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Hier findest Du eine Übersicht aller verfassten Kommentare zu Episoden unserer Podcasts

  • From Amatra on RT #164 - Komplyten

    Liebe Fazitolyten,

    was für eine großartige abschließende Folge! Ich finde es so schön, wie umfangreich Ihr Euch diesmal mit dem Gesamtkonzept von The Acolyte beschäftigt habt und auch Eure Hörer miteinbezogen habt. Ich hätte noch gut und gerne zwei weitere Stunden zuhören können.

    Dass Ihr unterschiedliche Meinungen habt, ohne Euch ernsthaft zu zerfleischen und auch dem Feedback und den verschiedenen Eindrücken Eurer Hörer Respekt zollt, ist eine grundlegende Einstellung, die in der (digitalen) Welt leider weitestgehend verloren gegangen ist: Wertschätzung.

    Deshalb höre ich Euren Podcast so gern.
    Wenn es Euch damals zu Zeiten von Episode 1 schon gegeben hätte, hätte ich vielleicht nicht nach dem Kinobesuch das Thema Star Wars über so viele Jahre über Bord geworfen, hätte meine damalige Fanclub-Mitgliedschaft nicht aus Frust gekündigt und nicht aufgehört meine Geschichten zu schreiben, bis Rogue One den Bann dank Scarif gebrochen hat.
    Stattdessen hätte ich mir den Rest der Prequels vermutlich doch im Kino angeschaut? Entweder vor oder definitiv nach Eurer Besprechung.

    Mit dem Kinostart der Prequels hat die Spaltung der Fangemeinde doch überhaupt erst begonnen, die zuvor noch die Eroberung des Buchmarkts (dank des Erfolgs der Zahn-Trilogie) einheitlich gefeiert hat.
    (Über die Ewok-Filme und die uralten Zeichentrickserien gab es erstaunlicherweise nie eine ernsthafte Diskussion. Zumindest keine, die die Gemüter so erhitzt hätte.)

    Ich mag weder die Pre- noch die Sequäls, aber immerhin habe ich meinen Frieden damit gemacht. Es ist wie es ist und mich fragt ja keiner. Vielleicht auch besser so.

    Nichts hat die Fans seither wieder vereint, im Gegenteil: jede Entscheidung von Disney fördert den Zwiespalt und es wird meiner Meinung nach nichts geben, was diejenigen wieder zusammenbringt, die mit Vorliebe das Haar in der Suppe ausfindig machen, nur um darüber so lange schimpfen zu können, bis sie vielen anderen den Appetit verdorben haben.

    Aber Ihr seid anders. Ihr redet zwar auch ausgiebig über jedes Haar in der Suppe – mehr als alle anderen! Doch Ihr schafft es, nicht nur die unterschiedlichen Aspekte auf den Tisch zu bringen, sondern trotz teils konträrer Ansichten, jedem seine eigene Meinung zu lassen (meistens zumindest) und noch viel mehr: Ihr habt nicht den Zwang, die anderen auf Biegen und Brechen überzeugen zu müssen, sondern versucht sie zu verstehen. Und Ihr könnt auch kontroverse Standpunkte akzeptieren, ja sogar nebeneinander existieren lassen, wenn Ihr keinen gemeinsamen Nenner findet. Wobei: den gibt es immer: die Liebe zur GFFA!

    Schon deshalb ist Radio Tatooine eine Bereicherung und absolut empfehlenswert. Dabei habe ich das ganze Star Wars Wissen drumherum noch gar nicht erwähnt … mir gefällt auch, wie Ihr dabei über den Tellerrand schaut.

    Wie schön, dass es Euch gibt.
    Bleibt bitte genau so wie Ihr seid und macht genauso weiter!

    Herzensgrüße
    Amatra

    PS: Tut mir leid für die langen Satz-Tapeten, mit denen ich Euch zutexte, ich bin fürchterlich schlecht im mich kurzfassen. Dazu schreibe ich viel zu gerne … habe zwar überlegt, Euch mein Fazit noch einzusprechen, aber ich mag meine Stimme nicht so sehr, außerdem rede ich sowieso schon den ganzen Tag im Job – da ist es auch mal schön, zuzuhören. Ihr braucht Euch wirklich nicht entschuldigen, wenn Ihr mein Geschreibsel kürzt! Das ist Euer gutes Recht und ihr filtert die Quintessenz dessen heraus, wie es Euch gefällt.

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  • From Uracil on RT #163 - Finalyten

    Wieder ein interessanter Podcast. Ich bin ja ein Fan davon, wenn es mal etwas kontroverser wird.

    FAZIT zur gesamten Serie:
    The Acolyte ist leider eine zutiefst mittelmäßige Serie.
    Positiv würde die Aktion, die Kulissen, das Design nennen. Das schaut alles sehr gut aus.
    Auch Sol und Quimir sind großartig gespielt. Die zwei Schauspieler geben echt alles.

    Das Problem der Serie besteht darin, dass sie sich nicht auf ein Grundthema festlegt. Und dieses dann zufriedenstellend behandelt.
    Ist es eine Mystery-Serie, in der ein Jedi-Mörder gesucht wird? Nein das Ganze wird nach zwei Folgen gelöst.
    Handelt es sich um ein Charakterdrama, in dem die Beziehung zwischen Sol Osha und Mae im Mittelpunkt steht? Auch hier scheitert die Serie. Die Beziehung zwischen Sol und Osha ist völlig untererzählt. Sol verliebt sich nach 10 Minuten in Osha, ohne dass wir das in irgendeiner Weise nachvollziehen können. Zumindest hat er eine klare Motivation. Osha und Mae hingegen wechseln ihre Motivation so oft, dass ihre Charaktere für mich völlig unverständlich sind. Dass sie ein und dieselbe Person sein sollen, kommt in ihrem Schauspiel überhaupt nicht rüber.
    Oder soll es hier um die Politik des Star Wars Universums gehen? Wie die Jedi-Ritter die „Hüter des Friedens und der Gerechtigkeit“ unter demokratischer Kontrolle und Bürokratie funktionieren sollen. Ich bin eher skeptisch, wenn man Dinge aus einer eher märchenhaften Welt realistisch darstellen will. Aber Andor hat dieses Konzept ja sehr gut umgesetzt. Leider reiht sich The Acolyte in den Rest von Disney Star Wars ein, wo dieser Realismus überhaupt nicht funktioniert. Die Interaktion zwischen Jedi und demokratischen Institutionen ist völlig untererklärt. Jeder Jedi reagiert auf Schwierigkeiten, indem er versucht, diese vor der nächsthöheren Autorität zu verbergen. Wieso diese Vertuschungen unbedingt nötig sind wird mir nicht klar.
    Insgesamt hat die Serie viele interessante Themen, die leider schlecht umgesetzt wurden.

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  • From Reiwer on RT #163 - Finalyten

    Ach so ganz wichtig: der Hamster war komisch, vor allem wenn er plötzlich die Kabel für Ihn doch Guten durchbeist. Und die Kämpfe waren echt das beste was ich je in Starwars gesehen habe (leichts irdisches Gschmäckle: sehr easternmäßig).

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  • From Reiwer on RT #163 - Finalyten

    Liabe Leit,

    ich versuche es kurz:

    Figuren allgemein: natürlich zu wenig Fleisch hinter den Kulissen

    Quimir: Der Beste im Cast

    Sol: Leider entgegen der allgemeinen Meinung für mich ein Seifen Oper Schauspiel

    Osha/Mae: Ich hab in Episode 2 glaub ich „Uschi“ verstanden als Mae Osha das erste Mal sieht. Die Doppelrolle hat sie gut gespielt. Aber tatsächlich gäbe es da mehr Tiefe die andere Schauspielerinnen besser geliefert hätten. Tatsächlich fand ich Sie sehr sympatisch.

    Vergenz: Das interessanteste Element der Serie – der unsichtbare McGuffin – der leider nie gefunden und nie richtig gesucht wird (außer mit den Metalldetektoren Midichlorianer aufspüren… oder wie ist das gemeint? ). Ach ja mein Tip: Die Vergenz ist entweder sowas wie ein Jungbrunnen/Mana-Baum oder eben eine Machtkonzentration mit Auswähltenpower, die wandern kann, z.B. in einzelne Personen – oder seit neuestem gespalten in zwei – dank Darth Plagueis der die Hexen manipuliert hat.

    Plagueis: Ich bin Fan der großen Lore, daher gefeiert.

    Der Story-Teller: Die Tellerin hat das Pacing eine 00er-Jahre Serie angewandt, aber auf 35 Minuten in Acht folgen. Hört sich absurd an -aber das Gefühl lässt es bei mir zurück. Die wenigen Serien die ich geschaut habe waren früher recht zäh. Eine Mystery-Box wird nach 10 Folgen á 40 Minuten immernoch nicht aufgelöst, und dann nach Folge 20 … endlich (Beispiel Vampire Diaries – ich kannte es nicht anders und fand es geil). Tatsächlich hat mich die Acolyte-Mörder-Auflösung nach den ersten 2 Folgen am Ball gehalten, da ich dachte das wäre vielleicht ein Hauptthema. Auch mit dem Flashback hat man mich überrascht, dass es eine Folge am Stück war. Trotzdem hat sich alles etwas zäh angefühlt, weil am Ende das Hauptding der Vergenz nicht aufgelöst wurde. Hinzu kommt, dass ich bei manchen Aktionen wirklich drüber nachdenken musste warum die Personen eigentlich so handeln. Dank Radio Tatooine hat sich das ganze Handlungsspektrum erweitert, aber eben dann auch nicht aufgelöst – wie auch. Aber ich kann solche Unklarheiten Dank der wenigen Serienerfahrung aus den 00er ausblenden.

    Ihr und viele haben sich gefragt, warum und aus welcher Sicht wurde so die Story getellert? Was mich zu Vernestra und Yoda bringt…

    Vernestra/Yoda: Sehr schön aufgelöst. Endlich Politik. Leider keine Neugier auf die High Republic geweckt. Und Ganz wichtig: Während des Podcast-Endes ist mir gekommen, dass die ganze Staffel so erzählt wurde, wie wenn Vernestra Yoda nun die Geschichte genau so wie Staffel 1 erzählt wird, erzählt. Deswegen gibt es diese Postcredit Scene.

    Lichtschwert-Blut: Schönes Bild – Muss aber diskutiert werden. Habe vielleicht auch zu wenig Kanon erfahrung wie sowas normal abläuft, und warum das bei Anakin nicht so läuft.

    geil aber sinnlos: Lichtschwert-Blut; Verfolgungsjagt durch Sandkörner; Wie alle auf verschiedenste Weise auf den Berg von Brendoch kommen; die Eine geteilte Person (leider muss ich Jörg zustimmen – ES bleibt belanglos); Die Motten die erst dann zuschlagen wenn das Licht bei Quimir ist; weniger geil ist der Studio-Urwald;ich war immer gespannt auf die nächste Folge … ob das nur dank RT so war werden wir nie erfahren.

    Jetzt is aber gut: Unterm Strich fand ich das Ding unterhaltsam, auch wegen dem Drumrum. Die Geschichte ist ganz nett, aber wie Ben schon sagte nichts Neues. Freue mich auf die 2 Staffel oder einer neuen Serie „THE VERGENCE“. Ich freue mich auf den Moment wenn sich die Vergenz aus den Zwillingen löst und in Shmi-Skywalkers Bauch fährt: Sidious monströs lachend seinen Meister Darth Plagueis, während er die Vergenz aus den bewegungslosen Zwillingen reißt die leblos zu Boden gehen. Lachend fliegen Blitze um die Geisterflotte…äääh Vergenz, endlich vereint als eine Sonne an Macht, die in Shmi Skywalker Ihren neuen Wirt findet.

    Habe glaub noch nie so einen hitzigen RT-Folge gehört – erfrischend aber manchmal hat mit Philip II leid getan. Aber sehr gut und klar Analysiert von Jörg – wie so oft, trotzdem Löner immer recht hat. Ich hätte gerne nochmal so eine emotionale Folge zu den Sequels. Ach so Ben du hattest in irgendeinem Podcast der ersten Folgen eine überarbeiteten Episode IX Cut auf YouTube angesprochen – vielleicht kannst du kurz mitteilen wo wir den finden.

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  • From Alcyon on RT #163 - Finalyten

    Hallo Zusammen, ich möchte mich bei euch für diesen tollen Podcast bedanken. Wie ich schon zuvor erwähnt habe bin ich erst mit Folge 3 auf euren Podcast gestoßen und eingestiegen und hab seit dem jede Woche mir eure Review und Theorien mit Freude angehört.

    Dadurch hat die Serie mir nochmal mehr Freude gemacht, weil ich von dem ganze Hass und der negativen Kritik genervt war.

    Mein Fazit zur gesamten Serie:

    Ich fand die Serie im Großen und Ganzen gut. Gefallen hat mir das die Serie sich nicht damit aufgehalten hat den Eindruck zu erwäcken Osha wäre die Mörderin sondern das schnell klar war das es Mae war und es auch den Jedi klar war und sich Osha nicht erst ewig beweisen musste. Dadurch konnte der Focus auf das eigentliche Mysterium gerückt werden. Warum Mae alle töten möchte und was auf Brendok passiert ist.

    Die ersten Folgen waren okay und hatten ihre Momente, doch so richtig an fahrt hatte die Serie erst mit folge 5 „Nacht“, aufgenommen. Diese Folge fand ich Mega cool. Der Kampf war erfrischend und neu. Cortosis das erstmal im Live action zu sehen war klasse.

    Die Rückblickfolgen liesen für mich dafür zu wünschen übrig. Und Sol‘s Besessenheit von Osha hatten schon nen komischen Beigeschmack.

    Das Finale fand ich gut und ich war zufrieden damit. Ich kann Philipp verstehen wenn er sagt, dass die Serie so enden könnte. Für mich lag der rote Faden darin, herauszufinden wer die mörderin war, wieso sie die morde begannen hat und die Wahrheit über die Vorkommnisse um Brendok zu erfahren. Die Erschaffung mit Osha und Mae ist ein weiteres Rätsel das dann in einer weiteren Staffel oder Buch vertieft werden kann. Aber eben nicht muss.

    Was das töten eines Jedis ohne Waffen angeht und den Punkt „den Traum sterben zu lassen“ dachte ich mir, die Jedi denken die Macht sei ihr Verbündeter und alles was geschieht ist der Wille der Macht. Wenn ein Jedi jedoch wie in diesem Fall mit Hilfe der Macht getötet wird, dann zeigt der Acolyt dem Jedi das die Macht eben nicht sein Verbündeter ist sondern ein Werkzeug. Ein Werkzeug das der potentielle Sith nutzt um ihn zu töten und sich somit der „Verbündeter“ des Jedi, also die Macht, gegen ihn gewandt hat.

    Insgesamt fand ich die Serie wie gesagt gut. Sie hatte auf jedenfall Luft nach oben aber auch gute Momente.

    Mein Favorit ist Qimir und ich hoffe wir werden noch mehr über ihn erfahren.

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  • From the_marco on RT #163 - Finalyten

    Liebe Weltenfunkler und speziell liebe Funkel-Sissi!

    Welch ein Finale, oder?

    Sicher nicht so über alle Maße spektakulär und unmissverständlich auf den Punkt wie ein Konzert von TayTay, aber dennoch versetzt mit einigen Knalleffekten, Überraschungen und Spielraum für Spekulationen.

    Als Qimir, falls das überhaupt sein Name ist ( Leslye Headland spricht in ihren zu vielen Interviews ja ausschließlich von „The Stranger“), Osha dabei betrachtet, wie sie den Helm trägt, sehe ich eine Art väterlichen, mindestens Erziehungsbezugspersonen Stolz und mildes Lächeln in seinem Mimenspiel, ehe er in den Hexenbann gezogen wird, da Osha einfach mit dieser schieren und ungezügelten Macht in Reinform nicht umzugehen vermag.
    Hat sie während dieser Machtüberdosis in der Vision sich oder Mae als Vollstreckerin Sols gesehen?
    Am Ende ist es egal- denn mit Blick auf die Task, soll ein Jedi ohne (physische) Waffe getötet werden.
    Und in diesem Konstrukt scheint es auch keine Rolle zu spielen ob dies Osha oder Mae ist.
    Denn irgendwo sind sie ja doch eine Person.
    Und ich nehme dies jetzt schon vor weg- hallen hier immer noch die monologen Worte des Strangers auf Folge 1 nach.
    Sinngemäß muss der Traum der Jedi zerstört werden. Dies sehe ich hier zum Ende als erfolgreich abgeschlossen an.
    Sols Traum und Ideal eines rechtschaffenden, ehrlichen Jedi ohne Schuld und Tadel stirbt, als er sich final doch eingesteht, gescheitert zu sein und Osha mit einem „Its ok“ ihrem Sith Dasein überlässt. 
    Während hier seine Absolution im wahrsten Sinne abgewürgt wird, finden er und Osha zumindest in den finalen Worten von ihm ein wenig Trost.
    Hier zeigt sich die Ambivalenz des Charakters noch einmal ganz deutlich auch, wenn man seinen Namen interpretiert, bedeutet Sol nicht nur „Sonne“ sondern als „Solace“ auch „Trost“.
    Nehmen wir an, es war Oshas Traum, eine Jedi zu sein, stirbt dieser ebenso mit dem Töten ihres ehemaligen Mentors und des Blutenlassens des Kyberkristals.
    Wobei ich den unbedingten Wunsch ihrerseits anzweifle- primär sehe ich es so, dass es ihr Hauptziel war, weg von Brendoch und ihrer Familie zu kommen- das Jeditum diente dann eher als Fahrkarte für ein sehr opportunistisches Kind.
    Zu guter Letzt stirbt auch die Integrität und die vermeidliche Makellosigkeit der Jedi in Gänze mit Vernestras Verschleierung endgültig aus und ein neues Konstrukt aus Lügen wird auf Sols Erbe errichtet, das wahrscheinlich bebend in sich zusammenkrachen und gefundenes Fressen für weitere Zweifel an den heldenhaften Jedi sein wird.

    Sols Handeln- während Maes Flucht- kann ich sehr gut nachempfinden, denn was hier in seinem Kopf passiert, ist rational nicht mehr für ihn zu verstehen.
    Es überkommt ihn die kalte Panik, da er sich von seiner Lebenslüge eingeholt sieht.
    Damit konfrontiert, bleibt kein Raum mehr für klare Gedanken oder eine kurze Meditation- hier wird nun nur noch unüberlegt und im Fiebertraum agiert und ehe wirklich schlimmeres passiert, rettet Bazil ihn vor der eigenen Unvernunft.

    Ich genoss die Szene zwischen Rayencourt und Vernestra, da er einer der Einzigen ist, der hinter die Fassade der Jedi- oder viel mehr hinter Vernestras Fassade schaut.
    Ihr Charakter scheint nicht grundlos doppelbödig geschrieben zu sein.
    Sie hat bei der Ausbildung ihres Padawans mit hoher Wahrscheinlichkeit ihren Weg verloren und mit unkontrollierter Gewalt gehandelt.
    Sie nutzt- nein, missbraucht die gedankenverlorene Mae von nun an als Kompass, um zu ihrem ehemaligen Schüler zu gelangen.
    Maes Schicksal hingegen ist ihr egal.
    Dazu passt ihr Äußerliches. Von ihrem Antlitz her erinnert sie mich an eine Schlange.
    Das blass grüne haarlose Gesicht, die Tattoos als Anlehnung an die Schuppen der Kaltblüter und nicht zu vergessen die Doppelzüngigkeit.
    Aber sie wird ernten, was sie gesäht hat.

    Ernte…das bringt mich zum unknown Planet und dazu, dass Qimir eine Auszubildende farmen will (klingt sehr Anzüglich, aber who knows).
    Er lässt Osha erneut die Wahl und präferiert an der Stelle sicherlich eine (ich nenne es absichtlich so) Padawan, die nicht sprunghaft (wie Mae agiert), sondern wohlüberlegt und nachhaltig.

    Ich frohlockte und jauchzte als ich dann den Weisen erblickte und als Plagueis mir mit seinen gelben Augen in die Sithlehren-aufnahmebereite Seele starrte, sah er sicher das ein und anderer Fragezeichen aufblitzen.
    Ich hatte viele Theorien zu seinnem zaghaften, fast scheuen ersten Auftritt in Bewegbild- doch auch diese Theorien wurden bereits von einem Interview Leslye Headlands ad acta gelegt. Er scheint wirklich der Meister von Qimir zu sein.
    Schade.
    Spannender wäre eine Konstellation, in der er wirklich der im verborgenem agierende Schattenpabst ist, der seine dünnen Finger nach legitimen Sprösslingen ausstreckt und bei seiner Suche auf den freiheitsliebenden Qimir stößt, den gefallenen Jedischüler- der sich in einer Grauzone bewegt- aber durchaus in den Lehren der Sith unterwandert scheint und plötzlich selbst eine Schülerin sein Eigen nennt.
    Eine Schülerin, die aus einer Vergenz entstand, eine Hälfte eines Ganzen ist und Schlüssel zu unbegrenzter Macht und Unsterblichkeit sein kann.
    Dies schließt natürlich nicht aus, dass auch in der nun offiziellen Variante Osha und Mae wichtige Komponenten in Wiederauferlebung und Erstarkung der Sith sein werden.

    Die Konfrontation auf Brendoch war inszenatorisch wirklich toll anzusehen und die Anleihen aus fernöstlichen Martial Arts Filmen, sowie erneut kleine Verneigungen vor dem Werk von Akira Kurosawa auf den Punkt großartig umgesetzt.
    Die große Tragik, als Sol in dem Moment erwürgt wird, als er das erste mal uneingeschränkt die Wahrheit sagen wollte ist bezeichnend für die aktuelle Lage der Jedi im Allgemeinen.
    Er will Osha zudem seine Liebe beichten.
    Das wohl unkontrollierbarste Gefühl in jeder Galaxis, egal wie weit entfernt sie ist.
    Ob dies väterliche Liebe ist, oder Liebe darüber hinaus, möchte ich nicht beurteilen.
    Aber es unterstreicht seine absolute Menschlichkeit- und diese ist immer ausgeprägter gewesen als seine Jedihaftigkeit.
    Wohlmöglich sind die Auswirkungen dieses „Vorfalls“ dann auch Gründe für Anpassungen im Jedikodex, der sie in Zukunft zu reinen Asketen machen wird.

    Die größte Tragik besteht aber im Abschied, den Mae von Osha vollziehen muss und in der Sekunde in dem der Kinderreim verstummt und nahezu abstirbt, musste ich mit den Tränen kämpfen.
    Endlich wären sie wieder, oder endlich überhaupt das erste Mal Eins, aber die Schnittstelle ihres Schicksals lässt dies abermals, so wie auf Khofar, nicht zu.
    Sie ergänzen sich nicht wie Yin und Yang (dies wäre wohl ihre ideale „finale Form“ in der zweiten Staffel), sondern bislang eher wie gleichgepolte Magnete, die sich im Moment des Aufeinandertreffens abstoßen (müssen). 

    Hand in Hand vor der Brandung stehend und in eine ungewisse Zukunft blickend wird dann abschließend sehr mit den vermeidlichen Darksidern romantisiert.
    Untermalt wird das Ganze dann sogar von einer sehnsüchtigen Melodie, die ich eher bei „A New Hope“ verorten würde und mit den „Guten“ assoziiere.
    Aber was ist schon gut und was ist schlecht?
    Mit Blick auf eine eventuelle Season 2, sehe ich auch keine positiv konnotierten neuen Jedi, mit denen wir sympathisieren können, sondern die Symphaten werden Osha und Qimir sein- bedrängt von den knöchernen Klauen des eindeutig Bösen, nämlich den Sith in Gestalt von mindestens einem Wesen in Persona von Plagueis und an zweiter Front bedrängt von den Wölfen im Schafspelz und tugendhafter Jedikutte.

    All in All hatte ich andere Erwartungen an die Serie- bin aber mit dem Ergebnis zum Großteil sehr zufrieden und besonders die Hauptcharaktere sind bei näherem Betrachten vielschichtiger als auf den ersten Blick zu erkennen ist.

    Most Valuable Player(s)?
    Qimir und Sol.
    (und Bazil).

    Es hat sehr, sehr viel Freude gemacht die Kommentarspalten mit Buchstaben, Sinn- und am Ende Sinnlosigkeiten zu fluten und es ist stets aufs Neue ein toller Ride die Serien gemeinsam mit euch durchzuanalysieren, als gäbe es keinen Morgen mehr.

    Mit euch, Tobi und Katharina und Thilo macht das Alles einfach mehr Spaß.

    Gehabt euch wohl.
    Hab euch lieb,

    euer Marco

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  • From Vioshka on RT #163 - Finalyten

    Moin liebe Weltenfunken,
    ich möchte auch gerne ein kurzes Resümee zur 1. Staffel The Acolyte loswerden. Ich bin noch nicht geübt darin, solch zusammenfassende Worte zu formulieren und auf alle von euch im Podcast genannten Aspekte einzugehen ist eh unrealistisch, deswegen beschränk ich mich nun auf einzelne Themen, die so in meinen Gedanken aufploppen. 
    Bei meinem ersten Kommentar, der vor allem aus ehrlich gemeinten und von Herzen kommenden Lobeshymnen bestand, wollte ich eigentlich niemanden aus dem Ensemble namentlich erwähnen. Erstens weil ich Angst hatte, jemanden zu vergessen aber vor allem, weil ich mich wirklich und ausnahmslos immer freue über die Konstellation der Personen. 
    Nun bin ich bei Kommentar Nr. 2 in meinem bisher stillen RT-Hörerin-Dasein und werfe direkt selbst auferlegte Prinzipien über Bord, denn: Sissi – yeah! Ich hab mich so gefreut und sie hat die Runde wie immer bereichert und fantastisch ergänzt. 
    Nun weiter zum Inhalt und meinen Gedankenfetzen.
    Ich bin zum Ende der Staffel versöhnlicher als ich das in ihrer Mitte gedacht hätte. Da war ich zugegebener Maßen aber auch nicht wirklich guter Dinge. Und trotzdem finde ich leider, dass die Serie bisher sehr unter den Möglichkeiten geblieben ist. Und das ärgert mich aus verschiedenen Gründen. Zum einen möchte ich einfach, dass Star Wars Produkte sehr gut sind, für Fans aller Couleur aber auch für Menschen, die vielleicht das erste Mal mit Star Wars in Kontakt kommen. Zum anderen haben mir manche Aspekte gut gefallen und fand’s dann schade, wie wenig teilweise (bisher) draus gemacht wurde. 
    Die Entwicklung von Qimir fand ich spannend. Nach Folge 5 war ich ein wenig irritiert ob der Wesensveränderung und wie er präsentiert wurde. Nach Folge 6 war ich sehr erleichtert, dass wir doch jemanden präsentiert bekommen haben, der nicht nur mad ist sondern schon zurechnungsfähig und interessant manipulativ mit einer Backstory, die irgendwie nachvollziehbar zu seinem aktuellen Dasein passt. Gegen diese love interest Thematik bei Osha und
    Qimir hab ich nichts einzuwenden. Das bietet ja doch einiges für eine eventuelle weitere Staffel, z.B. wenn den beiden klar werden würde, dass nur einer bzw. eine von beiden leben kann. Da ist dann natürlich viel Drama vorprogrammiert wenn das bis zum Ende gespielt werden würde oder wenn beide “freiwillig” vorher aussteigen und gleichzeitig Gift unter dem Baum nehmen würden. Bei der Aufklärung der Jedi-töten-ohne-Waffe-Story ging’s mir wie Jörg. Dass es am Ende auf nen force choke hinauslief fand ich einfach mäh. Vielleicht gibts doch ne gute Erklärung, die man natürlich hätte mehr darlegen müssen, z.B. (Achtung Harry Potter Analogie) à la unverzeihliche Flüche wie Cruciato. Die könnten vom reinen Skill her auch die meisten Zauberer und Hexen ausführen aber es braucht das „richtige“ sprich dunkle Mindset, man muss das wollen und sich richtig dem Hass hingeben damit es klappt. Vielleicht wollten sie auf sowas hinaus. Aber das hätte man dann finde ich einfach deutlich machen müssen und es passt auch nicht so richtig dazu, dass Qimir Mae hat so lange über die Methode rätseln lassen wenn’s eigentlich um die Motivation dahinter geht. Ich bin mir nicht sicher aber grundsätzlich sehen wir öfter Jedi, die Nicht-Jedi force choken oder? Ich hab natürlich Vader im Kopf oder Anakin, der Padmé würgt. Einen Jedi per Macht derart zu Leibe zu rücken wird sicher dann noch was anderes sein. 
    Diese ganze Geschichte mit Mae und Osha sind eine Person find ich super spannend aber die Serie hat das für mich gar nicht ausgespielt und dem sogar eher widersprochen. Hätten besonders die erfahrenen Jedi wie Indara nicht beim ersten Aufeinandertreffen und ohne Blutanalysen schon etwas in die Richtung spüren müssen? Ich erinnere mich an Yoda, der den Klonen erklärt, dass sie alle unterschiedlich in der Macht sind obwohl sie Klone sind. Muss dann nicht anders rum auffallen, wenn zwei Personen quasi
    ein und dieselbe sind? Dass Sol und Qimir wohl Präferenzen für eine der beiden „Schwestern“ besitzen find ich dann auch merkwürdig. 
    Weiter im bunten Potpourri der Teilaspekte: Die Kämpfe mochte ich durchweg. Da waren tolle Choreos, Szenerien und auch einzelne auffallende Schnitte dabei. 
    Es bleibt dieses unbefriedigende Gefühl, dass die Macher*innen manches doch bitte mehr ausspielen hätten sollen. Vieles blieb mir zu wage. Vielleicht hätte sich ein deutlicherer Fokus gelohnt. Es wurde so viel
    angefangen und am Ende hat man tausend lose Enden. Klar, spekulieren können macht Spaß und es muss und soll auch nicht alles erklärt werden aber ein bisschen Hintergrund hier und da braucht es für mich schon. Dass die zweite Rückblickfolge dann aus meiner Sicht so wenig Neues gebracht hat und ich gerne gesehen hätte, wie die Laufzeit in anderes investierst worden wäre, unterstützt dieses Gefühl dann noch. Heimweh als Motiv bei Torbin fand ich übrigens auch ziemlich unterwältigend und was nun die Rolle von Basil am Ende war hab ich auch ehrlich nicht verstanden. 
    Ich bin gespannt, was ein Re-Watch mit dem ersten Gesamteindruck der Staffel macht. 
    Am Ende möchte ich mich bei euch bedanken. Die letzten Wochen mit dem sicheren Wissen, dass wöchentlich eine neue Folge Radio Tatooine erscheinen wird, waren wunderbar. Nur Liebe für euch! 

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  • From Amatra on RT #163 - Finalyten

    Liebe Diskussiolyten,

    Diesmal ging es heiß her bei Euch. Schön zu hören, wie intensiv Euch diese durchaus diskussionswürdige Serie beschäftigt, auch wenn ich inständig hoffe, dass nach dieser Folge Eures Podcasts niemand mit dem Buttermesser im Auge oder anderweitig zu Schaden gekommen ist und sich die Gemüter wieder beruhigt haben.

    Mein Fazit für die erste Staffel The Acolyte in einem Satz (gilt ebenso für jede einzelne Episode davon) :
    Das ist die beste Fanfiction, die ich je im TV gesehen habe.

    Ganz fanfiction-like muss ich aber auch @Leslye Headland resümieren: Das Ende haste verkackt.
    Macht aber nix, ich mag die Serie trotzdem und sie ist neben Andor bisher die einzige, für die ich mir eine weitere Staffel herbeisehne.

    Aber jetzt mal Butter bei die Fische – hier mein Urteil in Langversion (bitte anschnallen und Tasse Kaf bereitstellen):

    – Die Fäden: schade, dass diese als Philosophie der Mütter eingeführt und dann einfach sang und klanglos abgeschnitten wurden. Hier hätte man mehr draus stricken können.
    Mutter Korril hätte zum Schluss nochmal Screentime bekommen müssen.

    – Die Vergenz: ist das jetzt der Ort oder sind das die erschaffenen Machtkinder? Ich hatte es zunächst so verstanden, dass sich die Hexen erst nach der Geburt der Kinder dort abgesetzt hätten. Wenn die Vergenz in diesem Ort begründet liegt, sei es das Loch, der Baum oder … von mir aus sogar Eywa, hätte sie eine aktive Bedeutung bekommen müssen. Eine, die on screen, also erkennbar auch für Standard-Zuschauer ins Geschehen auf Brenndoch eingreift auf irgendeine Art und wenn es nur durch die Zwillinge passiert.

    – Die „Zwillinge“: tja, ich habe von Anfang an die Bedeutung des Reims richtig verstanden. Leider wurde zu wenig daraus gemacht. Ich hätte gerne gesehen, auf welche Weise Osha & Mae miteinander verbunden sind. Ja, man kann erahnen, dass sie in ihrem kompletten Wesen auf zwei Seiten der Waage sitzen und sich gegenseitig in der Macht auspendeln, daher ist der rasche Switch der beiden zwischen „gut“ und „böse“ okay. Aber da wäre noch so viel Luft nach oben gewesen! Gerade die Zwickmühle, wie und wann man sie unterschieden kann und wann vielleicht nicht.
    Und sorry, dass sie sich am Ende so mir nichts, dir nichts trennen und die Eine in Kauf nimmt, dass der Anderen das Gedächtnis gelöscht wird und es keine Konsequenten für Osha hat – das kauf ich Headland nicht ab. By the way: Mutter Aniseyas Midi-Chlorianer wurden nie getestet – ob es wohl möglich wäre, dass sie … von ihren eigenen gegeben hat? Damit wären Osha und Mae keine Kinder der Macht, sondern sogar „Klone der Macht“! Das würde mir auch gefallen.

    – Der Fremde oder soll ich sagen unser „Echo-light of the dark side“: Was Qimir genau sein soll, ist mir nicht klar: der Badass-Lover? Ernsthaft? Bitte nicht. Jedenfalls nicht so. Passt möglicherweise wunderbar in eine Young-Adult-Fanfiction, aber den einen Zwilling gegen den anderen zu tauschen ist … schräg. Logisch wäre es gewesen, wenn er beide mitgenommen hätte. Das hätte in einer zweiten Staffel sicher für ordentlich Zündstoff zwischen den dreien gesorgt. Schade, dass diese Option nun wegfällt. Außerdem ist mir die Verbindung zu Vernestra zu wenig an Hintergrundgeschichte. Hätte die Serie 45-60-Minuten-Episoden, hätte man da gut und gerne ein paar Details aus seiner Vergangenheit einstreuen können, ganz ohne dass er sein „Mysterium“ verloren hätte. Insgesamt hat er mir von allen am besten gefallen, nicht nur optisch. Also wenn es eine weitere Staffel mit Lovestory gibt, dann will ich bitte noch mehr Haut sehen … hat sich schließlich gut gehalten für sein Alter! Dass er sehr alt sein soll ist für mich völlig okay. Ich verstehe gar nicht, warum so viele ein Problem damit haben? Wegen mir könnte er auch vor seiner Zeit bei Vernestra auf den Wegen der Sith gewandelt sein, vielleicht hat sie ihn im Kampf (mit der Lichtpeitsche!) besiegt, gebrainwashed und als Padawan angenommen, bis er seine Erinnerungen wiedererlangt und das Weite gesucht hat? Und er könnte immer noch parallel zu den Sith die Ritter von Ren entwickeln, die das Gleichgewicht im Schatten suchen, während Osha in Staffel 2 Darth Plagueis zum Opfer fällt.
    Insgeheim hoffe ich, dass er ein Shi‘ido Gestaltwandler und ein potentieller Acolyth von Darth Venamis ist. Die Shi‘ido können bis zu 500 Jahre alt werden. Das könnte einiges erklären. Unter anderem auch die Anwesenheit Plagueis, der einen potenziellen Konkurrenten beseitigen oder auf seine Seite ziehen möchte.

    – Der Muun: so sehr ich mir auch von Anfang an gewünscht habe, dass wir Darth Plagueis sehen werden, so ist dies doch die überflüssigste Szene der ganzen Staffel! Völlig aus allen Zusammenhängen gerissener Fanservice, losgelöst von der eigentlichen Geschichte steht er so Nosferatu-mäßig da rum. Von mir aus als Post-credits-Scene, da hätte ich es noch akzeptiert, aber doch nicht so. Die ganze Szene wirkt wie ein Fremdkörper, der da gar nicht hingehört – als Aprilscherz eingefügt und vergessen, rauszuschneiden. Wenn überhaupt, hätte er viel früher eingeführt werden müssen – als Schatten um Qasimir oder Mae (z.B. in der Bar ganz zu Beginn) oder beim Brand in der Burg! Chance vertan.

    – Die Schnüffelratte: nervig und überflüssig. Entweder mehr nachvollziehbare Interaktion, sodass dessen Handlungen Sinn ergeben oder weg damit. Die wertvolle Screentime hätte man anderweitig nützlicher verbrauchen können. Wenn die Jedi nur die Hand ausstrecken müssen, um sich zu orientieren, brauchen sie keinen Fährtenleser. Und das bisschen, was er aktiv beigetragen hat, hätte man auch anders lösen können. Ich glaube, ich bin allergisch au Tynnans.

    – Sol: ein armer Tropf, gefangen in seinen Überzeugungen. Er hätte ein paar bessere Dialoge verdient, aber ansonsten hat er mir gefallen. Leider habe ich bereits früh geahnt, dass der die Staffel nicht überlebt. Genauso wie ich sofort vorgeschlagen habe, dass Machtwürgen des Rätsels Lösung sein könnte. Aber auf mich hört ja keiner.

    – Kelnacca, Torbin, Indara; Yord, Jekki, Vernestra: mehr Hintergrundgeschichte hätte ihren Charakteren gut getan, gerade was den Hexenbann angeht. Insgesamt fand ich sie im Gegensatz zu vielen Kritikern nie out of character. Allerdings hätte ich gerne mehr von ihnen allen gesehen.

    – Yoda: da bin ich tatsächlich meinungsindifferent. Sprich: ist mir egal, ist okay, hätte man auch weglassen können. Es hätte keinen Unterschied gemacht.

    – Insgesamt habe ich das Gefühl, dass viele Charaktere in Szenen plötzlich dumm rumstehen, wenn sie gerade nicht gebraucht werden, weil niemand darüber nachgedacht hat, dass sie nun mal da sind. Das stört mich – geht es eigentlich nur mir so?

    – Schade auch, dass die Jedi-Pappkameraden alle so sehr humanoide gestalten waren, da haben mir eindeutig die Aliens gefehlt. Aber bitte kreativer als Tynnans. Ansonsten sind sie so unsympathisch wie ich mir die High Republic-Jedi vorstelle. Alles richtig gemacht. Die Szene mit dem Senator hätte jedoch ganz an den Anfang gehört, je mehr die Jedi von Seiten des Senats unter Druck gesetzt werden, desto eher hätte man Vernestras Handeln nachvollziehen können. Ja, es gab Andeutungen, aber zu wenig. Dabei hätte man sowas bestens nutzen können, um zum Beispiel die Hyperraum-Reisezeiten zu überbrücken …

    – Die Flugszenen und -zeiten: Oha… die Schiffe haben mir soweit gefallen. Aber dieses Schwupps-und-da? Katastrophe! Sind die Machtnutzer zu Zeiten den Hohen Republik in der Lage die Raumzeit zu krümmen? Trinken sie dazu vielleicht einen Shot Rohcoaxium und machen dann den Purrgil? Also beginnen zu Leuchten und schwuppdiwupp! sind sie mitsamt ihrem Schiff am Ziel. Anders sind die Reisezeiten nicht mehr zu erklären. Das ist für mich der größte Kritikpunkt der Serie. Dabei hätten sie die Reisezeiten locker mit anderen Fakten überbrücken können. Hm, vielleicht ist die Wahrheit über die große Hyperraumkatastrophe auch von den Jedi vertuscht worden? Wahrscheinlich musste einer unterwegs augrund einer Tynnan-Allergie während der Purrgil-Meditation niesen und – kawoosh!

    – Die Kampfszenen sind schön unterschiedlich, teils sehr martialisch, was mir insgesamt gut gefällt, abgesehen von Yords Genickbruch – das geht für mich gar nicht! Zu „realistische“ Gewaltdarstellung im Star Wars Kontext, vor allem unter Machtnutzern. Auch wenn ich dem Burschen ab und an auch gerne den Hals umgedreht hätte – das auf diese Weise hat er nicht verdient.
    Die Kämpfe zwischen Sol und Qimir fand ich stark. Viele gute Ideen dabei, die toll anzusehen sind, auch im Rewatch. Der Einsatz des Cortosis-Helms ist wirklich genial. Aber ich habe nicht verstanden, warum Qimirs Lichtschwert komplett zerstört worden ist – es muss doch zwei Kyberkristalle enthalten und der kleine Aufsatz hätte sicher noch getan? Naja, sei’s drum.

    – Mein Moment of the Series: das kompromittierte Lichtschwert. Wie habe ich es gefeiert! Absolutes Highlight – und vermutlich sogar der Elevator pitch für The Acolyte. Genau so stelle ich mir es vor, wenn’s passiert. Und es ist völlig logisch: Osha hatte bereits ein rotes Lichtschwert in der Hand und dessen dunkle Energie gespürt, als sie Qimir damit bedroht hat, sie hatte die Vision, von der sie dachte, dass es sich um Mae handelt, also wusste sie in etwa, was passieren wird, dann hat sie bewusst und willentlich all ihren Hass und die über Jahre aufgestauten Rachegelüste auf Sol projiziert, während sie sein(!) Lichtschwert in der Hand gehalten hat – der Kyber hat quasi um seinen Besitzer geweint und geblutet. Das ist der Unterschied zu Anakins Tusken- und Kindergeschnetzeltes: er hat es mit der eigenen Waffe getan, die er selbst gebaut hat mit dem Kyber der zu seinem Charakter passt. Zumindest zu diesem Zeitpunkt noch. Möglicherweise wäre das Lichtschwert eines anderen Jedi in seinen Händen auch rot geworden?

    – Das Ende ist in jeglicher Hinsicht unzufriedenstellend: zu viele offene Fragen, zu wenig fortgeführte Erzählstränge, zu große Ungereimtheiten, zu kleine (oder gar keine) Hints, zu lange Erklärungen abseits der Serie, zu kurze Episoden bzw. Staffel, teils zu starke Fähigkeiten und zu schwache Dialoge. Nunja, schlussendlich hält sich das alles die Waage.

    – Die Rückblenden hätten zusammen in eine Folge gehört. So auseinandergerissen hat sich zu viel gedoppelt und es gab zu wenig neue Erkenntnisse.

    – Die Musik ist etwas gewöhnungsbedürftig im SW-Universum, aber nicht schlecht. Auch wenn ich es lieber klassisch mag.

    Es ist und bleibt eine tolle Fanfiction, die man mit etwas Lorewissen deutlich mehr genießen (oder darüber streiten) kann. Fanservice ist drin, aber zumeist nicht derart plakativ, dass es der Story schadet. Die vielen Zitate und Verweise auf die Filme gehören dazu, auch wenn es eine Gratwanderung zwischen freudigem Grinsen und genervtem Augenrollen ist. Von mir aus kann sich das gerne auch in Serien etablieren, mehr wohltrainierte Herren in weniger Bekleidung darzustellen. Das Auge isst schließlich mit. Ähm, ich meine, das hat ja auch eine gewisse Tradition: Luke im Bacta-Tank, Anakin auf der Bettkante und als Rest-Vader im Bacta-Tank, Kylo in seinem Quartier … Jedoch sind sowohl Yord als auch Qimir ein attraktiverer Hingucker als alle vorgenannten zusammen. Da schaut man doch gerne hin … und frau auch.

    Für mich funktioniert die Serie trotz Defiziten gut, sogar besser als die meisten und ich wünsche mir mehr davon. Dafür würde ich sogar auf den Mando-Film und den ganzen animierten Kram verzichten!

    Danke Disney für die Star Wars Serienproduktion,
    Danke Leslye Headland für The Acolyte.
    Danke Euch von Radio Tatooine für die vielen Stunden Unterhaltung, Euren Input und Eure Meinungen.
    Macht weiter so!

    Herzensgrüße
    Amatra

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  • From Taxwalker on RT #163 - Finalyten

    Hallo zusammen,

    zunächst mal vielen Dank für diesen umfangreichen Podcast. Star Wars ist nun mal keine trockene Sache, sodass auch das Erforschen der Gefühle Platz haben sollte.

    Mir hat die Folge 8 gut gefallen und diese Serie zu einem guten Zwischenfazit gebracht.

    Die Szene mit dem Bluten des Lichtschwerts hat mich im ersten Moment irritiert und im Nachhinein sogar verärgert.

    Nach meinem Empfinden stellt das Lichtschwert immer eine intensive Verbindung der Macht zum Jedi oder Sith dar. Ich habe den Bau immer als Teil der Ausbildung (z. B. Episode VI deleted Scene mit Luke oder die Klassenwahl bei Kotor) begriffen. Auch bei den Sith gibt es einzigartige Lichtschwerter (z. B. Count Dooku). Das Bluten dürfte dann Teil des Wegs zur dunklen Seite sein; allerdings mit dem eigenen Lichtschwert.

    Das hier das Lichtschwert von Sol mal so spontan zum Bluten gebracht werden kann, sieht mir wie ein Taschenspielertrick als Schauwert aus. Außerdem hat Anakin Padme in Episode III mit Todesabsicht gewürgt. Nur Obi Wans Eingreifen hat dies verhindert. Warum gab es dann hier kein Bluten? Von den Jünglingen gar nicht zu sprechen.

    Da die meisten Zuschauer diese Szene feiern, liege ich wahrscheinlich falsch.

    Viele Grüße
    Taxwalker

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  • From Darth Jorge on RT #163 - Finalyten

    AN ALLE:

    In der kommenden Woche nehmen wir eine Recap-Episode zur ganzen Serie auf. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns euer Endfazit mitteilt – hier, per Mail oder vielleicht mal wieder als Sprachnachricht…
    Wenn es nicht zu lang ausfällt, ist auch die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir nichts kürzen müssen.
    Alles, was uns bis zum Morgen des 25.07. erreicht, kann berücksichtigt werden.

    Für Licht und Leben!

    P.S.
    Falls ihr das hier schon in dem Kommentar zur aktuellen Episode einfließen lassen habt, wäre es schön, wenn ihr das nochmal herauskopiert und gesondert als FAZIT postet. Das würde unsere Arbeit sehr erleichtern…

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    • From Amatra on RT #163 - Finalyten

      Also mein Kommentar hier unten ist mein Endfazit zur gesamten Staffel, allerdings habe ich Deinen Aufruf zu spät gelesen (Du hast es im Podcast ja schon erwähnt, dass Ihr das wollt), sodass ich meine Textwand nicht mehr editieren konnte. Wie üblich viel geschrieben… Die Geister die ich rief und so, viel Spaß damit. ^^
      Ziemlich cool, dass Ihr so eine Recap-Episode plant, mir gefällt es, wenn Ihr die Kommentare kommentiert oder darüber diskutiert.

      Herzensgrüße
      Amatra

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  • From Björn S. on RT #163 - Finalyten

    Inhaltlich eine tolle Podcast Folge, hat Spaß gemacht. Der Umgang mit Phillip wurde ja schon angesprochen. Super war aber, immer wenn Ihr euch mal so richtig gestritten hattet, kam Sissy aus dem Hintergrund und hat was richtig schlaues gesagt. Sissy war eine tolle Aufwertung des Podcasts und ich würde mir wünschen, dass sie öfter auftritt.

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    • From Sissi on RT #163 - Finalyten

      Huhu! Vielen Dank für die lieben Worte! 🙂 Ich bin definitiv in nächster Zeit auch mal wieder dabei!
      Die ‚aufgeheizte‘ Stimmung der Folge war definitiv außerhalb der Aufnahme so auch nicht vorhanden. War alles echt auch eher ein Problem der späten Stunde, dass wir das Ganze nicht noch zu einem versöhnlicheren Ende gebracht haben.

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    • From Björn S. on RT #163 - Finalyten

      Was ich außerdem schreiben wollte: Die High Republic Literatur und diese Serie wurden unabhängig voneinander konzipiert. Hinweise wie das Hyperraum Unglück wurden, m.E. hinzugefügt um die Universen zu verbinden, aber es war nicht geplant und zeitlich sicher auch nicht möglich, größere Verbindungen zu schaffen.

      Deswegen bin ich inzwischen auch überhaupt kein Fan mehr davon, dass Ideen an Kennedy gepitcht werden und sie senkt oder hebt den Daumen. Das hat uns in der Form zwar Andor gebracht, aber halt auch den ganzen anderen Quatsch. Es kann doch sinnvoll nur so laufen, dass Lucasfilm, in der Storgroup, die besten Autoren vereint, die arbeiten die Storys aus und dann werden Regisseure gesucht. Es kann doch nicht sein, dass jeder, Favreau und Filoni inklusive, ihre Herzensprojekte realisieren, wo dann als Marke Star Wars draufsteht. Wie es aktuell läuft, ist das alles zu wenig konsistent und dann qualitativ auch nicht ausreichend.

      Genauso merkte Phillip an, dass Disney die Serie zeitlich begrenzt hat, obwohl sie auf dem eigenen Streamingdienst läuft. Die wollen doch Content, Content, Content. Dann ist es doch vollkommen egal, ob die Folgenlängen zwischen 35 und 55 Minuten schwanken und eine Serie 7 oder 9 Folgen hat. Ist doch scheiß egal. Hat ja bei Boba Fett auch geklappt, wo 2 Folgen drin sind, die gar nichts mit Boba zu tun haben.

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      • From B-U22 on RT #163 - Finalyten

        Ja, in einer idealen Welt wäre das so, dass alles perfekt aufeinander abgestimmt wäre. Aber ich glaube nicht, dass dies noch passieren wird. Vermutlich würden viele Kreative, die sich einen gewissen Namen erarbeitet haben, dann nicht mehr mitmachen wollen. Wenn sie das Gefühl hätten, dass sie nur stur die Aufträge der Storygroup abarbeiten dürfen. Stelle ich mir als Laie so vor. Anscheinend hat sie Story Group auch nicht die Aufgabe die gesamt Geschichte der GFFA zu entwickeln, sondern nur bei den einzelnen Projekten zu beraten, zu erklären oder vielleicht manchmal ‚Verbote‘ auszusprechen. Wobei ich da das Gefühl habe, je größer die Leinwand des Projekts, desto weniger Veto hat die Storygroup. Comic<Buch<Computerspiele<Animationsserie<Realserie<Kino ?

        Aber auf der anderen Seite: ich bin ganz froh, dass es verschiedene Richtungen gibt. Zum Beispiel habe ich gestern mal meine Andor-BluRays ausgepackt und die ersten vier Folgen angeschaut. Und ja, es ist eine sehr gute Serie, sehr hohes Niveau. Aber ich brauche auch ein anderes, leichteres Star Wars. Mit Magie und Hoffnung und sowas. Während der Andor Besprechungen hab ich immer nicht richtig verstanden, was Jörg damit gemeint hat. Inzwischen kann ich es besser verstehen.
        Und genauso wird es anderen bei einzelnen Serien gehen. So besteht zwar die Chance enttäuscht zu werden, aber genauso das Gegenteil, finde ich.

        Zu den variablen Laufzeiten: ja, wäre auch zu wünschen. Aber warum wird es immer anders gemacht? Liegt es vielleicht an erlernten Mustern in der Serien Industrie? An Vorgaben der Kalkulatoren? Man kann die Kosten nicht abschätzen, wenn es nicht z.B. 8 x 35 Minuten sind? Aber davon verstehe ich nichts. Vielleicht gibt es ja irgendwann Produzenten, die 600 Minuten Stoff verlangen ohne Teilungsvorgaben. (8,5h Traumsequenzen und dann neun mal 10 Minuten zügige Handlung 😉

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        • From Björn S. on RT #163 - Finalyten

          Ich gehe auch davon aus, meines Erachtens wurde es auch schon einmal kommuniziert, dass die Storygroup nur beratende Funktion hinsichtlich der Lore hat. Das macht es aber nicht besser. Es bedarf eines passenden Korrektivs, ob das nun die Storygroup oder ein anderes Gremium ist, ist ja unwichtig. Aber schaut man nach links und rechts, ich mache gerade einen Stranger Things Rewatch, habe vor kurzem die ersten Staffeln Last of Us und House of the Dragon, dazu Fallout oder The Boys Staffel 1-3 gesehen. Da sind wir nicht mal nah dran und das kann ich nicht verstehen. Am Budget wird es nicht liegen, sondern? Keine Ahnung, kein Verständnis. Auch bei Andor hätte es ein Korrektiv benötigt und da wäre es einfach gewesen. Mehr Aliens um das Star Wars Gefühl rüberzubringen, das hätte schon viel bewirkt und hätte Jörg und Dich glücklicher gemacht.

          Ich frage mich schlichtweg, was Disney eigentlich will, welche Ziele sie mit den Serien haben. Wenn der Anspruch nur Content ist, das bekommen sie hin. Aber so ist das alles ein bisschen wenig.

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  • From RealKT_Elwood on RT #163 - Finalyten

    Hello There!

    Viele Dank für den Podcast!

    Ernüchterung ist für mich das passende Wort bei acolyte. Ab Folge 5/6 wurde klar: Hier kommt wieder eine Serie die ist wie sie ist, damit man in Boardroommeetings eine nächste Staffel fordern kann. So viele lose Enden .Ab hier wurde mir das leider zu blöd, D+ wird wieder eingeschaltet wenn die sich was trauen.

    Acolyte erzählt eine Geschichte mit vielen spannenden Ansätzen, losgelöst vom Saga Ballast und Erwartungen…aber nuschelt dabei wie nach 12 runden herrengedeck und geht immer aufs Klo wenn es spannend wird. So kann der Zuschauer als gegenüber der Produzenten einfach nicht folgen.
    Ärgerlich: Auf Nachfrage steckt hinter der unklaren Charaktermotivation keine Tiefe – sondern nur handwerkliche Schwäche der Filmschaffenden. Ughh…

    Dabei gefallen mir die Bilder die Acolyte schafft – die Kämpfe sind toll, Bazil ist cool … warum interagiert Sol nicht mit ihm ?! Warum sabotiert er das Schiff? Hä?

    Für mich waren die einzigen guten Charakter Jecki und Yord. Die kann man wenigstens ein bisschen mögen.

    Sol scheint 16 Jahre lang Verstopfung zu haben und schaut genau so drein, warum er kleinen Mädchen nachstellt- klärt ein Interview.. so halb.

    Vernestra hat einfach immer nen schlechten Tag….. generell einfach unnahbar, unmögbar.

    Qimir ist 2000 mal so cool wie Kylo Ren – der hätte der Acolyt sein dürfen Leider wird man nie wieder was von ihm sehen, an eine Staffel 2 glaube ich nicht.

    Osha und Mae sind mit grad mal egal.
    Ich verstehe sie nicht als ätzende Kinder, ich verstehe sie nicht als Erwachsene, ich finde ihre Besonderheit als Zwillinge und Machtgeschaffene ist Total egal.

    Alle anderen halt hinüber, also egal.

    Die Serie machte mir die ersten Folgen Spaß solange sie ein Krimi war, und dann ging’s noch in Verlängerung bis zur demaskierung qimirs.

    Danach… leider nein, leider garnicht. So garnicht, das mir dieses ewige Edging in der Erzählweise nicht mal mehr das Disney plus Abo wert gewesen ist.

    Dies ist nun die 4. ernüchterne Serie.. Mando meandert ohne Hauptdsrsteller durchs Universum- denn man scheint Angst zu haben „necromancer“ tiefer anzugehen.

    Ich wünschte die Crew von Acolyte hätte das performativ schlechte Obi-wan gemacht.

    Boba durfte nicht Bad sein ( und mir gefällt boba bei den Tusken und auch in der rodriguez Episode einfach richtig gut.)

    Nur Andor knallt richtig. Wirkt als hätte hier kreative Freiheit gewonnen – nicht der Rat der greisen Executives

    Schlimm: beim Schreiben hab ich sogar vergessen, das Ashoka existiert… so sehr wirkt die Serie auf mich wie eine Verlängerung von Rebels und steht im Trickfilmregalfach.

    Vielleicht sollte man Yoda mal abändern.

    Do or do not – don’t be a tryhard.

    (Außer du bist Yord, dann sei einfach yord, ist schon okay)

    Ich bewundere den Versuch positiv zu bleiben. Aber es geht nicht.

    Zwar regen mich die Tumben Thumbnailer auf YouTube auf die für den Algorithmus alles zerreißen… Aber auch ich kann acolyte höchstens abgewinnen, dass es in einem Rutsch geschaut wohl recht unterhaltend ist, eine Fassung ohne Rückblicke, intros und abspann.. das wäre es. Zerhackte 4 Stunden Filme die am Ende nix erzählen will ich nicht mehr sehen, auch nicht wenn Star Wars drauf steht .

    Auch wünschte ich mir stärkere, einprägsame Musik, bessere Making Of, mando S1 war hier echt stark.

    Belanglose Noten aus einem Thema, belanglose Sith Runen, belanglose Geschichten die erst beim Greenlighting von Staffel n+1 augefüllt werden… die brauch ich nicht mehr.

    Immerhin hat’s wieder sehr viel Spaß gemacht , die Begleitung der Serien bei Radio Tatooine zu verfolgen – Rufraus aber auch von hier an die einsam durchs All treibende Antenne von Alderaan und den Blaumilchblues.

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  • From MacSnider on RT #163 - Finalyten

    Hello there

    Mal zu meinem Wissenstand über das Star Wars Universum: ich habe alle Filme gesehen (bis auf die Ewok und Weihnachts Special Dinger), The Clone Wars und alles Bewegtbild was unter Disney erschienen ist. Ich konsumiere weder Comics, Bücher noch Drogen aus dem Star Wars EU, ich weiß tatsächlich einiges durch unzählige Stunden Radio Tatooine hören und der Rest ist „ich klick mich mal hier und da in der Wookie oder Jedipedia durch – oh schon so spät“. Daher wusste ich immerhin dass es in einem Wiki Eintrag zu Darth Plagueis ein Bild gibt und wie er aussieht. Dadurch war mir beim Schauen von The Acolyte klar „dass muss Plagueis sein“. Eine Bekannte von mir hingegen kennt nur die Filme und die Serien, hat sich nur gedacht „Oh ein neuer Charakter“ und wurde dann von ihrem Freund aufgeklärt wer die Figur in der Höhle da ist (oder sein soll)

    Ansonsten hab ich mich von The Acolyte gut unterhalten gefühlt, war aber enttäuscht das groß mit Carrie Ann Moss geworben wurde und sie gleich am Anfang stirbt. Ingesamt krankt die Serie auch wieder darunter dass es nur 8 Folgen sind, dass sie nicht von Anfang an als Serie mit mehreren Staffeln angekündigt wurde und wir jetzt hoffen müssen dass, wie auch eigentlich mehr als deutlich mit einem ganzen Zaun angedeutet wird, es alsbald eine zweite Staffel gibt.

    Mit dem Yoda Cameo bin ich zufrieden, dass Vernestra ihn sprechen will war mir eigentlich klar und was für mich auch klar ist: sie wird Yoda die selbe Lügengeschichte auftischen wie dem Senat zuvor. Das scheint, wenn man so auf Social Media guckt, nicht allen klar zu sein.

    Das Plagueis Cameo (wir gehen jetzt mal davon aus dass er es ist und nicht ein anderer seiner Spezies)… ich glaube ein Satz oder so wäre noch gut gewesen oder zumindest uns einzuordnen: kennen er und Qimir sich? Wusste Qimir dass er da ist oder nicht, seit wann hat Plagueis dass Geschehen da beobachtet? Ist er vielleicht nur durch die Ereignisse der letzten Stunden/Tage darauf aufmerksam geworden und als stiller Beobachter dazu gekommen?

    Was ihr auch angesprochen hat ist: die Erwartung die die Serie sich gesetzt und wie sie erfüllt wurde. Also in Schulnoten eher eine 4+
    Es ging sehr wenig um die Jedis zur Zeit der Hohen Republik und die in den Teasern angedeutete Krimi-Story gab es auch nicht und halt das Problem mit „nur eine Staffel mit 8 Folgen“.

    Klar muss nicht jede Serie so wie The Clone Wars oder z.B. Agents of Shield die klassischen 22 Folgen Staffeln haben, aber mindestens 10 sollten es doch sein oder?!

    Nachdem Bob Iger jetzt wieder da ist und in Interviews erzählt hat dass Disney+ doch ne Stange Geld gekostet hat und man sich vor allem beim Marvel wieder mehr auf Qualität statt Quantität konzentrieren will, hoffe ich dass man auch umdenkt und neue Serien mit mindestens 10 Folgen pro Staffel kommen und mit der klaren Ansage „die Story ist von Anfang auf mehrere Staffeln angelegt“

    Und falls dieser Kommentar in einer der nächsten RT Folgen erwähnt wird, wünsche ich mir die Stimme von Luke Skywalker 😛

    Wohlsein 🖖

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  • From B-U22 on RT #163 - Finalyten

    Also, ich hab mich jetzt bis ca. 3:10:xx vorgearbeitet und muss euch etwas kritisieren: lasst doch mal den Philipp in Ruhe! Auch wenn er nicht eure (Ben und Jorges, Löners sowieso, aber der ist weniger aggro im Gespräch) Meinung teilt, müsst ihr ihn doch nicht für alle vermeintlichen Fehler anschuldigen. Und wie Philipp schon sagt, finde ich auch, dass die Serie die Geschichte zu Ende erzählt hat. Was Teil davon ist und was nicht, bestimmen die Schöpfer. Wirklich komplett erzählt wäre es ja sonst nur, wenn ein Leben von der ersten bis zur letzten Sekunde erzählt würde.

    Ansonsten meine Meinung, die sich auch bei der letzten Folge nicht geändert hat: Acolyte gefällt mir gut bis sehr gut, ich befürworte eine weitere Staffel.

    So lange die Serie von mancher Seite so stark kritisiert wird, habe ich das Gefühl um so stärker dagegen halten zu müssen.
    Ich habe die Hoffnung, dass sich die Rezeption mit der Zeit noch verbessert. (Löner würde jetzt vielleicht entgegnen: ja, weil noch „schlechtere“ Serien nachfolgen, haha.
    Aber das meine ich natürlich nicht so)

    Stand jetzt würde ich mir von the Acolyte übrigens auch so ein überteuertes BluRay Set kaufen.

    MTFBWY

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    • From kayaktoast on RT #163 - Finalyten

      Sorry, aber Philipp hat doch auch wirklich Probleme darzulegen, welche Geschichte denn da jetzt erzählt wurde. Er kommt da mit ganz generellen Wischi-Waschi-Antworten um die Ecke, wo ich mir auch denke: ja toll, wenn die Schöpfer das auch so sehen: schön für sie! Aber das reicht mir (und vielen anderen) auch nicht. In diesen acht Folgen ist nichts zu ende erzählt, das ist ein handwerklich schlecht gemachter, frecher Streaming-Content-Teaser, der sich am Ende mit ein paar Fanservice-Auftritten für die gehörige Portion Social-Media-Begeisterung in eine zweite Staffel retten will.

      Ich fand da Ahsoka schon grenzwertig, aber das hier (Acolyte) ist meines Erachtens nach einfach nur frech, unfertig und über weite Strecken schlecht geschrieben und leider auch viel zu oft schlecht geschauspielert.

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      • From Pedro on RT #163 - Finalyten

        Die Probleme kamen auch daher, dass man ihn kaum ausreden ließ 🙂 Da geb ich B-U22 Recht, das war mir auch tw. zu aggro und ungut anzuhören. Warum kann man nicht in Ruhe diskutieren und andere Meinungen auch mal stehen lassen? Reicht doch, wenn sich das ganze Internet „anpflaumt“ … ich höre RT ja auch, um unterschiedliche Positionen ins Ohr zu bekommen.

        Das ich das Ganze handwerklich schlecht finde, habe ich ja schon in meinem Hauptkommentar dargelegt, aber ich kann mit den MacherInnen mitgehen, dass sie hier einen Storybogen zu Ende erzählt haben. Wir lernen Mae/Osha kennen, erfahren was in ihrer Kindheit passiert ist und den zugrundeliegenden, aktuellen Konflikt ausgelöst hat, die beiden finden sich wieder, um ihre Positionen zu tauschen und machen sich jetzt auf, ihre neuen Wege zu beschreiten.

        Auch wenn es, wie gesagt, nicht besonders gut erzählt ist, wäre das für mich als offenes Ende völlig okay. Natürlich bin ich aber auch offen, für eine weitere Staffel (hoffentlich besser geschrieben ;)), weil der Weg noch lange nicht zu Ende ist. Vor allem rund um Qimir, und das Plagueis-Fass haben sie jetzt ja auch aufgemacht. Wir werden es ja sehen, was passiert.

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        • From kayaktoast on RT #163 - Finalyten

          Wenn man emotional positiv oder negativ berührt ist, dann bleibt man nicht ruhig und vollkommen sachlich, dann wird es auch „unruhig“ – und vielleicht auch mal unfair. Das ist nur menschlich – und finde es gut, wenn man diese Energie auch mal rauslässt.

          Ich persönlich fand auch Bens Ausraster zu Episode 9 großartig – ungeschönt, ehrlich. Schlimm finde ich nur die ewig politisch korrekten Schneeflöckchen, die sich dadurch angegriffen fühlen.

          Ich will keine zweite Staffel von Headland & Co, die Macherin hat sich für mich schon relativ früh in dieser Staffel disqualifiziert. Die macht am Ende noch Yoda und Plaguis zu einem Liebespaar …

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  • From Pedro on RT #163 - Finalyten

    Möchte mich als Casual+ Seher zu Wort melden, der vor allem Live-Action schaut, tw. auch die Animationsserien, aber vor allem die Original-Trilogie, Rogue One und Andor liebt. Mit Büchern und Comics zu Star Wars habe ich nichts am Hut.

    Darth Plagueis ist mir also aus Episode III ein Begriff. Beim Schauen der Serie dachte ich nun: okay, was wohnt da jetzt für ein Mumien-Monster in der Höhle? Und, ja, Monster haben öfters rote Augen, hatte keinerlei Gedanken an einen Sith verschwendet. Erst durch Reviews wurde ich auf das erste Live Action-Erscheinen von Plagueis aufmerksam gemacht.

    Dann habe ich mich allerdings gefragt: und der hat jetzt die ganze Zeit in einer Ecke gesessen, wo ihn die anderen beiden nicht gesehen haben? Oder eine Zweitraum-Höhle nebenan bewohnt? Und warum „creept“ er überhaupt da so in den Höhlen rum? Stellen wir uns mal vor, das wäre unser gut etablierter Lieblingsbösewicht Darth Vader gewesen – was wäre das für ein peinlicher Auftritt gewesen?

    Das zeigt wieder das Hauptproblem der Serie: (sehr) schlechtes Writing. Figuren tauchen einfach auf oder tun Dinge, die das Drehbuch gerade von ihnen braucht. Deshalb reagieren sie in der einen Szenen so, kurz darauf völlig anders. Es passieren unlogische oder wenig glaubwürdige Dinge, nur damit etwas passiert, wie es passieren soll, nicht weil es sich organisch aus der Erzählung heraus entwickelt. Jetzt am Ende kann ich sagen, ich verstehe, was sie mir in der Serie sagen wollten, aber es hat sich oft wie Kraut und Rüben angefühlt. Und die interessantesten Dinge erzählt Lesley Headland in Interviews, aber nicht in den Folgen. Ich glaube, der Fehler war, dass sie alles besonders clever erzählen und richtig große Geheimnisse aufbauen wollten. Was sich in den Köpfen der MacherInnen vermutlich wie richtige Wow-Effekte anfühlte, verpuffte in der dilletantischen Umsetzung.

    Schade, das hätte was richtig Gutes – und auch Eigenständiges sein können. Am Schluss waren es dann doch wieder viele aufgewärmte Zitate und Anknüpfungspunkte wie Darth Plagueis und Yoda. Aber wie Ihr richtig bemerkt habt – bei dem was da erzählt wurde – hat es so zumindest ein wenig Gewicht bekommen. Dabei wäre mir eine RICHTIG gute Story, gleichzeitig losgelöst von der Skywalker-Saga, weit lieber gewesen.
    4/10 Punkten von mir, für einige schöne Setpieces und Lichtschwertkämpfe

    PS.: Qimir war (neben Sol) der heimliche Scenestealer in der nicht so Mae und Osha-Show…

    PPS.: Jörg sollte ein wenig auf seinen Blutdruck achten, andere Meinungen etwas mehr akzeptieren und die Leute ab und zu auch ausreden lassen 😉
     

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