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Kommentare

Hier findest Du eine Übersicht aller verfassten Kommentare zu Episoden unserer Podcasts

  • From Thrawn2013 on RT #38 – SEASON FOUR, but ROGUE ONE

    So, Game of Thrones ist durch, die EM kommt nur noch in Schüben, wo bleibt die neue Folge? 😀

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  • From Mara_Jade on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

    Hallihallo, wann ist denn ein neuer Buchclub zu „Bloodline“ geplant? 🙂 Ich habe das Buch verschlungen und würde sehr gern dazu meinen Senf in Form von Lobeshymnen auf Claudia Gray abgeben und auch euren Senf dazu hören! 🙂

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  • From Tutti on RT #38 – SEASON FOUR, but ROGUE ONE

    Boshuda,

    im Trailer hat mich eigentlich nur eine Kleinigkeit so halb gestört. Einerseits finde ich es cool, dass Donnie Yen mit einem Stab Sturmtruppler verprügelt und die Waffe gleichzeitig noch eine Anlehnung an Reys Stab aus Episode VII ist. Andererseits fragt man sich doch allerspätestens jetzt, für was die Sturmtruppler Rüstungen eigentlich gut sind?

    Dachte bei der Figur mit dem schwarzen Umhang an Forest Whitaker Rolle und in dem Tank vermutete ich Vader. So eine Art Meditationskammer-Szene, nur dass Vader aus irgendeinem Grund einen Bacta-Tank benötigte. Bei Vader ja nicht unwahrscheinlich. Bin gespannt, aber hab auch keine tiefgehendere Theorie dazu.

    Tolle Folge. Weiter so.

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  • From Christoph on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

    Da ich mich zu eurem 5. Buchclub noch nicht schriftlich lobend geäußert habe, möchte ich dies zunächst nachholen: Es war wie immer eine große Freude, euch zuzuhören, und das obwohl ihr diesmal ein Thema beknabbert habt, das mich nicht einfach nur kalt lässt, wie das Star-Wars-Literatur immer mal wieder getan hat, sondern glatt in die innere Emigration getrieben hat. Um den TFA-Rant so kurz wie möglich zu halten: Nach mehrmonatigem inneren Dialog (der Vorteil der Schizophrenie ist, dass man immer einen Gesprächspartner hat) sehe ich in TFA den „Stirb an einem anderen Tag“ der Star-Wars-Reihe, einen müden, mutlosen, verbrauchten, inspirationslosen Aufguss ohne Vision und Nachhaltigkeit, voller Abziehbildfiguren und ohne jede Seele. Mit etwas Glück wird TFA der Vergessenheit anheimfallen, sobald mutigere Produktionen folgen, realistischer gesehen kommt nun aber Remake auf Remake auf Remake, womit dieser 3. Todesstern von einem Film noch lange und mit anhaltender Beliebigkeit Traumwelten besserer Erzähler zu Staub und Asche verbrennen wird. Optimistischer betrachtet konnte ein unsichtbares Auto Bond nicht dauerhaft beschädigen, also schafft ein geistig und kreativ unsichtbarer Abrams (samt talent-, konzept- und ideenloser Story Group) das vielleicht auch nicht mit Star Wars. Ich bin… Okay, gespannt ist übertrieben. Ich beobachte mit mildem Interesse, was nun geschieht.

    Zum eigentlichen Thema: Da ihr nächstes Mal sicherlich über Bloodline reden wollt oder in Ermangelung anderer Veröffentlichungen auch müsst, hier meine Gedanken.

    Meine Erwartungen für Bloodline waren ähnlich schizophren wie meine generelle Haltung zu Star Wars seit der Abramsalypse (#JJisahack): Einerseits habe ich so gut wie nichts erwartet, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass man diesen uninspierten Stand der Galaxis irgendwie schönschreiben könnte, andererseits stand der Name Claudia Gray auf dem Buchdeckel, und seit Lost Stars ist das eine Empfehlung, die eine Menge Gewicht hat. Mein Fazit zu Bloodline fällt entsprechend aus: Der Roman ist ein Kleinod, dessen vorhandene Schwächen durch die Bank weg auf die Konzeptionslosigkeit der Story Group und das Innovationsvakuum von TFA zurückgehen, während die Autorin – so kühn, lebensfroh und geschickt, als wäre dies ihr 10. Star-Wars-Roman und nicht ihr erster – gegen die Tristesse der Remake-Welt anschreibt, dass es eine Freude ist.

    Bloodline erzählt, wie inzwischen bekannt sein dürfte, anhand von Leias Untersuchung eines Verbrecherkartells die Geschichte vom De-facto-Untergang der Neuen Republik und bereitet die Retro-Gesamtlage der Galaxis in TFA vor. Als Hauptfiguren neben Leia treten vor allem ein ihr zunächst feindlich gesinnter Senator sowie Leias Stab bestehend aus ihrer Stabchefin, ihrer Assistentin, ihrem veralteten, aber perfekt getroffenen Droiden und einem jungen Piloten in Erscheinung, als Gegner gibt es einen Verbrecher, eine Hardcore-Imperiale und eine Senatorin, die auf mich wirkte wie die Star-Wars-Version von Dolores Umbridge, nur vielleicht mit etwas weniger pink.

    Leias Ermittlungen sind clever und kurzweilig erzählt, die Actionszenen reißen mit, und die Gastauftritte von Figuren wie Ackbar, Chewbacca und Han Solo sind gefällig gestaltet. Was Bloodline allerdings nicht einfach nur nett, sondern unglaublich liebenswert macht, ist sein Talent, die Seele von Star Wars zu berühren, indem auch schwierige Figuren sympathisch und mit nachvollziehbaren Schwächen ausgestattet präsentiert werden – das glatte Gegenteil einer ewig perfekten Rey oder eines tötungsunwilligen Sturmtrupplers, der massenweise Leute umbringt also -, und natürlich das ernsthafte und gekonnte Bemühen, alle Aspekte und Epochen von Star Wars als Einheit zu begreifen, anstatt sich bloß die Mainstream-OT-Momente herauszupicken. Besonders loben möchte ich hier die große Rolle von Bail Organa, die Podrenn-Erwähnungen, aber auch und gerade die verständnis- und liebevolle Rückbesinnung auf Anakin Skywalker und Padmé, die mein abramsdurchbohrtes Herz in diesen prequelverachtenden Zeiten sehr erwärmt hat.

    Zudem gelingt es Claudia Gray mit Bloodline besser als der Abrams-Kennedy-Camorra, neue, noch viele Besuche lohnende Star-Wars-Welten vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen zu lassen. Wer würde nicht gerne einmal durch die an Abschaum und Verkommenheit reichen, rostig wirkenden Gänge einer halbkaputten Raumstation schleichen oder mit einem Raumschiff eine Unterwasser-Basis ansteuern? Wer säße nicht gerne einmal in einem Restaurant mit Panoramafenstern, vor denen sich eine exotische Metropole ausbreitet, und wer würde nicht mit Begeisterung einmal zu Füßen einer Bail-Organa-Statue stehen? DAS ist Star Wars, DAS ist ein kanonisch zusammengewachsenes Universum, wie es uns bei der Erdolchung des alten EUs versprochen wurde. Welch ein Jammer, dass es am Ende in eine so remakebehaftete Galaxis führt, aber es stimmt doch ein wenig versöhnlich, dass es in Bloodline zumindest ein wenig glänzen kann.

    Ebenfalls als versöhnlich würde ich die Anleihen beschreiben, die der Roman bei George Lucas‘ ursprünglicher Beschreibung des Falls der alten Republik nimmt: „Als die Republik sich über die Galaxis ausdehnte und schließlich über eine Million Welten umfasste, wurde der Große Senat so riesig, dass er den Bedürfnissen seiner Bürger nicht mehr folgte. Nach einer Reihe von Attentaten und Wahlfälschungen, übernahmen die Energie- und Transportgilden insgeheim die Macht im Großen Senat. Als die Jedi die Verschwörung enttarnten und versuchten, den Senat zu reinigen, wurden sie zu Verrätern erklärt. Viele ließen sich vor Gericht stellen und hinrichten, doch die meisten flohen in die äußeren Systeme und versuchten, den Menschen Kunde von der Verschwörung zu bringen. Doch die Ältesten beschlossen zurückzubleiben, und der Große Senat lenkte sie ab, indem er Chaos verbreitete. Heimlich stiftete der Senat Rassenkriege an und unterstützte regierungsfeindliche Terroristen. So wurde das Justizsystem verlangsamt und die Verbrechensrate stieg so weit an, dass die Systeme die Schaffung eines totalitären Polizeistaats begrüßten. So wurde das Imperium geboren.“ Oder in dieser neuen Fassung die erste Ordnung.

    Damit komme ich abschließend dann aber auch zu den Schattenseiten, die allesamt auf die Plattheit von TFA zurückgehen: Die Vorgeschichte von Republik, Widerstand und erster Ordnung sind nun als Retro-Gemisch aus den Prequels (Attentate, geheime Kriege) und klassischer Trilogie (Rebellion dagegen) entlarvt. Wie plump und einfallslos kann es noch werden? Claudia Gray ist ausdrücklich ein Kompliment zu machen, wie geschickt und unterhaltsam sie diese Plumpheit präsentiert, aber selbst sie kann die nichtssagenden und von der Abrams-Camorra vermutlich auch bei Gängen über Friedhöfe erdachten Organisationsbezeichnungen nicht sinnvoll erklären. Erste Ordnung? Wieso? Widerstand? Wie platt.

    So bleibt am Ende trotz glänzender Unterhaltung der Abramssche Würgereiz, der den Roman herunterzieht. Nachdem Lost Stars von mir allerdings eine 2 erhalten hat, gebe ich gerne auch Bloodline diese 2. Vielleicht sogar mit einem Plus dahinter, denn anders als Lost Stars bleibt Bloodline erzählerisch nicht unter seinen Möglichkeiten, sondern holt das meiste aus einer für Star Wars unseligen Situation heraus. Möge Rian Johnson 2017 ähnliches gelingen.

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  • From Hemator on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

    Freitag kam „Bloodline“ bei mir an, Montag war ich damit fertig. Und da Tim in der letzten regulären Folge empfohlen wurde, die Meinung beim letzten alten Buchclub zu posten, mache ich das hiermit. Zuerst ganz kurz und knapp: Sehr gutes Werk, endlich mal ein Roman der Einheitskontinuität, der sich wirklich relevant anfühlt; definitiv einen Buchclub wert. Ich hatte ja gehofft, dass mein heimlicher Lieblingscharakter aus TFA, Lanever Villecham, einen Auftritt bekommt, dem war aber leider nicht so. Dafür haben wir mit „Seastriker“ einen Namen, der perfekt zu „Starkiller“ und „Skywalker“ passt.
    Und hier noch meine ausführliche Rezension, ich habe mich bemüht, sie so weit wie möglich spoilerfrei zu halten, aber einige kleinere Spoiler sind dann, je nach Standpunkt, doch mit reingerutscht:

    Ich denke, nach ihrem zweiten Roman kann man getrost sagen, dass Claudia Gray das Beste ist, was der literarischen Welt von Star Wars passiert ist, seit Disney das alte EU ad acta gelegt hat. Bereits mit „Verlorene Welten“ hat sie gezeigt, dass sie sich vorzüglich in der weit, weit entfernten Galaxis bewegen und stimmige neue Figuren kreieren kann, deren Lebensweg man als Leser gerne folgt. Mit „Bloodline“ zeigt sie nun, dass man ihr auch einen zentralen Charakter des Franchise völlig bedenkenlos anvertrauen kann – in diesem Fall Prinzessin Leia. Ich würde vielleicht sogar sagen, dass es sich hierbei um das beste Werk mit Leia-Fokus überhaupt handelt, allerdings gibt es davon nun nicht so viele und ich habe „Tatooine Ghost“, der vorher bei vielen diese Stellung einnahm, bisher nicht gelesen.

    Darüber hinaus liefert „Bloodline“ einige Hintergründe zu „Das Erwachen der Macht“ und sollte vor allem von denjenigen unbedingt gelesen werden, die, wie ich, in Episode VII politische Hintergründe vermissten. Wer dagegen ein klassisches Star-Wars-Abenteuer mit Raumschlachten, Action und Lichtschwertkämpfen sucht, wird hier sicher nicht fündig. Claudia Grays zweiter SW-Roman ist ein reinrassiger Politthriller, der ganz in der Tradition von James Lucenos „Schleier der Täuschung“ steht.

    Die Handlung beginnt sechs Jahre vor den Ereignissen von „Das Erwachen der Macht“, noch herrscht Frieden – zumindest scheint es so. Während ihr Ehemann Han Solo seine Karriere als Rennfahrer und -organisator verfolgt und ihr Bruder Luke zusammen mit ihrem Sohn Ben in Jedi-Angelegenheiten in der Galaxis unterwegs ist, tut Leia Organa das, was sie schon immer getan hat: Sie erfüllt ihre Pflicht. Nun allerdings nicht mehr als Rebellenanführerin, sondern als Senatorin der Neuen Republik, die inzwischen tief gespalten ist. Der Senat der Republik teilt sich in zwei inoffizielle Fraktionen: Die Populisten, zu denen auch Leia gehört, setzen sich, immer noch abgeschreckt durch Palpatines Machtmissbrauch, für eine schwächere Regierung und eine stärkere Eigenverwaltung der Mitgliedswelten ein, während die Zentristen eine stärkere Zentralverwaltung anstreben. Zu diesem Zweck wollen sie einen „Ersten Senatoren“ mit größeren Macht- und Handlungsbefugnissen installieren. Obwohl die Kluft zwischen beiden Parteien immer weiter wächst, sieht Leia sich gezwungen, mit dem Zentristen-Senator Ransolm Casterfo zusammenzuarbeiten, da sich Hinweise auf eine Verschwörung anhäufen und der sich als Senat handlungsunfähig erweist. Diese Verschwörung konfrontiert Leia auf höchst unangenehme Weise mit dem dunklen Geheimnis ihrer Herkunft, das sie seit fast dreißig Jahren hütet – wer würde schon einer Senatorin trauen, deren Vater Darth Vader war?

    Zwar war es nicht wirklich zu erwarten, aber dennoch sollte es noch einmal erwähnt werden: Wirkliche Enthüllungen gibt es hier nicht, Kylo Ren/Ben Solo und sein Fall zur Dunklen Seite spielen ebenso wenig eine Rolle wie Snokes wahre Identität (sofern er denn eine hat). Höchstens die eine oder andere Theorie könnte beeinflusst werden: So scheint es nun beispielsweise eher unwahrscheinlich, dass Kylo Ren selbst Rey auf Jakku versteckt hat, da er sechs Jahre vor Episode VII ja noch mit Luke als Jedi unterwegs war. Im Gegenzug erfährt man auch, dass er zu diesem Zeitpunkt noch nichts von seinem Großvater weiß und von dessen Identität wohl auf eher unangenehme Art und Weise erfährt, was seinen Fall zur Dunklen Seite begünstigt haben dürfte. Hin und wieder merkt man, dass die Story Group wohl noch Informationen zurückgehalten hat, das Gesamtbild ist jedoch, anders als bei so manchem anderen Roman der Einheitskontinuität, aufgrund der gewählten Perspektiven insgesamt stimmig.

    Statt großer Enthüllungen gibt „Bloodline“ Kontext und zeigt die politischen Anfänge der Ersten Ordnung. Die Ausgangslage besitzt dabei sowohl ein historische wie auch aktuelle Bezüge. Zumindest mich haben die Parteien der Neuen Republik zuerst ein wenig an den römischen Senat erinnert, der sich ebenfalls in zwei inoffizielle Lager teilte: Optimaten und Popularen. Diese unterschieden sich allerdings nicht so sehr in politischen Fragen, sondern eher in der Art und Weise, wie sie Politik machten und ihre Ziele erreichten. Noch stärker sind die Parallelen zur aktuellen politischen Situation in den USA, die ebenfalls drohen, das Land auseinander zu reißen. Es hätte mich tatsächlich nicht überrascht, wenn ein Zentristen-Senator etwas gesagt hätte wie: „We’ll make the Republic great again.“ Und es dürfte wohl auch kaum überraschen, dass die Erste Ordnung letztendlich aus den Zentristen „herauswächst“. Rian Johnson, Drehbuchautor und Regisseur von Episode VIII, hat einige Ideen zum Roman beigesteuert, was in mir die Hoffnung weckt, dass die politische Dimension in kommenden SW-Filmen wieder an Wichtigkeit gewinnt und dass die Erste Ordnung in Zukunft nicht nur wie das Imperium 2.0 wirkt, sondern die stärkere Eigendynamik entwickelt, die durch die Zentristen hier angedeutet wird.

    Die wirkliche Stärke des Romans liegt jedoch vor allem in der Figurenzeichnung. Gray arbeitet mit einem verhältnismäßig kleinen Personal, dessen Potential sie deshalb sehr gut ausschöpfen kann. Vor allem Leias Charakterisierung ist vollauf gelungen, man erkennt sowohl die junge Rebellenführerin der OT, als auch die abgeklärte Generalin aus „Das Erwachen der Macht“ und sogar die Politikerin, als die Leia im alten EU dargestellt wurde. Ihre Frustration mit der Unfähigkeit des Senats, ihr Hadern mit der Vergangenheit und ihrem Vater – all das wird sehr authentisch und nachvollziehbar dargestellt. Die interessanteste Figur des Romans ist allerdings Ransolm Casterfo, der als Zentrist höchst differenziert und komplex gezeichnet wird. Einerseits sammelt er imperiale Memorabilia und bewundert die Einigkeit und Stärke des alten Imperiums, bzw. das Potential, das es in seinen Augen hatte, andererseits hasst er Darth Vader aus sehr persönlichen Gründen. Casterfo glaubt tatsächlich und aufrichtig daran, dass die zentrale Machtausübung, die seine Partei anstrebt, für die Galaxis das Beste wäre. Auch er ist authentisch und besitzt einen sehr nachvollziehbaren Standpunkt – ich hoffe, dass er in absehbarer Zeit wieder auftaucht. Auch die weniger wichtigen Nebenfiguren, etwa Greer Sonnel und Joph Seastriker (beide gehören zu Leias Stab) oder die Zentristen-Senatorin Carise Sindian, die man zu Beginn vielleicht nicht allzu ernst nimmt, was sich im Verlauf des Romans allerdings ändert, sind sehr gelungen.

    Ebenso weiß „Bloodline“ stilistisch zu überzeugen; der Roman ist sehr angenehm und flüssig lesbar, ohne dass die Sprache allzu simpel oder banal wäre. Wie schon in „Verlorene Welten“ versteht es Gray, den Leser zu packen, selbst Nebenfiguren plastisch darzustellen und das Innenleben in ausreichendem Maße zu erforschen. Anders als in Alan Dean Fosters Episode-VII-Roman gibt es auch keine nervigen Perspektivwechsel mitten im Absatz.

    Die eine oder andere Schwäche hat der Roman leider dennoch. Die Entwicklung der Handlung ist ziemlich vorhersehbar, sobald man sich als Leser in den aktuellen Status Quo eingefunden hat, ist es nicht schwer zu erraten, wie der Plot weitergeht, was noch geschieht und welcher Natur die Verschwörung ist. Das hängt aber natürlich auch damit zusammen, dass wir wissen, worauf das Ganze hinausläuft. Und da die Handlung ansprechend gestaltet ist, ist das auch nur eine kleine Schwäche, die einem unglaubwürdigen Twist allemal vorzuziehen ist. Eine weitere kleine Schwäche findet sich bei den Lokalitäten. Gray schafft es nicht, bei mir ein wirkliches Gefühl für die besuchten Planeten zu wecken. Das betrifft vor allem Hosnian Prime; auf der aktuellen Zentralwelt der Republik spielt ein Großteil der Handlung. Leider wird zu keinem Zeitpunkt klar, was diesen Planeten wirklich ausmacht und was ihn beispielsweise von Coruscant abhebt. Ebenso bleiben manche Aspekte des politischen Funktionsweise der Neuen Republik ein wenig schwammig. Aber insgesamt ist das nur Meckern auf hohem Niveau.

    Fazit: „Bloodline“ ist ein überzeugender Politthriller mit gelungenen Charakteren, der die Hintergründe von Episode VII erforscht und sowohl die Erste Ordnung als auch die Neue Republik ein wenig greifbarer macht. Eine Fortsetzung würde sich hier definitiv anbieten, bis zu „Das Erwachen der Macht“ sind es ja noch sechs Jahre, die man füllen kann.

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  • From Darth_al_Ghul on RT #38 – SEASON FOUR, but ROGUE ONE

    Tag zusammen,

    die neue Folge nach der langen Pause war wie immer richtig klasse.
    Ihr seid richtig gut, macht weiter so. 🙂
    Könntet ihr in Zukunft vielleicht mal Diskussionsfolgen zu den Themen Soundtracks und Indy machen?

    Hier noch meine etwas abwegige Theorie zu der Szene mit der Kaputze:
    Das ist Vader ohne Maske sondern nur mit dem Beatmungsgerät, dass er in ep. 6 unter der Maske trägt.
    Er steht/kniet vor einem Bacta Tank. Da steigt er gleich hinnein weil ihn noch die Spätfolgen von Mustafar quälen.
    Da wir die imperiale Garde sehen, nehme ich an, der Imperator ist in der Nähe, bin mir aber nicht sicher, ob wir ihn im Film wirklich sehen werden.
    Vielleicht ist dieser Raum irgendwo im imperialen Palast oder so und Vader ist gerade beim Imperator zu Besuch, als die Nachricht eintrifft, dass die Pläne gestohlen wurden. Dann muss er der Tantive IV nachjagen. Das wäre ein fließender Übergang zu ep. 4 und man hätte die Gelegenheit Vader (und evtl. den Imperator) zu zeigen.

    Die Person kann eigentlich nur Vader sein, alles andere macht für mich keinen Sinn.
    Es ist die imperiale Garde anwesend, also ist der Imerperator nicht weit.
    Aber vor wem würde er nieder knien? Vor Niemandem!
    Und imperiale Offiziere (Tarkin und der Mendelson Charakter) haben ja ihre Uniformen, mit denen sie rumlaufen.
    Bleibt eigentlich nur Vader übrig.

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  • From tpommer on RT #38 – SEASON FOUR, but ROGUE ONE

    Die Folge war wie so oft sehr unterhaltsam!
    Und der ständig anlaufende alte Nadeldrucker im Hintergrund mit dem eingebauten Herdwecker bereichern den Podcast nicht. Die beiden solltet ihr schleunigst mal verlosen. 😉

    Viele Grüße
    Tim

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    • From Andi on RT #38 – SEASON FOUR, but ROGUE ONE

      Ich muss hier tpommer zustimmen. Die Geräusche im Hintergrund sind irritierend und nervend. Wir sind hier schliesslich nicht auf der Brücke der Enterprise. Ansonsten klasse folge.

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      • From Ben on RT #38 – SEASON FOUR, but ROGUE ONE

        Ja, ABER! Ich habe die verunstaltete Version doch schon wenige Stunden durch eine bereinigte Version ohne Hintergrund-Gedöns ersetzt! Ihr seid auch immer viel zu schnell mit dem Download-Finger 😀 Zumindest zu schnell für uralte Männer wie mich!

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        • From tpommer on RT #38 – SEASON FOUR, but ROGUE ONE

          Ach…. schnell. Wir haben halt Podcatcher. Da geht das automagisch.
          Das ist ja cool, dass es eine bereinigte Version gibt. Beim Laufen durch die Stadt hab ich mich nämlich immer panisch umdrehen müssen wenn es angefangen hat zu piepen. 🙂

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  • From Lord Moriarty on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

    Sehr gute Episode. Fand es ebenfalls toll, dass auch Sachbücher besprochen wurden. An den neuen Kanon habe ich mich noch nicht gewöhnt. Zu sehr liebe ich das alte EU. Und die neuen Romane (Ausnahme Lost Stars und Dark Disciple) haben mich bisher noch nicht wirklich überzeugen können. Aber gut dass ihr hier alles besprecht. Hin und wieder mal ein altes EU-Werk wäre aber auch schön. Danke und macht weiter so.

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  • From Mara_Jade on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

    Hallo zusammen,

    am heutigen Feiertag habe ich mal ein wenig Zeit und möchte euch daher mal mit meinem Review zur Reihe „Servants of the Empire“ (dt. „Diener des Imperiums“) beglücken.

    Das Ganze ist eine Jugendromanreihe, die ein Spinoff zu „Rebels“ ist. In einer Folge von „Rebels“ geht Ezra undercover als Kadett beim Imperium und findet dort in dem Kadetten Zare Leonis einen Verbündeten, der ihm hilft, da auch er nicht aus Überzeugung beim Imperium ist. „Servants of the Empire“ dreht sich nun komplett um die Geschichte von eben diesem Zare Leonis. Die Romanreihe beginnt über ein Jahr vor der Rebels-Folge und endet dann damit, dass Zare das Rätsel um das Verschwinden seiner Schwester löst. Irgendwann in der Mitte kommt dann mal die Begegnung mit Ezra vor, aber Ezra und die Ghost-Crew sind keine Protagonisten der Reihe, obwohl Ezra (wohl aus Werbezwecken) auf zwei von vier Covern der Buchserie abgebildet ist. Wer also Ezra nervig findet, kann die Reihe trotzdem lesen. Seine Beteiligung hält sich wirklich in Grenzen.

    Worum geht’s also? – Zare Leonis lebt mit seiner sehr imperiumstreuen Familie auf Lothal, die stolz darauf ist, dass es seine ältere Schwester Dhara an die Imperiale Akademie geschafft hat. Dieselbe Karriere im Imperium wird nun auch von Zare erwartet. Doch dann verschwindet Dhara auf einmal spurlos und das Imperium behauptet gegenüber ihrer Familie, sie sei desertiert. Zare kann nicht glauben, dass seine Schwester einfach so verschwinden würde, ohne ihrer Familie Bescheid zu geben. Er wird misstrauisch gegenüber dem Imperium und beschließt, die geplante Offiziersausbildung zwar anzutreten, aber nur zu dem Zweck, um etwas über den Verbleib seiner Schwester herausfinden zu können. Bei seiner gefährlichen Undercover-Mission unterstützt ihn seine Freundin Merei mit ihren Hacker-Fähigkeiten. Aber Zare ahnt gar nicht, mit welchen hohen Tieren des Imperiums er sich wird anlegen müssen…

    Die Buchreihe macht zwar mit den Coverzeichnungen im Rebels-Stil erst mal einen kindischen Eindruck und man möchte Bücher mit so einem Cover als Erwachsener vielleicht nicht unbedingt öffentlich sichtbar in der Bahn o.ä. lesen, aber der Inhalt ist doch erstauntlich gut und lesenswert. Zare ist ein interessanter Protagonist, der durch seine Undercover-Mission immer wieder in Gewissenskonflikte gerät: Auf der einen Seite muss er einen idealen imperialen Kadetten abgeben, um seinem Ziel, seine Schwester zu finden, immer näher zu kommen. Auf der anderen Seite verlangt das Imperium immer wieder unmoralische Handlungen von ihm, die er mit seine Gewissen nicht vereinbaren kann. Ständig muss er sich fragen, wie weit er gehen kann oder soll, um seine Tarnung aufrecht zu erhalten. Auch findet er an der Akademie Freunde, fragt sich aber, wie „echt“ diese Freundschaft sein kann, wo er doch eigentlich nur unter einem Vorwand an der Akademie ist und seine Freunde direkt zu Feinden werden würden, wenn er sich als Verräter outet.

    Die Buchreihe ist sehr clever aufgebaut, sodass auch Kinder (die eigentliche Zielgruppe) einen einfachen Zugang zu diesen moralischen Fragestellungen bekommen. So spielt der erste Band der Reihe noch an einer Art normalen “High School” auf Lothal, wo Zare erlebt, wie Mitglieder seiner Sportmannschaft diskriminiert werden, weil sie Aliens sind, und ein Schiedsrichter unfair pfeift. Die Teammitglieder reagieren darauf unterschiedlich, entweder mit Akzeptanz,
    mit offenem Protest oder sogar mit Gewalt. Dieselbe Situation wiederholt sich dann im Lauf der Serie im großen Stil, wenn es darum geht, ob man die imperiale Herrschaft hinnehmen soll oder dagegen rebellieren und wenn ja, wie viel Gewalt dann gerechtfertigt ist.

    Wie schon bei „Lost Stars“ bekommt man hier auch einen tollen Einblick in die Ausbildung imperialer Offiziere und die ist hier wirklich kein Zuckerschlecken! Während Thane und Ciena höchstens mal gelegentlich von ein paar Vorgesetzten entzweit und psychisch unter Druck gesetzt werden, geht es in „Servants“ wesentlich brutaler zu. Da werden Kadetten, die den Anforderungen nicht entsprechen, schon mal durch „Waffenfehlfunktionen“ bei Übungen aus dem Weg geräumt. Je weiter die Reihe fortschreitet, desto brutaler geht es zu.

    V.a. im letzten Band der Reihe wird es extrem interessant, denn da knüpft die Romanserie an das große Ganze des neuen Kanons an. Hier treten u.a. der Inquisitor und ein Kommandant Hux, der Vater von General Hux, auf. Von Letzterem erfahren wir hier, dass er bereits die Idee hat, Kinder bereits von klein auf als Soldaten des Imperiums zu drillen, was dann jetzt in TFA vom First Order umgesetzt wird. Was genau mit Zares Schwester Dhara passiert ist, bleibt im Dunkeln und bietet meiner Meinung nach Anlass zu vielen spannenden Spekulationen. Da Zare und Dhara dunkelhäutig sind, bin ich nach wie vor auch der Meinung, dass eine Verwandtschaft zu Finn gar nicht mal so abwegig wäre.

    Insgesamt also eine wirklich spannende Jugendromanreihe! Nicht so „erwachsen“ geschrieben wie „Lost Stars“, aber mit fesselnder Handlung! Also lasst euch nicht vom kindischen Cover oder der Verbindung zu Rebels abschrecken, sondern schaut mal rein. 🙂

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  • From Tim on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

    Hey Luke! =)

    Freut mich, dass Du mit der Folge trotz kränklichem Unterton etwas anfangen konntest! (Und willkommen in #TeamRey’sGeschichte – offensichtlich die beste der drei!)

    Falls Du es inzwischen nicht längst besitzt: Das TFA-Artbook hatte ich – über einen Mittelsmann – vom britischen Amazon bekommen. Ich bin aber vertraglich verpflichtet, darauf hinzuweisen, dass es theoretisch jeder sympathische Dorf-Buchladen bestellen kann. Uhm. Wobei das mit englischen Büchern wohl manchmal knifflig ist – und mit diesem hier besonders. Angeblich kommt im Mai eine deutsche Variante?

    LG
    Tim

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  • From Hemator on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

    Sehr schöne Besprechung des Episode-7-Romans, kann mich dem Urteil nur anschließen, mich haben diese dauernden Perspektivwechsel ebenfalls massiv gestört. Alan Dean Fosters Romanadaption bleibt weit, weit, weit hinter dem meisterhaften Episode-III-Roman von Matthwe Stover zurück. Als Vergleich wahrscheinlich nicht ganz fair, da Stover keine Informationen zurückhalten musste, aber trotzdem hätte man auch einen Roman zu „Das Erwachen der Macht“ viel besser, spannender und inspirierter schreiben können. Meiner Meinung nach sollte ein wirklich guter Filmroman das Drehbuch nicht nur nacherzählen und gegebenenfalls ein paar geschnittene Szenen beinhalten, sondern den Film ergänzen. Gerade bei diesem Roman hätte es sich angeboten, wenn sich Foster vor allem auf Rey und Finn (und evtl. Poe) konzentriert und ausschließlich oder zumindest größtenteils aus ihrer Perspektive erzählt hätte – sie besitzen einen ähnlichen Wissenstand wie der Zuschauer bzw. Leser und als solcher hätte man die Galaxis dann gemeinsam mit ihnen und durch ihre Augen entdecken können. Es wäre vielleicht auch gar nicht so verkehrt gewesen, die Inhalte von „Before the Awakening“ im TFA-Roman selbst unterzubringen, das hätte noch besseren Kontext gegeben und den Fokus auf Rey und Finn noch verstärkt. Natürlich hätte man das Buch dann nicht noch extra verkaufen können… So ist Fosters Roman nur aufgrund der Zusatzinformationen interessant und wird mit der TFA-Blu-ray, künftigen Filmen und sonstigen Zusatzwerken bald völlig obsolet sein.

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  • From domas on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

    Ich mag den neuen Kanon.
    Klar, uns gehen viele gute Geschichten verloren, wobei ich eher an die Bane-Triologie denke und nicht an die von den meisten favorisierte Thrawn-Triologie. Mit Thrawn bin ich irgendwie nie richtig warm geworden, zu viel Science, zu wenig Fantasy. Außerdem hat Darth Bane ja auch noch eine kanonische Legitimation in Clone Wars bekommen, mit Thrawn wird dies wohl nicht geschehen. Kanon hin oder her, jeder kann ja auch das alte EU lesen wenn er möchte, auch wenn ich mich in Zukunft auf die Werke im Disney-Kanon beschränken werde, da wird es ja auch genug Futter geben.
    Da ich meine Bücher und Comics am liebsten auf deutsch lese, werden meine Kommentare nicht nur unqualifiziert, sondern auch noch Monate hinterher sein. Diese Tatsache hält mich trotzdem nicht davon ab, dass auch ich meinen Senf dazugeben werde.

    Als erstes Buch im neuen Einheitskanon habe ich mir Verlorene Welten (Lost Stars), hauptsächlich auf Grund eurer sehr positiven Rezension gegönnt. Was soll ich sagen, ihr habt mit eurem Lob für Claudia Gray nicht übertrieben. Eine spannende und gut erzähle Geschichte über zwei Randfiguren im Bürgerkrieg, tolle Einblicke in das strenge, von Regelfetischisten kontrollierte Imperium und in die verlotterte Rebellion. Die Darstellung der Rebellen ist auch mein größter Kritikpunkt an dem Jugendroman. Ich denke mit einer romantischen 60er-Jahre-Hippie-Truppe lässt sich selbst gegen eine durch Korruption und Bürokratie erstarrte Imperiumsarmee kein Krieg gewinnen. Alles in allem gebe ich 4 von 5 Döner (von mir aus auch Punkte oder verlorene Sterne) für Lost Stars.

    Mein zweites Lesevergnügen bereitete mir der Erbe der Jedi-Ritter (Heir to the Jedi), welches mir trotz eurer eher verhaltenen Bewertung sehr gut gefallen hat. Gut, der Handlungsstrang um die zu befreiende Givin war nicht sonderlich ergiebig, aber es ging ja wohl auch mehr um die tragische Liebe zwischen Luke und Nakari Kelen und außerdem um Luke seine ersten Schritte in eine grössere Welt. Das tolle war dann auch, dass diese zwei Handlungsstränge am Ende sinnvoll verknüpft wurden, hierbei spreche ich natürlich von der Tatsache, das Luke in der Macht das Schicksal von Nakari miterlebt und nicht von irgendwelchen Nudeltricks. Zu den Nudelgeschichten, ich fand es eher amüsant, dass Luke seine erstarkenden Machtfertigkeiten unter der zuhilfenahme von fast-food trainiert. Gut, aus Pietätsgründen hätte er vielleicht Steine oder Gegenstände mit etwas größerer symbolischer Bedeutung wählen können, andererseits hat sich Luke in dem Moment wohl auch keine Gedanken darum gemacht, dass irgendwer mal seine Geschichte liest und sich ausgerechnet mit seine eher unkonventionelle Art der Nahrungsaufnahme auseinander setzt. Ich vergebe, da mich der Roman sehr gut unterhalten hat 3 bis 4 von 5 Nudelgerichte, aber ohne irgendwelche Banthainnereien, sondern einfach nur mit Nerf-Happen, so wie es auch sein sollte.

    Bis jetzt kann ich also behaupten, dass ich durchgehend sehr zufrieden mit dem neuen Kanon bin, habe aber auch als nächstes Tarkin und das Prinzessin Leia Comic im Regal auf mich am warten, bei beiden Werken überwiegt ja bei euch und im Fandom eine eher kritische Meinung. Nichtsdestotrotz werde ich mir auch hier eine eigene Meinung bilden und diese auch wieder gerne im Buchclub kundtun.

    Anschließend will ich einmal mein standardmässiges Lob für den ganzen Podcast im allgemeinen und ein ganz besonderes Lob für den Buchclub im speziellen loswerden.
    Ihr seid alle großartig, macht bitte noch lange weiter so und möge die Macht mit euch sein.

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  • From Chris_Aran on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

    Hallo,

    wieder mal eine tolle Folge (mit tollen Soundeffekten)!

    Da ich mittlerweile den Episode 7-Roman auch gelesen habe, kann ich euch nur in allen Punkten zustimmen. Es ist halt leider wirklich nicht mehr als eine Nacherzählung des Films. Da wäre mehr drin gewesen.

    Tim, was war denn an Shadows of the Empire so schlecht? Es ist zwar wahrscheinlich mindestens 15 Jahre her seit ich den gelesen habe, aber ich habe ihn
    eigentlich in guter Erinnerung. Vielleicht gefiel er dir wegen der Sache mit Leia und Xizor nicht? Würde mich mal interessieren.

    Wenn mal Flaute auf dem Büchermarkt ist, könntet ihr ja in einer Folge die 5 besten und schlechtesten Star Wars-Romane diskutieren, die ihr gelesen habt.
    Natürlich aus dem EU/Legends. Die neuen Sachen sind ja schon beurteilt und für sehr gut bis schlecht befunden worden. Und den Episode 3-Roman lassen wir vielleicht mal außen vor;)

    Auf Bloodline bin ich auch gespannt. Hoffentlich gelingt es Gray die Politik und was dazugehört interessant zu erzählen. Kylo wird vermutlich nicht groß
    thematisiert. Aber die Teaserbilder sehen jedenfalls vielversprechend aus.

    Grüße,
    Chris

    P.S.: Vielleicht wird Lor San Tekka der Indiana Jones des Star Wars Universums. Könnte was werden, oder sie versauen es…

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    • From Tim on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

      Yo Chris! =)

      Was „Shadows of the Empire“ betrifft, bin ich mal wieder hoffnungslos in der Unterzahl – es ist ein populärer Roman im Fandom, für viele der Einstieg ins EU, immer wieder in einem Satz mit den Zahn-Büchern genannt… Wie Du schon sagst: Viele haben ihn in guter Erinnerung, ich selbst dagegen nur in sehr grober, und nur als Roman – deshalb habe ich das Thema bislang aus Respekt und – hey – klassischer Furcht vermieden. 😉

      Die Sache mit Leia und Xizor… Jah. =( Bestenfalls bizarr und schlimmstenfalls… Ziemlich problematisch. Aber an dem Punkt stand ich bereits auf Kriegsfuß mit dem Buch, also kann ich nicht gut was dazu sagen. Zumal ich bis heute nicht weiß, ob Xizor überhaupt ernst gemeint war – oder ganz gezielt als Parodie von Space-Opera-Antagonisten (In neun von zehn Szenen steht er irgendwo herum und beschreibt sich selbst in Metaphern).

      Ist schwierig. Klar, Star Wars nimmt sich nicht völlig ernst und es hat diese B-Movie-Seite, aber während Stover in „Shadows of Mindor“ bewusst eine Gratwanderung versucht (mit deutlich umstrittenerem Ergebnis, zugegeben), wirkte SotE auf mich damals eher wie ein tatsächliches Überbleibsel aus einer anderen Zeit – eventuell geschrieben als Hommage an eine sogar noch ältere. =/

      Aber wie gesagt: Für ein hochoffizielles, in Sternen geschriebenenes Urteil sollte ich das Buch definitiv nochmal lesen – und es wäre bei Zeiten bestimmt ein Kandidat für einen Retro-Buchclub, wie Du vorschlägst. Wobei ich keine Ahnung hab, wie Sissi dazu steht, und ob Sie als Rache noch „Approaching Storm“ in den Topf wirft. 😉 So oder so, schreib uns gerne ein Review zu SotE, wenn Du magst!

      LG
      Tim

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      • From Darth Jorge on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

        Hierzu meine 5ct:

        Auch ich sollte mir das Werk noch mal geben, denn meine positive Erinnerung an das SotE-Erlebnis liegt sicher darin begründet, wie das Multimedia-Ereignis aufgezogen wurde, welches einem das Gefühl vermittelte, nach langer Zeit etwas mit größerer Bedeutung im SW-Universum zu erhalten. Den Roman selbst kann ich zur Zeit gar nicht mehr sicher beurteilen. Ich würde mich also freuen, wenn ihr diesbezüglich mal eine Retro-Review-Rubrik (Alliteration-Attacke!) im Buchclub etabliert.

        Doch drei Aspekte noch…

        Zitat:
        „Die Sache mit Leia und Xizor… Jah. =( Bestenfalls bizarr und schlimmstenfalls… Ziemlich problematisch.“

        Gegen „bizarr“ habe ich gar nichts – „problematisch“ wäre natürlich problematisch… 😉

        Wir hatten z.B. in der TCW-Diskussion schon mal den Zwiespalt „Gewalt als Lösung“ thematisiert, den ich unter dem Betrachtungsaspekt als Kinderserie natürlich ebenfalls sehe, den ich bzgl. des persönlichen Konsums als Erwachsener jedoch vernachlässigen kann (wenn ich es für die Handlung bzw. für die Charaktere denn statthaft oder nachvollziehbar empfinde).
        Entsprechend sehe ich das mit Leia und Xizor wohl als bizarr willkommen an. Aber – wie gesagt – hier würde ich erst ein abschließendes Urteil nach einer erneuten Sichtung abgeben wollen.

        Zitat:
        „Zumal ich bis heute nicht weiß, ob Xizor überhaupt ernst gemeint war – oder ganz gezielt als Parodie von Space-Opera-Antagonisten“

        Zumindest ist er ein deutlich unverstellterer Verweis auf den erbarmungslosen Ming der „Flash Gordon“-Comics und – damit eh korrespondierend und sogar noch deutlicher – auf Fu Manchu (Superschurke aus noch älteren Kriminal-Romanen). Beide haben natürlich den problematischen Hintergrund der damals vorurteilbehaftet angenommenen „gelben Gefahr“ – einschließlich der Kontroverse um eine Verfilmung (Mask Of Fu Manchu; 1932), in der der chinesische Bösewicht seinen asiatischen Gefolgsleuten befiehlt, weiße Männer zu töten und sich deren Frauen zu nehmen.
        Fu Manchu hat neben Ming viele weitere Bösewichte mitgeprägt – literarisch, filmisch und sogar weltlich, wenn man bedenkt dass eine „illustre Persönlichkeit“ wie Anton Lavey ästhetische Anleihen an diese Figur nahm… Das „Fu Manchu“-Klischee ist schon lange Popkultur, und aus diesem Fundus bediente sich „Star Wars“ – wie du selbst herausstellst – schon immer.

        Zitat:
        „(…) wirkte SotE auf mich damals eher wie ein tatsächliches Überbleibsel aus einer anderen Zeit – eventuell geschrieben als Hommage an eine sogar noch ältere.“

        Trefflich formuliert!!

        Aber auch hier gilt, dass dies ein Teil ist, der Star Wars essenziell ausmacht. Das „Star Wars“ des George Lucas war ein Retro-Konglomerat der eskapistischen Popkultur. Damit gehen natürlich viele Aspekte einher, die man als Guilty Pleasures bezeichnen könnte. Wichtig ist jedoch, dass „Star Wars“ – im Gegensatz z.B. zum Vorbild „Flash Gordon“ – dies NICHT NUR ist!
        Neben mythologischen, real-historischen Subtexten uvm. brach George Lucas die eskapistischen Klischees auch immer wieder auf. Leia stellt sich in ANH nicht als die „Jungfrau in Nöten“ heraus, sondern lässt die männlichen Helden im Todestern fast armselig erscheinen. In RotJ haben wir mit Oola ein „klassisches“ Sklaven-Opfer, dem Leia aber nur vermeintlich folgt etc.pp.

        Es ist genau diese Mischung, die „Star Wars“ zu so einer delikaten (Doppeldeutigkeit beabsichtigt!) Komposition macht. Ich führe heute immer häufiger Diskussionen, die sich um diese Aspekte drehen (prominentes Beispiel wäre vielleicht die Kontroverse um den Metall-Bikini), und natürlich sind sie prinzipiell berechtigt und in ihrer Brisanz auch nachvollziehbar, denn es geht bei der Betrachtung immer auch um persönliche Grenzen.

        Auch ein Regisseur wie Tarantino muss diese Diskussion immer wieder führen. So lange seine Filme deutlich eine Meta-Ebene erkennen lassen, applaudiert das Feuilleton. In den Fällen, in denen die Kritiker diese nicht erkennen können (z.B. bei seinem Grindhouse-Projekt, das er mit Robert Rodriguez realisierte) wird die Nase gerümpft. OK, Rezipienten mit behütenden Ansinnen verspüren schon früher Unwohlsein. Und natürlich ist es auch so, dass er jenseits der künstlerischen Überstruktur den von ihm verehrten Splatter-Filmen Italiens, Japans etc. huldigt und sie als performatives Kino neu zelebriert.
        Wann Subkultur zur Popkultur wird, ist nicht vorhersehbar. Dass gedärmeverspeisende Zombies mal zu einem Sujet für ein Mainstream-TV-Publikum werden, hätte man Ende der 70er bzw. Anfang der 80er wahrlich nicht ahnen können. Damals waren filmische Produkte mit Zombies derart geächtet, dass man sich als akzeptiertes Mitglied der Gesellschaft zu ihnen kaum bekennen konnte. Heute haben wir „The Walking Dead“ und selbst in TCW tauchen Quasi-Zombies mit Würmern im Hirn auf.
        Noch ist ein T-Shirt mit Charles Manson für viele eine Provokation, ein Fu Manchu Bösewicht ist es inzwischen wohl weniger. Ebenso wenig wie Nazis als Okkult-Bösewicht-Schablone, die Lucas bereits in den Indy-Filmen umsetzte. Mal abgesehen davon, dass das Space-Nazis-Konzept bereits in der OT angedeutet wurde und in TFA nun überdeutlich zu erkennen ist.

        Aber ich lasse mich forttragen… 😉

        Natürlich ist selbst das – im Gegensatz zur wirklich kontroversen Subkultur – recht etablierte Kino eines Quentin Tarantinos nicht mit dem des George Lucas zu vergleichen. Vielleicht sind GLs Inspirationen (Flash Gordon, Frazetta Fantasy-Art etc.pp.) im Hinblick auf sein Publikum sogar kritischer zu sehen. Doch gerade „Star Wars“ hat nicht EIN bestimmtes Publikum (dafür ist es viel zu groß und vielfältig) und ich persönlich mag Kunst eh nicht aufgrund des angenommenen oder realen Publikums bewerten. Die Inspirationen empfinde ich da schon als deutlich interessanter, aber auch hier ist ja wichtiger, in welcher Weise und Umfang sie Eingang in die Gesamtkomposition gefunden haben.

        Ohne dies nun noch mehr zu vertiefen, möchte ich damit schließen, dass ich die Guilty Pleasures als eine (!) Zutat der „Star Wars“ Rezeptur für essenziell halte – Einzelfälle wären natürlich unter verschiedenen Gesichtspunkten (siehe beispielsweise den Publikumsaspekt von TCW) vortrefflich zu diskutieren.
        Xizor als Bösewicht und auch das Set-Piece „Xizor und Leia“ würde ich unter den beschriebenen Schutzmantel der „Star Wars“-Rezeptur nehmen wollen. Ob ich für den Roman an sich als Verteidiger auftreten möchte, kann ich erst nach erneuter Lektüre sagen.

        Also, kündigt dies bitte früh genug an, wenn ihr das angehen wollt…

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        • From Lord Moriarty on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

          Extrem interessanter Kommentar. Besonders die Infos zu den Pulp-Verbindungen Fu Man Chu und Star Wars etc. fand ich sehr aufschlussreich.

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          • From Chris_Aran on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

            Hi,

            immer wieder interessant, was doch alles dahinter steckt. Als ich Xizor zum ersten mal sah (habe das Spiel gespielt, bevor ich den Roman gelesen habe), musste ich auch sofort an Ming, den Unbarmherzigen denken.

            Um ein Review zu SotE zu schreiben, müsste ich den Roman definitiv nochmal lesen. Aber wenn sich eine Lücke zwischen den Neuerscheinungen auftut, werde ich das mal in Angriff nehmen (lese gerade Tarkin, Aftermath ist auf deutsch erschienen und es liegen u.a. noch Darth Plagueis und Kenobi auf meinem Stapel).
            Grundsätzlich fand ich, dass der Roman die Lücke zwischen V und VI gut geschlossen hat. Die Einbettung fand ich auch klasse. Z. B. gab es in X-Wing Alliance eine Mission (genau wie im Roman), in der man zusammen mit Luke und Dash die Suprosa wegen der Todesstern II Pläne angegriffen hat.
            Und da ja das ganze „Lucas-Imperium“ darin involviert war, hatte SotE für mich (ähnlich wie The Force Unleashed, bei dem Lucas selbst bei der Entwicklung des Settings zw. III und IV beteiligt war) einen höheren Stellenwert im Kanon als die restlichen Romane. Ich dachte auch eine Zeit lang, dass SotE im Kanon fast den selben Stellenwert genießt, wie die Filme. Und außerdem, wie oft kommt es denn schon mal vor, dass ein Roman einen eigenen Soundtrack bekommt (der auch im Spiel z.T. zu hören ist, aber er ist wirklich für den Roman komponiert worden; sieht man an der Trackliste)?

            Die Retro-Review-Rubrik wäre schon eine feine Sache. Das muss ja nicht jedes mal sein. Und man muss ja auch nicht jeden Roman super ausführlich behandeln (und den Inhalt kann man ja auf Wookiepedia etc. nachlesen, das reicht manchmal auch schon zum diskutieren). Aber es gibt ja doch „einige“ Bücher, über die sich trefflich streiten ließe…

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  • From Darth Jorge on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

    Vielen Dank für diese weitere Ausgabe des Buchclubs, die – wie nicht anders zu erwarten – erneut qualitativ hochwertig unterhalten konnte.

    Da unsere Moderatoren ganze Arbeit geleistet haben, kann ich auch nur wenig kommentieren…

    Literaturnews:

    Der eigentlich nach TFA erwartete Literatursturm brach nicht los – und ich glaube Mara Jade hatte dies schon herausgestellt, da es auch nach dem Film noch so viel Geheimnisse gibt, deren Auflösungen zurückgehalten werden, um ihr Potential in den Folgefilmen zu nutzen. Machen wir uns nichts vor: Nach dem Film gab es sogar noch mehr Fragezeichen als vorher…

    Bloodline…
    Ich stimme Sissi zu! Ein Roman, der Leia und Vader thematisiert, müsste auch Kylo/Ben einschließen – und der Titel „Blutlinie“ drängt dies doch sogar geradezu auf. Aber auch ich vermute, dass man dies umschiffen wird. Es wird abzuwarten bleiben, ob Gray aus dieser Herausforderung etwas macht – was ja möglich wäre, bisher bei den neuen Kanon-Werken aber eher ausblieb. Aber der Claudia traue ich ja durchaus was zu…

    Zu Tim: Der Sammelband mit den brasilianischen Comics ist übrigens wirklich nett!!

    Und: Bzgl. des kommenden Making Ofs erwarte ich auch nicht viel…

    Kommen wir zu den Besprechungen. Freut mich sehr, dass nun auch Sachbücher unter die Lupe genommen werden, und – um dies schon mal vorwegzuschicken – ihr habt dies fundierter und unterhaltsamer gestaltet, als ich es überhaupt für möglich gehalten habe!!

    Das Artbook ist grandios und hat mich bzgl. meiner TFA-Rezeption aufgrund der Visualisierung verschenkter Chancen nochmal richtig betrübt.
    Auch wenn ich zustimme, dass das Buch recht ehrlich gestaltet ist, so präsentiert es uns doch eine Auswahl an Werken, die ein Artbook zum letztlich realisierten Film bilden soll. Das ist auch nur sinnig! Trotzdem können wir aufgrund der dort gegebenen Informationen die frühen Konzepte nur schwer einordnen. Schließlich hatten die Künstler am Anfang nur die Lucas-Treatments und dann den Arndt-Text bis Abrams und Kasdan dazukamen. Aus der frühen Zeit wird man entsprechend sehr vorsichtig (und nur sehr wenig!) ausgewählt haben. Aber selbst hier gibt es Beispiele, bei denen ich ins Spekulieren gerate. Ich glaube z.B. nicht, dass die Darth Talon Figur nur ein Platzhalter war, aber meine Gründe für diesen Glauben würden an dieser Stelle zu weit führen. Da halte ich es wie Maz: Eine Geschichte für ein anderes Mal…
    Ich bin mir auf jeden Fall nicht sicher, ob die schwer zuzuordnenden Bilder – wie Tim vermutet – freie, visuelle Story-Entwicklung sind, oder ob sie doch auf eine der genannten Grundlage zurückgehen.

    Der chronologische Aufbau ist prinzipiell erfreulich, auch wenn ich den Eindruck habe, dass dies im Hinblick auf das fertige Produkt (bei wenigen Konzepten!) etwas zurechtgebogen wurde. Ich meine auch, dass man dies daran festmachen kann, dass Werke von Künstlern in Abschnitten auftauchen, nachdem sie das Team bereits verlassen hatten – und umgekehrt.

    Die Idee, versunkene Wrackteile des zweiten Todessterns aufzusuchen, hat mir gut gefallen. Im profanerem Stile haben wird dieses Konzept (Stumme Zeugen der OT-Vergangenheit) dann ja auch durch die Anfangssequenz auf Jakku bekommen – in der Rey im Sternzerstörer-Wrack herumklettert.
    Eine archäologische Suche im Thronsaal hätte aber eher zu einer Zeit gepasst, die näher an Ep.6 hätte sein müssen. Daher würde ich es auch lieber sehen, wenn diese Idee von einem Medium aufgegriffen wird, das zwischen Ep.6 und 7 spielt. In den Begleittexten zum Film wird ja angedeutet, dass Lor San Tekka evtl. mit Luke auf der Suche nach alten Jedi-Stätten ist. Und durch Aftermath und auch durch den Vader-Helm in TFA wissen wir, dass es ein Interesse an Sith-Artefakten gibt. Daraus könnte man interessante Geschichten basteln, die auch den versunkenen Thronsaal beinhalten könnten.
    Gut, einen Unterwasser-Falken – wie wir ihn im Artbook sehen – würde ich zu keinem Zeitpunkt als sinnig erachten.

    Schrott-Jakku vs. Wüsten-Jakku…
    Ja, man wollte für den Film wohl – wie Tim richtig sagt – die Tatooine-Einsamkeit umsetzen, aber ein richtiger Schrottplanet hätte deutlicher gemacht, dass Rey „entsorgt“ wurde, wenn unsere Theorie, dass sie von Kylo dorthin verfrachtet wurde, denn auch stimmt. Aber auch grundsätzlich hätte ich den Schrottplaneten vorgezogen. Ich kann gar nicht betonen, wie sehr. Und auch viele andere Ideen: Das exotische Takodana z.B. oder dass wir nicht Maz sondern Leia in einem Schloss besucht hätten, was natürlich andeutet, dass man ihre Rolle zu einer gewissen Zeit eher von einem Blickwinkel betrachtet hat, der mir wohl mehr gefallen hätte.
    Aber genug davon…

    Eins noch!
    Tim sagt, dass die tollen Designs im Artbook den Mangel derselben im Film wieder wettmachen?! Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich das verstehen soll: Das „was wäre wenn“ in einem Artbook reicht also aus?

    Und noch Anakin! Ich würde es extrem begrüßen, wenn wir Hayden in Ep.8 als Machtgeist zu sehen bekämen! Da uns dieses Konzept aber nun bereits im Artbook zu TFA präsentiert wird, lässt mich dies daran zweifeln, dass wir dies im Folgefilm sehen werden, denn sonst hätten sie es uns wohl wirklich noch vorenthalten. Um so trauriger macht es mich zu sehen, dass man es bereits für Ep.7 im Sinn hatte und diese Chance nun wohl gar nicht nutzt, die drei Trilogien ein Stück weit zu einer Saga zu verschmelzen. Bleibt zu hoffen, dass uns dies das neue EU irgendwann mal bieten wird.

    Visual Dictonary:
    Wie alle dieser Art – sehr, sehr nett. Aber wenn ich an Bemerkungen denke wie „Machtnutzer können nach Lukes Verschwinden die Macht nicht mehr spüren…“ habe ich fast schon wieder keine Lust mehr auf den Schwurbel, den uns Abrams eingebrockt hat…
    Insbesondere da Lucas selbst diese Idee bereits als Abschluss für Ep.3 im Sinn hatte: Da sollte Anakins Fall dazu führen, dass keine neuen Machtnutzer mehr geboren werden. Aber Lucas hat diese Idee dann ja aus gutem Grund nicht umgesetzt.

    Raumschiffe und Fahrzeuge:
    Hätte nicht gedacht, dass man hierzu so viel Interessantes hätte erzählen können. Großartig!
    Dass wir bisher noch keinen Location-Band haben, liegt vielleicht daran, dass man diesen nicht recht füllen könnte. Mal sehen: Niima-Outpost – deutlich unspannender als z.B. Mos Eisley oder Mos Espa. Maz Castle – da müsste man schon viel hinzudichten, denn im Vergleich zu Jabbas Palast sind wir in dieser Kaschemme ja auch nicht viel rumgekommen. Resistance-Basis – joah, würde gehen. Starkiller-Base – sicher mit dem größten Potential. Insgesamt aber eher wenig für ein Buch, oder? Trotzdem hätte ich so ein Werk gerne, denn ich schätze diese Reihe – wie auch die anderen – sehr.

    Before The Awaken:
    Habt ihr alles zu gesagt. Finns Hintergrundgeschichte macht für mich in Bezug auf den Finn des Films ebenfalls nicht richtig Sinn -weder von seiner Charakterisierung noch für die Beziehung zu Phasma und Elemente wie das Holodeck… Die Trooper-„Rekrutierung“ und -Konditionierung wäre da sicher interessanter gewesen.
    Poes und Reys Geschichten sind dagegen recht nett!

    TFA-Roman:

    Sissi, deine HC-Ausgabe hat keinen festen sondern einen flexiblen Einband? Frage mich, welche Edition das ist. Ich habe hier das Del Rey Hardcover, das in seiner Aufmachung den bisherigen Kanon-HC (New Dawn etc.pp.) gleicht.

    Allerdings finde ich es sehr ärgerlich, dass das TFA-Hardcover der Junior-Novel von Größe und Design nicht zu den im letzten Jahr erschienenen Jugendbüchern zur OT passt.

    Doch zurück zur „Erwachsenen“-Adaption…

    In den 70ern und 80ern waren „Romane zum Film“ wirklich nur Schnellschüsse mit denen man versuchte, eine weitere Mark zu machen. So etwas wie der Ep.3-Roman wäre damals nicht denkbar gewesen. Alan Dean Foster war zur damaligen Zeit als guter Handwerker bekannt, der z.B. bzgl. der „Star Wars“-Adaption, für die er auch nur Drehbuch und Konzeptbilder zur Verfügung hatte, etwas ablieferte, das mir (als Kind!!) das Kinoerlebnis ausweitete. Und mehr war damals wirklich nicht zu erhoffen. Sein „Splinter Of The Mind’s Eye“ ist dann auch noch ein Dokument klassischer SW-Lore, das allein aufgrund seiner historischen Dimension von Bedeutung ist: Schließlich sollte dies in der Tat die Vorlage für mögliche Film-Fortsetzungen sein!! Insofern mag ich den Typ und habe es auch begrüßt, dass man ihn mit „Approaching Storm“ noch mal ins SW-Universum ließ. Damals äußerte er sich auch, dass es doch sinnig wäre, wenn er auch die Adaption zu Ep.3 verfassen würde, da er so die Brücke zu seiner Ep.4-Adaption schlagen könnte. Doch machen wir uns nichts vor: Seine Vorgehensweise ist nicht mehr zeitgemäß und schreiberisch brilliert er auch nicht. Daher hat man ja glücklicherweise auf ein anderes Pferd gesetzt!

    Anders nun bei TFA, und ich sehe die Entscheidung – wie Tim es sagt – als puren Publicity-Stunt, den ich nur ablehnen kann. Natürlich hat man es Foster auch extrem schwer gemacht, aber das entschuldigt lang nicht alles…
    Ich habe mich auf jeden Fall durch den Roman durchgequält!

    Ihr arbeitet aber auch alles perfekt heraus – ich kann mich nur anschließen und meinen Hut ziehen! Auch Tims Ausführungen zur Erzählperspektive sehe ich nicht als Kleinkram, sondern als elementare Kritik an!

    Tims Bild, dass Snoke für Ben vielleicht eine Stimme seiner frühen Kindheit war, die ihm vor dem Einschlafen böse Offenbarungen eingeflüstert hat, ist grandios!
    Mich würde sehr interessieren, welche Passage des Romans diesen Eindruck vermittelt hat – du sagtest ja, dass es nicht wörtlich im Buch zu finden ist. An mir ist das leider vorbeigegangen, aber – wie gesagt – irgendwann habe ich mich nur noch zum Lesen gezwungen…

    Tim geht nochmal auf die Story des Films ein und „entschuldigt“ die Ausgangsposition damit, dass man dem Publikum nicht das Gefühl geben wollte, dass etliche Filme zwischen Ep.6 und 7 liegen müssten. Prinzipiell stimme ich zu. Allerdings wäre es dann auch sinniger gewesen, wenn man uns ein Universum präsentiert hätte, das (immer noch) besser zum Ende von Ep.6 gepasst hätte. Statt dessen sehen wir ein Universum, in dem wieder ein starkes „Imperium“ (mit noch krasserem Todesstern) gegen eine „Rebellion“ kämpft. Auch wenn uns die Bücher nun einen komplexeren Hintergrund nachreichen, ändert dies nichts daran, dass uns im Film ein Kräfte-Setting begegnet, das extrem dem von Ep.4 ähnelt.
    Später bringt dies Tim aber auch an, wenn er erwähnt, dass es ihm lieber gewesen wäre, wenn das „Imperium“ als Underdog aufgetreten wäre, was ganz meiner Meinung entspricht. Aber genug vom Film…

    Die recht guten Reaktionen zum TFA-Roman bei Goodreads liegen natürlich am erweiterten Publikum. Die Romanadaptionen zu den Filmen haben sich immer – extrem deutlich – häufiger verkauft als alle anderen SW-Romane. Da ist die Vergleichbarkeit einfach nicht gegeben.
    In diesem Zusammenhang nochmal zur Sterne-Bewertung des Buchclubs: Ich persönlich lehne die Beurteilung von Werken mittels solcher Hilfsmittel völlig ab – und habe dies an anderer Stelle auch schon seitenlang begründet. Ich weiß aber auch, dass das Publikum – selbst mit dem Wissen um die Unbrauchbarkeit des Systems – daran festhalten möchte. Insofern…

    Anknüpfungspunkte zum Film:
    Da wurde ja bereits Alles gesagt…
    Ich könnte noch die Sache mit den Relikten nennen, die ich ja schon beim Artbook erwähnt habe, aber auch die wird man sich aufsparen müssen, da diese sicher mit Bens Vergangenheit verknüpft sind. In diesem Zusammenhang kann ich nur noch erwähnen, dass ich eine vage Andeutung (!) zum Weg, den Lukes Lichtschwert genommen hat, im Film schon vermisst habe und Maz‘ Kommentar hierzu fast als Zuschauerbeleidigung empfand…

    Ich hoffe, dass wir einige Werke (oder zumindest ein Werk) bekommen werden, die uns Leia und Han als liebendes und funktionierendes Paar präsentieren. Das wird nicht einfach, aber gerade im Hinblick auf eine archäologische Mission könnte man die beiden in ein romantisches Abenteuer schicken. Aftermath präsentiert uns jedoch bereits einen Han, der anscheinend schon nach kurzer Zeit lieber in sein altes Leben flüchten will – obwohl die Ben-Tragödie noch nichtmal passiert ist. Ich hoffe, dass dies nicht die allgemeine Agenda für den neuen Post-Endor-Han ist!

    Ansonsten: Ja, Jedi-Akademie nehme ich auch sehr gerne!!

    Sissi, Tim, vielen Dank für diesen Podcast – und Dank an Ben für die grandiosen musikalischen Zwischenspiele. Die Download-Sektion müsste diesbezüglich mal wieder aktualisiert werden, oder?
    Die Musik als Untermalung der Diskussion (beim Part über die Anknüpfungspunkte zum Film) störte mich etwas, als ich sie über Kopfhörer rezipierte. Also nicht die Art der Musik, sondern die Tatsache, dass sie mir zu dominant erschien. Über Lautsprecher war es aber kein Problem. Wo bleibt eigentlich das SW-inspirierte Album?!?!

    So, endgültiges Fazit: 5 Sterne! 🙂

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    • From Tim on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

      Hey Jörg! =)

      Ich wollte nur nochmal vermelden, dass die brasilianische OT-Adaption inzwischen eingetrudelt ist – und ich find sie bisher auch ziemlich sympathisch! (Wobei ich das Buch prompt für schlechte Tage rationiert habe, und – uhm – immer noch nicht durch bin. Keine Spoiler!) Ich hoffe, sie setzen diesen Stil irgendwann für die anderen Filme fort. Ich find’s immer interessant, die Kernsaga mal in einem anderen Medium „aus einem Guss“ zu sehen, quasi die reine Geschichte, losgelöst von unseren üblichen Fandom-Diskussionen um CGI, damaligen Zustand der Schauspieler, etc. Aber vielleicht lade ich einem harmlosen Comic da auch zu viel Erwartungen auf. 😉

      Passend zu diesem Stichwort – Du hattest das nachgereichte Worldbuilding des Artbooks angesprochen, und ich hatte das in der Folge etwas blöd formuliert: Idealerweise wären die coolsten Artbook-Ideen in irgendeiner Form in den Kanon übergangen, keine Frage. Dort fehlen sie mir auch nach wie vor. Aber dieses Gefühl von „Woohoooo, Worldbuilding!“, das ich im Film selbst vermisst hatte, das hat das Artbook erfolgreich nachgereicht. Rein gefühlsmäßig bin ich erstmal also ganz kurz zufrieden. 😉 Anschließend hängt es davon ab, ob die Romane genug aus dem TFA-Material machen können und ob Epi 8 anschließend eine interessantere Galaxis danach/dahinter zeigt.

      Ah – das Bild von Snoke und Baby Ben war so ein Mix aus dem unheimlichen Vater-Sohn-Unterton ihrer TFA Szenen, Leias Beichte gegenüber Han, und evtl. TCW’s Children of the Force, mit den Mustafar Kindern. Aber wirklich belegt wird es durch nichts davon, jah… Deshalb halte ich mich aus den Theorien normalerweise raus, weil ich früher oder später immer lande bei „Was würde ich cool finden“ bzw. hier „Was würde mir Angst machen“, und speziell letzteres ist ein unerschöpflicher Vorrat. 😉

      LG
      Tim

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  • From Tutti on RT Buchclub #05 – The Force Awakens / Before the Awakening

    Hallo Buchclub,

    fand die Folge trotz der kränklichen Stimmen sehr toll. Hab einfach nur ein paar Anmerkungen während dem Hören gesammelt.

    Zu den Comics:
    Ich fand die abgeschlossenen Geschichten der Comics bisher auch besser. Bei den fortlaufenden Geschichten hatte ich eigentlich gehofft, dass das Crossover „Vader Down“ dem ganzen irgendwie gut tun wird und alles wieder auf eine bessere Bahn lenkt. Aber Sissi klang ja nicht so begeistert davon. 🙁

    Zum Artbook:
    Das Artbook muss ich mir jetzt wohl auch zulegen. Habt ihr ja toll gemacht. 😀

    Zum TFA Roman:
    Ich bin froh, dass ich das Buch vor dem Podcast gelesen habe. So bin ich schnell durchmarschiert und hab die ganzen Mängel gar nicht so beachtet. Würde ich es jetzt nochmal lesen, fände ich es wahrscheinlich viel schlimmer, weil ich auf eure Kritik achten würde.

    Zu den zukünftigen Werken:
    „Wir brauchen natürlich eine Crusher Roodown Roman Trilogie, in der das Missverständnis aufgeklärt wird, das dazu führte,dass seine Arme von Unkar Plutts Schlägern abgehackt wurden! (Enzyklopädie S.37)“ –> Da hab ich doch tatsächlich den Zwinker-Smiley vergessen letztes Mal. 😉

    Das ist übrigens Crusher Roodown:

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