.

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  • From Chris on RT #52 – Die letzten Jedi (I)

    Hallo,

    -irgendwie will der Kommentar nicht so recht gepostet werden und keine Ahnung, warum der als Spam deklariert wird-

    also ich weiß immer noch nicht was ich von dem Film halten soll. Mir hat er als Film gefallen (hat sich irgendwie schon wie der Abschluss der Trilogie angefühlt), aber wenn man die OT kennt, passt da vieles nicht zusammen. Allen voran die Charakterisierung von Luke, oder sollte man den EpVIII Luke lieber Luuke nennen? Da gebe ich Mara_Jade und Jorge vollkommen recht; hat nur noch gefehlt dass Mara schreibt: „Das ist nicht der Mann, den ich geheiratet habe.“;) Dass Luke als Lehrer so seine Probleme hat, kennen wir aus dem EU, aber da hatte seine Entwicklung insgesamt gesehen mehr Hand und Fuß.
    Luuke’s letzter Auftritt war cool und sieht super aus, aber man hat relativ schnell gemerkt, dass da was nicht stimmte (er wirbelt keinen roten Staub auf, Anakin’s Lichtschwert etc.). Aber die Tatsache, dass es nur eine Projektion war hat seinen Auftritt dann aber irgendwie auch entwertet. Wir wissen, dass Vader Blasterstrahlen mit seinen Händen abwehren konnte und Kylo kann sie in der Luft einfrieren. Dass hätte Luuke auch fertigbringen können. Er hätte ja trotzdem nicht anzugreifen brauchen, einfach nur verteidigen. So finde ich hat das „Luke noch einmal in Aktion zu sehen“ etwas an Wucht verloren. Sein Tod war irgendwie überflüssig; aber aus Sicht der Schreiberlinge wohl nicht, denn sonst wäre die helle Seite zu übermächtig gewesen. Man kann wohl nur so die eher langweilige neue Hauptnebenfigur Rey pushen. Kylo wäre denke ich chancenlos in einer echten Konfrontation mit Luuke.
    Die Tatsache, dass im alten Kanon Luke als der mächtigste Jedi aller Zeiten galt, trifft wohl natürlich auf Luuke nicht zu, aber für Kylo hätte es wohl trotzdem gereicht. Wobei aber die darstellerische Leistung von Mark Hamill hervorragend ist. Die Szenen mit ihm und Yoda waren mit das beste des Films. Und somit stimmt die deutsche Übersetzung doch (RJ meinte bei Kimmel für ihn wäre the last Jedi singular), es sind zwei Jedi im Film: Luuke und Yoda.

    Im Gegensatz dazu Carrie Fisher als Leia, war ok. Eigentlich fand ich sogar Holdo besser (Laura Dern ist eh immer gut). Mir kommt Leia immer noch eher als politische Anführerin vor und weniger als ein Militär. Und ihre Superman-Nummer, naja passt irgendwie zu Leia, dass sie mit eisernem Willen alle Hindernisse überwindet aber andererseits hatte sie im neuen Kanon ja explizit kein Jedi-Training und das man dann gleich mit so einer Aktion kommt… vielleicht hätte sie hier einfach sterben sollen (Warum hat sich der Imperator dann nicht auf ähnliche Weise retten können. Das ist doch noch Kanon, dass er mächtiger war als Leia, oder?) Ich weiß nicht… obwohl die Szene am Ende zwischen Luuke und ihr sicherlich eine der besten Szenen des Films ist. Im Kino meinte jemand direkt nach dem Film: „Da haben die Macher jetzt aber auf das falsche Pferd gesetzt.“ Aber man hat ja schon gesagt, dass man noch Material mit Carie Fisher hat. Soll man ihre letzte Performance einfach nur gut finden oder schon auch kritisieren? Ich finde, dass sie es hätte besser machen können. Das ist wie damals mit Heath Ledger: seine Darstellung des Joker war wirklich sehr gut, aber hätte er den Oscar gewonnen, wenn er nicht gestorben wäre? Aber ich schweife ab. Ich meine damit nur, dass (solche) äußeren Umstände keinen Einfluss auf die Beurteilung einer Leistung haben sollten.
    Ein weiteres Problem ist für mich, dass sich an der Unberechenbarkeit und Zerrissenheit von Kylo nichts geändert hat. Er konnte seine Mutter nicht töten. Han Solo’s Tod war daurch doch irgendwie sinnlos. Das ist natürlich VIIs Problem: sie machten aus einer der coolsten Figuren der Filmgeschichte nen Loser-Vater der von seiner Heulsuse von Sohen getötet wurde.
    Trotzdem ist Kylo von den neuen Figuren die einzige halbwegs interessante. Alle anderen sind ja tot. Aber ich finde ihn trotzdem nicht wirklich furchteinflößend. Vaders Auftritt am Ende von Rogue One oder in Rebels waren da schon von anderem Kaliber. Was ist eigentlich mit Snoke passiert? Hat der jetzt was auf dem Kasten oder nicht? Er hat immerhin die mächtige Rey kurz vor seinem Tod wie eine willenlose Puppe rumgeschleudert. Aber dass man in der Mitte zerteilt wird ist ja für einen Machtnutzer kein Problem, oder Herr Maul? Bin gespannt was Snoke für Prothesen in IX bekommt ;). Aber das mit Lichtschwertaktivieren per Macht sollte man sich merken. Wenn man daren denkt wie die Jedi ihre Schwerter getragen haben und man sie dann mit der Macht aktiviert hätte, autsch.

    Und so langsam kommt einem die Erste Ordnung wie eine Gruppe von Clowns vor, die noch weniger gebacken kriegen als das Imperium. Und Hux ist ein kompletter Vollversager. So einen erbärmlichen Speichellecker hat man schon lang nicht mehr gesehen. Einfach nur beklagenswert. Dass man mit einem Machtnutzer auch selbstbewusster umgehen kann zeigen die Interaktionen zwischen Vader und Tarkin.

    Rey ist nicht mehr ganz so langweilig; wenigstens hat sie ihre Mary-Sue-Haftigkeit aus VII verloren. Aber wenn sie keine Skywalker ist, dann ist jetzt wohl klar, dass Ben Solo die Hauptfigur der neuen Trilogie ist und nicht Rey, denn in der Saga sollte es ja um die Skywalkers gehen. Aber irgendwie ist das doch ein ziemlich lahmer background (die Herkunft ist nicht wichtig, jeder kann ein Held sein, blablabla…; erzählt mal was Neues). Und das es Machtsensitive gibt, die nicht aus einer Machtsensitiven Familie stammen ist nun auch nichts Neues (gab’s im EU zu Hauf); wie soll das auch sonst funktionieren bei dem zöllibatären Lebenstiel der Jedi?
    Dass Rey so stark ist kommentiert ja Yoda damit, dasss das die Bürde des Meisters sei, dass ihn der Schüler irgendwann übertrifft. Ich hoffe nur dass wir da nicht in so eine DragonBall-mäßige Spirale kommen, dass immer alles noch weiter getrieben werden muss. Und was ist eigentlich mit den Rittern von Ren, sind die gerade im Urlaub?

    Was ich auch ärgerlich fand, war das Johnson auf die Frage von Kimmel nach Lando gesagt hat, dass er keinen Platz in der Geschichte gehabt hätte. Dabei wäre Canto Bight geradezu prädestiniert dafür gewesen, das Lando den Laden managed. Der ganze Arc mit Finn und Rose war ja komplett überflüssig aber er wäre zumindest interessant gewesen, wenn das eine Han/Lando Operation gewesen wäre. Das hätte super gepasst. Das Moraliseren um Waffenhandel und Tierschutz setzte dem Überflüssigen dann noch die Krone auf. Außerdem denkt der Naturwissenschaftler in mir sofort: was wenn die Fathiers auf Cantonica gar nicht heimisch sind und jetzt das ganze Ökosystem durcheinander bringen. So eine Gedankenlosigkeit wie sie in Wirklichkeit auch sogenannte Tierfreunde oder Tierschützer oft an den Tag legen ist schon ziemlich haarsträubend. Außerdem wurden die Fathiers wahrscheinlich eh 5 Minuten nachdem Rose und Finn weg waren wieder eingefangen. Was übrig bleibt is DER Fremdschäm-Moment: „Ist es dass wert?“, [Rose nimmt dem Fathier den Sattel ab] „Jetzt ist es dass wert“. Da wollte man schon fast aus dem Kino gehen;) Dasselbe mit Chewie und den Porgs; muss Chewie jetzt zum politisch korrekten Vegetarier werden? Ich hätte es besser gefunden er hätte am Ende der Szene einfach mit den Schultern gezuckt und sich den Braten schmecken lassen.

    Finn hätte ruhig am Ende von VII sterben sollen. Aber vielleicht hatte man vor Reaktionen Angst von der Art „der einzige schwarze Hauptcharakter und der muss sterben“ etc.

    Holdos Tod war auch sinnlos, oder hat man 60 Jahre nachdem es Droidenraumjäger gab keine KI an Bord, die das Schiff steuern kann oder irgendeinen Droiden an Bord? Außerdem wurde hier wohl die Lichtgeschwindigkteit als ultimative Waffe etabliert, was in Zukunft Star Wars vor große Probleme stellen könnte. Und die kleine Fehde mit Poe war so an den Haaren herbeigezogen. Holdo hätte mit zwei Sätzen erklären können, was sie vorhat. Außerdem hatte ich das Gefühl, man hat Poe’s Charakter ein wenig angepasst, denn ich hatte nicht als schießwütigen Piloten in Erinnerung. Er ist zwar ein Ass, aber eher vom Typ Wedge, der auch mal nachdenkt bevor er schießt; dacht ich zumindest, RJ war wohl anderer Meinung.
    Und was war eigentlich am Anfang mit den Bombern? Die Bomben sind wunderbar nach unten gefallen, als wären wir auf einem Planeten; nur leider waren wir ja im Weltraum und das das First Order Schiff so eine starke Gravitation erzeugt, ist wohl auszuschließen, denn ein Abfangreuzer war es ja keiner. Mir ist schon klar, dass sich Star Wars nie so sehr um Physik geschert hat wie z.B. Star Trek, aber das hätte man trozdem besser lösen können (z.B. Raumbomben aus XWA).

    BB-8 wird in dem Film ja fasst zum deus ex machina. Und R2 braucht wohl keiner mehr. Wahrscheinlich hat die Marktforschung von Disney ergeben, dass BB-8 bei den neuen Fans beliebter ist und dann hat man sich wohl gedacht „weg mit R2“.

    Der Soundtrack hat mir gefallen. Ich hatte zwar das Gefühl, das wenig neues dabei war, aber die guten Themen aus den vorangegangenen Filmen wurden sehr gut in Szene gesetzt und ich bin zumindest mit John Williams‘ Arbeit zufrieden. Soundeffekttechnisch gibt es auch nicht viel auszusetzten außer den Fehlentscheidungen, die man aus VII übernommen hat. Anakins Lichtschwert klingt bei der Zündung anders und der erbärmliche neue Sound der Quadlaser des Falken ist leider auch noch da. Die klangen in IV so gut und einzigartig. Manchmal fragt man sich schon, ob irgendjemand der Beteiligten an VII und VIII schon mal einene Star Wars Film vorher gesehen hat. Zumindest hat man den krassen Fehler aus VII wo Finn und Rey Anakins Lichtschwert mit dem falschen Knopf aktivieren ausgebessert.

    Noch was: was macht eigentlich die story group? Haben die irgendeienen Plan? Ich habe den Tod des EU akzeptiert auf das Versprechen hin, dass man jetzt alles in einem Guss entwickelt ohne Lokigfehler, Widersprüche etc. aber das war wohl nix. Auf der Bluray-Box steht I–VI die komplette Saga und ich denke so muss man es nehmen. Es ist eher ein reboot als eine Weiterführung. Dann kann man wohl besser damit klarkommen.

    Es ist sowieso so als ob weder I–VI noch VII überhaupt passiert sind. Die Zerstörung von Starkiller Base hatte scheinbar null Bedeutung für dis Stärke der ersten Ordnung.

    Und da wäre noch die angeblich coole Phasma, gekillt von Hausmeister Finn. Hoffentlich kommt die nicht mehr zurück. Ich habe kein Problem damit, dass Leute Boba Fett für überbewertet halten (was ich nicht tue), aber dass dann dieselben Leute Phasma cool finden kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Phasma dürfte bei Fett nichtmal auf Han Solo im Carbonit-Block aufpassen.

    Wo war jetzt der Film eigentlich genau mutig? Die Struktur war in Teilen wieder von IV und natürlich hauptsächlich von V abgekupfert. Das einzig mutige war die Demontage von Luuke (leider schlecht umgesetzt) und das Snoke, der vermeintliche Oberbösewicht in der Mitte des Films abtritt. Aber wirklich neu war dass jetzt auch nicht. Eigentlich führt genau dass zu dem wieder gleichen und gar nicht mutigen Rey (früher Luke) gegen Kylo (früher Vader). Aber vielleicht habe ich das Bahnbrechende und Mutige einfach nicht verstanden. Wenn es nur das gerade genannte war, ist das eher dürftig. Wie wäre es damit gewesen: Rey schließt sich Ben an und der Film endet. Und Luuke und Leia müssen darauf dann irgendiwe reagieren (oder im Falle von Luuke gar nicht, kann ja wieder melken und fischen gehen), in IX. Man hat auf Ahch-To ja gesehen, dass Rey nicht mal versucht hat sich der dunklen Seite zu entziehen, oder habe ich auch hier wieder etwas falsch verstanden? Auf jeden Fall wird darauf scheinbar auch kein Bezug mehr genommen außer dass Luuke noch weniger begeistert ist, ihr etwas beizubringen. Außerdem war für mich nicht wirklich erkennbar warum Kylo nach Snokes Tod die Wiederstandstransporter überhaupt noch interessieren. Die paar versprengten Einheiten sind doch zu dem Zeitpunkt keine Bedrohung mehr. So ein Szenario mit Kylo und Rey auf einer Seite wäre eher was Neues gewesen; jetzt ist es eigentlich wieder das Übliche.

    Die mit Abstand besten Szenen des Films waren Rey und Ben Team-Up; Luuke und Yoda; Luuke und Leia; Luuke vs. Ben; Binary Sunset. Die bleiben auf jeden Fall.

    Tim sagte am Anfang mal, man müsse einige Dinge ignorieren um den Film genießen zu können; da hat er Recht man muss alles vor der Disney-Übernahme ignorieren auch I-VI.

    Ich glaube das Problem ist, dass sie nicht wissen, ob sie die Nostalgie-Schiene fahren oder was Neues machen sollen, also versucht man beides und versemmelt es.

    Die ST hätte nochmal den Fokus eher auf Han/Luke/Leia legen und die neuen Figuren langsamer einführen sollen. Stattdessen hat man die alten verheizt nur um die neuen Figuren zu pushen, weil man wusste, dass sie es gegen die Alten schwer haben würden (und trotzdem war der Star von VII Harrison Ford). Es war die letzte Chance die großen drei nochmal (zusammen) zu erleben (von anderen Figuren wie Lando oder einem General Antilles gar nicht zu reden). Jetzt sind Han und Luke tot; Carrie Fisher ist tot. Diese Chance hat man uns genommen. Und jetzt ist es zu spät.

    Meine Mutter meinte zu mir einen Tag nachdem sie den Film gesehen hat: „Das Star Wars das Lucas erschaffen hat, ist weg.“

    OK, dass war jetzt aber genug zusammenhangloses Geschwafel.

    Grüße,
    Chris

    P.S.: jetzt kann man den Unzufriedenen umso mehr die Hörspiele der Thrawn-Trilogie empfehlen.

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  • From Chris_Aran on RT #52 – Die letzten Jedi (I)

    Hallo,

    -hatte den Kommentar eigentlich schon gepostet, aber die Trottel von Disqus haben den als Spam markiert und wenn man die um Korrektur bittet kann man wohl lange warten-

    also ich weiß immer noch nicht was ich von dem Film halten soll. Mir hat er als Film gefallen (hat sich irgendwie schon wie der Abschluss der Trilogie angefühlt), aber wenn man die OT kennt, passt da vieles nicht zusammen. Allen voran die Charakterisierung von Luke, oder sollte man den EpVIII Luke lieber Luuke nennen? Da gebe ich Mara_Jade und Jorge vollkommen recht; hat nur noch gefehlt dass Mara schreibt: „Das ist nicht der Mann, den ich geheiratet habe.“;) Dass Luke als Lehrer so seine Probleme hat, kennen wir aus dem EU, aber da hatte seine Entwicklung insgesamt gesehen mehr Hand und Fuß.
    Luuke’s letzter Auftritt war cool und sieht super aus, aber man hat relativ schnell gemerkt, dass da was nicht stimmte (er wirbelt keinen roten Staub auf, Anakin’s Lichtschwert etc.). Aber die Tatsache, dass es nur eine Projektion war hat seinen Auftritt dann aber irgendwie auch entwertet. Wir wissen, dass Vader Blasterstrahlen mit seinen Händen abwehren konnte und Kylo kann sie in der Luft einfrieren. Dass hätte Luuke auch fertigbringen können. Er hätte ja trotzdem nicht anzugreifen brauchen, einfach nur verteidigen. So finde ich hat das „Luke noch einmal in Aktion zu sehen“ etwas an Wucht verloren. Sein Tod war irgendwie überflüssig; aber aus Sicht der Schreiberlinge wohl nicht, denn sonst wäre die helle Seite zu übermächtig gewesen. Man kann wohl nur so die eher langweilige neue Hauptnebenfigur Rey pushen. Kylo wäre denke ich chancenlos in einer echten Konfrontation mit Luuke.
    Die Tatsache, dass im alten Kanon Luke als der mächtigste Jedi aller Zeiten galt, trifft wohl natürlich auf Luuke nicht zu, aber für Kylo hätte es wohl trotzdem gereicht. Wobei aber die darstellerische Leistung von Mark Hamill hervorragend ist. Die Szenen mit ihm und Yoda waren mit das beste des Films. Und somit stimmt die deutsche Übersetzung doch (RJ meinte bei Kimmel für ihn wäre the last Jedi singular), es sind zwei Jedi im Film: Luuke und Yoda.

    Im Gegensatz dazu Carrie Fisher als Leia, war ok. Eigentlich fand ich sogar Holdo besser (Laura Dern ist eh immer gut). Mir kommt Leia immer noch eher als politische Anführerin vor und weniger als ein Militär. Und ihre Superman-Nummer, naja passt irgendwie zu Leia, dass sie mit eisernem Willen alle Hindernisse überwindet aber andererseits hatte sie im neuen Kanon ja explizit kein Jedi-Training und das man dann gleich mit so einer Aktion kommt… vielleicht hätte sie hier einfach sterben sollen (Warum hat sich der Imperator dann nicht auf ähnliche Weise retten können. Das ist doch noch Kanon, dass er mächtiger war als Leia, oder?) Ich weiß nicht… obwohl die Szene am Ende zwischen Luuke und ihr sicherlich eine der besten Szenen des Films ist. Im Kino meinte jemand direkt nach dem Film: „Da haben die Macher jetzt aber auf das falsche Pferd gesetzt.“ Aber man hat ja schon gesagt, dass man noch Material mit Carie Fisher hat. Soll man ihre letzte Performance einfach nur gut finden oder schon auch kritisieren? Ich finde, dass sie es hätte besser machen können. Das ist wie damals mit Heath Ledger: seine Darstellung des Joker war wirklich sehr gut, aber hätte er den Oscar gewonnen, wenn er nicht gestorben wäre? Aber ich schweife ab. Ich meine damit nur, dass (solche) äußeren Umstände keinen Einfluss auf die Beurteilung einer Leistung haben sollten.
    Ein weiteres Problem ist für mich, dass sich an der Unberechenbarkeit und Zerrissenheit von Kylo nichts geändert hat. Er konnte seine Mutter nicht töten. Han Solo’s Tod war daurch doch irgendwie sinnlos. Das ist natürlich VIIs Problem: sie machten aus einer der coolsten Figuren der Filmgeschichte nen Loser-Vater der von seiner Heulsuse von Sohen getötet wurde.
    Trotzdem ist Kylo von den neuen Figuren die einzige halbwegs interessante. Alle anderen sind ja tot. Aber ich finde ihn trotzdem nicht wirklich furchteinflößend. Vaders Auftritt am Ende von Rogue One oder in Rebels waren da schon von anderem Kaliber. Was ist eigentlich mit Snoke passiert? Hat der jetzt was auf dem Kasten oder nicht? Er hat immerhin die mächtige Rey kurz vor seinem Tod wie eine willenlose Puppe rumgeschleudert. Aber dass man in der Mitte zerteilt wird ist ja für einen Machtnutzer kein Problem, oder Herr Maul? Bin gespannt was Snoke für Prothesen in IX bekommt ;). Aber das mit Lichtschwertaktivieren per Macht sollte man sich merken. Wenn man daren denkt wie die Jedi ihre Schwerter getragen haben und man sie dann mit der Macht aktiviert hätte, autsch.

    Und so langsam kommt einem die Erste Ordnung wie eine Gruppe von Clowns vor, die noch weniger gebacken kriegen als das Imperium. Und Hux ist ein kompletter Vollversager. So einen erbärmlichen Speichellecker hat man schon lang nicht mehr gesehen. Einfach nur beklagenswert. Dass man mit einem Machtnutzer auch selbstbewusster umgehen kann zeigen die Interaktionen zwischen Vader und Tarkin.

    Rey ist nicht mehr ganz so langweilig; wenigstens hat sie ihre Mary-Sue-Haftigkeit aus VII verloren. Aber wenn sie keine Skywalker ist, dann ist jetzt wohl klar, dass Ben Solo die Hauptfigur der neuen Trilogie ist und nicht Rey, denn in der Saga sollte es ja um die Skywalkers gehen. Aber irgendwie ist das doch ein ziemlich lahmer background (die Herkunft ist nicht wichtig, jeder kann ein Held sein, blablabla…; erzählt mal was Neues). Und das es Machtsensitive gibt, die nicht aus einer Machtsensitiven Familie stammen ist nun auch nichts Neues (gab’s im EU zu Hauf); wie soll das auch sonst funktionieren bei dem zöllibatären Lebenstiel der Jedi?
    Dass Rey so stark ist kommentiert ja Yoda damit, dasss das die Bürde des Meisters sei, dass ihn der Schüler irgendwann übertrifft. Ich hoffe nur dass wir da nicht in so eine DragonBall-mäßige Spirale kommen, dass immer alles noch weiter getrieben werden muss. Und was ist eigentlich mit den Rittern von Ren, sind die gerade im Urlaub?

    Was ich auch ärgerlich fand, war das Johnson auf die Frage von Kimmel nach Lando gesagt hat, dass er keinen Platz in der Geschichte gehabt hätte. Dabei wäre Canto Bight geradezu prädestiniert dafür gewesen, das Lando den Laden managed. Der ganze Arc mit Finn und Rose war ja komplett überflüssig aber er wäre zumindest interessant gewesen, wenn das eine Han/Lando Operation gewesen wäre. Das hätte super gepasst. Das Moraliseren um Waffenhandel und Tierschutz setzte dem Überflüssigen dann noch die Krone auf. Außerdem denkt der Naturwissenschaftler in mir sofort: was wenn die Fathiers auf Cantonica gar nicht heimisch sind und jetzt das ganze Ökosystem durcheinander bringen. So eine Gedankenlosigkeit wie sie in Wirklichkeit auch sogenannte Tierfreunde oder Tierschützer oft an den Tag legen ist schon ziemlich haarsträubend. Außerdem wurden die Fathiers wahrscheinlich eh 5 Minuten nachdem Rose und Finn weg waren wieder eingefangen. Was übrig bleibt is DER Fremdschäm-Moment: „Ist es dass wert?“, [Rose nimmt dem Fathier den Sattel ab] „Jetzt ist es dass wert“. Da wollte man schon fast aus dem Kino gehen;) Dasselbe mit Chewie und den Porgs; muss Chewie jetzt zum politisch korrekten Vegetarier werden? Ich hätte es besser gefunden er hätte am Ende der Szene einfach mit den Schultern gezuckt und sich den Braten schmecken lassen.

    Finn hätte ruhig am Ende von VII sterben sollen. Aber vielleicht hatte man vor Reaktionen Angst von der Art „der einzige schwarze Hauptcharakter und der muss sterben“ etc.

    Holdos Tod war auch sinnlos, oder hat man 60 Jahre nachdem es Droidenraumjäger gab keine KI an Bord, die das Schiff steuern kann oder irgendeinen Droiden an Bord? Außerdem wurde hier wohl die Lichtgeschwindigkteit als ultimative Waffe etabliert, was in Zukunft Star Wars vor große Probleme stellen könnte. Und die kleine Fehde mit Poe war so an den Haaren herbeigezogen. Holdo hätte mit zwei Sätzen erklären können, was sie vorhat. Außerdem hatte ich das Gefühl, man hat Poe’s Charakter ein wenig angepasst, denn ich hatte nicht als schießwütigen Piloten in Erinnerung. Er ist zwar ein Ass, aber eher vom Typ Wedge, der auch mal nachdenkt bevor er schießt; dacht ich zumindest, RJ war wohl anderer Meinung.
    Und was war eigentlich am Anfang mit den Bombern? Die Bomben sind wunderbar nach unten gefallen, als wären wir auf einem Planeten; nur leider waren wir ja im Weltraum und das das First Order Schiff so eine starke Gravitation erzeugt, ist wohl auszuschließen, denn ein Abfangreuzer war es ja keiner. Mir ist schon klar, dass sich Star Wars nie so sehr um Physik geschert hat wie z.B. Star Trek, aber das hätte man trozdem besser lösen können (z.B. Raumbomben aus XWA).

    BB-8 wird in dem Film ja fasst zum deus ex machina. Und R2 braucht wohl keiner mehr. Wahrscheinlich hat die Marktforschung von Disney ergeben, dass BB-8 bei den neuen Fans beliebter ist und dann hat man sich wohl gedacht „weg mit R2“.

    Der Soundtrack hat mir gefallen. Ich hatte zwar das Gefühl, das wenig neues dabei war, aber die guten Themen aus den vorangegangenen Filmen wurden sehr gut in Szene gesetzt und ich bin zumindest mit John Williams‘ Arbeit zufrieden. Soundeffekttechnisch gibt es auch nicht viel auszusetzten außer den Fehlentscheidungen, die man aus VII übernommen hat. Anakins Lichtschwert klingt bei der Zündung anders und der erbärmliche neue Sound der Quadlaser des Falken ist leider auch noch da. Die klangen in IV so gut und einzigartig. Manchmal fragt man sich schon, ob irgendjemand der Beteiligten an VII und VIII schon mal einene Star Wars Film vorher gesehen hat. Zumindest hat man den krassen Fehler aus VII wo Finn und Rey Anakins Lichtschwert mit dem falschen Knopf aktivieren ausgebessert.

    Noch was: was macht eigentlich die story group? Haben die irgendeienen Plan? Ich habe den Tod des EU akzeptiert auf das Versprechen hin, dass man jetzt alles in einem Guss entwickelt ohne Lokigfehler, Widersprüche etc. aber das war wohl nix. Auf der Bluray-Box steht I–VI die komplette Saga und ich denke so muss man es nehmen. Es ist eher ein reboot als eine Weiterführung. Dann kann man wohl besser damit klarkommen.

    Es ist sowieso so als ob weder I–VI noch VII überhaupt passiert sind. Die Zerstörung von Starkiller Base hatte scheinbar null Bedeutung für dis Stärke der ersten Ordnung.

    Und da wäre noch die angeblich coole Phasma, gekillt von Hausmeister Finn. Hoffentlich kommt die nicht mehr zurück. Ich habe kein Problem damit, dass Leute Boba Fett für überbewertet halten (was ich nicht tue), aber dass dann dieselben Leute Phasma cool finden kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Phasma dürfte bei Fett nichtmal auf Han Solo im Carbonit-Block aufpassen.

    Wo war jetzt der Film eigentlich genau mutig? Die Struktur war in Teilen wieder von IV und natürlich hauptsächlich von V abgekupfert. Das einzig mutige war die Demontage von Luuke (leider schlecht umgesetzt) und das Snoke, der vermeintliche Oberbösewicht in der Mitte des Films abtritt. Aber wirklich neu war dass jetzt auch nicht. Eigentlich führt genau dass zu dem wieder gleichen und gar nicht mutigen Rey (früher Luke) gegen Kylo (früher Vader). Aber vielleicht habe ich das Bahnbrechende und Mutige einfach nicht verstanden. Wenn es nur das gerade genannte war, ist das eher dürftig. Wie wäre es damit gewesen: Rey schließt sich Ben an und der Film endet. Und Luuke und Leia müssen darauf dann irgendiwe reagieren (oder im Falle von Luuke gar nicht, kann ja wieder melken und fischen gehen), in IX. Man hat auf Ahch-To ja gesehen, dass Rey nicht mal versucht hat sich der dunklen Seite zu entziehen, oder habe ich auch hier wieder etwas falsch verstanden? Auf jeden Fall wird darauf scheinbar auch kein Bezug mehr genommen außer dass Luuke noch weniger begeistert ist, ihr etwas beizubringen. Außerdem war für mich nicht wirklich erkennbar warum Kylo nach Snokes Tod die Wiederstandstransporter überhaupt noch interessieren. Die paar versprengten Einheiten sind doch zu dem Zeitpunkt keine Bedrohung mehr. So ein Szenario mit Kylo und Rey auf einer Seite wäre eher was Neues gewesen; jetzt ist es eigentlich wieder das Übliche.

    Die mit Abstand besten Szenen des Films waren Rey und Ben Team-Up; Luuke und Yoda; Luuke und Leia; Luuke vs. Ben; Binary Sunset. Die bleiben auf jeden Fall.

    Tim sagte am Anfang mal, man müsse einige Dinge ignorieren um den Film genießen zu können; da hat er Recht man muss alles vor der Disney-Übernahme ignorieren auch I-VI.

    Ich glaube das Problem ist, dass sie nicht wissen, ob sie die Nostalgie-Schiene fahren oder was Neues machen sollen, also versucht man beides und versemmelt es.

    Die ST hätte nochmal den Fokus eher auf Han/Luke/Leia legen und die neuen Figuren langsamer einführen sollen. Stattdessen hat man die alten verheizt nur um die neuen Figuren zu pushen, weil man wusste, dass sie es gegen die Alten schwer haben würden (und trotzdem war der Star von VII Harrison Ford). Es war die letzte Chance die großen drei nochmal (zusammen) zu erleben (von anderen Figuren wie Lando oder einem General Antilles gar nicht zu reden). Jetzt sind Han und Luke tot; Carrie Fisher ist tot. Diese Chance hat man uns genommen. Und jetzt ist es zu spät.

    Meine Mutter meinte zu mir einen Tag nachdem sie den Film gesehen hat: „Das Star Wars das Lucas erschaffen hat, ist weg.“

    OK, dass war jetzt aber genug zusammenhangloses Geschwafel.

    Grüße,
    Chris

    P.S.: jetzt kann man den Unzufriedenen umso mehr die Hörspiele der Thrawn-Trilogie empfehlen.

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